Archiv für den Monat Februar 2014

Kleine Müllvermeider III

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Da wir so gut wie keine Wegwerfprodukte mehr verwenden, mussten für viele Gebrauchsdinge des täglichen Lebens Alternativen her.
Für ein Wegwerfprodukt habe ich bereits vor nun bald 4 Jahren eine Alternative gefunden und bin immer noch zufrieden damit.
Den Praxis Test haben meine waschbaren Wattepads also mit Auszeichnung bestanden.
Die ersten waschbaren Wattepads waren gekaufte von Love the Planet, Baumwollpads mit Polyesterfüllung, waschbar bis 90° und trocknergeeignet. Bald darauf kamen selbst genähte dazu, ähnlich den gekauften. Außen eine Hülle aus einem alten Baumwollhandtuch, innen gefüllt mit alten Baumwoll-Tshirt-Fetzen.
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Seit ein paar Wochen habe ich nun auch noch gehäkelte Pads aus Baumwoll-Wollresten.
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Alle Pads wandern bei uns direkt in den Windeleimer und damit in die 60°-Wäsche. Bisher haben das alle Varianten sehr gut überstanden und ich freue mich jedes mal über kuschelige, saubere Pads.

Verschiedene Varianten gibt es hier zu kaufen: http://www.blumenkinder.eu
, schnell und günstig sind die Pads aber eben auch selbst genäht oder gehäkelt.

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Ökorrekter Schreibtisch

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Wir haben es geschafft: unser Schreibtisch ist weitgehend plastikfrei und es entsteht kaum Müll.
Nach und nach haben wir Stifte und Arbeitsgeräte aufgebraucht und durch plastikfreie Alternativen ersetzt. Klar, es gibt Dinge, die gibt es nicht ohne Plastik! Also werde ich hier keinen Holz Computer präsentieren oder ähnliches… aber es gibt viele Dinge, bei denen man tatsächlich problemlos Alternativen finden kann.
Kugelschreiber hatte ich zwischen den Plastikdingern einige aus Metall- die wurden immer wieder mit neuen Mienen bestückt und halten wesentlich länger als ihre Plastikkollegen. Neue Werbegeschenke lehne ich dankend ab.
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Der Füller ist ebenfalls aus Metall und wird mit Tinte aus dem Glas und einem Konverter- Ersatz für die gängigen Plastikpatronen immer wieder befüllt.
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Bleistifte kaufe ich nur ohne Lackierung und aus FSC-Holz, und die werden bis zum Schluss mit einer Bleistiftverlängerung aufgeschrieben.
Textmarker und Pinsel gibt es ebenfalls aus FSC- Holz und ohne Lackierung. Radiergummis sind pvc- und lösungsmittelfrei, Spitzer haben wir in diversen Größen aus Holz und Metall, die Messer können problemlos ausgetauscht werden.
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Anstatt Filzstiften haben wir Holzstifte, die auch mit Stifteverlängerungen aufgeschrieben werden. Verlängerungen gibt es sogar für Dickies.
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Der Wasserfarbkasten der Zwergin ist aus Metall, die Farben bestehen aus Pflanzenextrakten und pflanzlichem Bindemittel, die Näpfchen können einzeln ausgewechselt werden.
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Wachsmalstifte haben wir entweder im Metalletui oder in der Pappschachtel, sie haben keine Plastikhülsen und bestehen aus Bienenwachs.
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Lineale gibt es aus Holz, Bio- oder Recyclingplastik. Meine sind teilweise aus dem Nachlass meines Onkels und bestehen noch aus bedrucktem Metall.
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Die Schere hat keinen Plastikgriff, die Bastelschere der Zwergin hat einen Griff aus Recyclingplastik.
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Soviel erst mal zum Schreibtisch. Es gibt dort noch viele plastikfreie Dinge, aber erst mal reicht das. Die meisten Sachen wie auch Nachfüllmienen etc. bekommt man problemlos bei http://www.Memo.de , die auch problemlos alle aufgebrauchten leeren Materialien wieder zurücknehmen und wieder verwerten.

Selbstbestimmte Geburt

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Freies Land- selbst bestimmte Geburt? Denkste!
Leider werden freiberufliche Hebammen immer mehr durch die hohen Gebühren der Haftpflichtversicherungen zum Aufgeben gezwungen. Nun stellen auch die letzten Versicherungen ihre Leistungen ein. Soll das denn nun wirklich das Aus sein für alle frei beruflichen Hebammen in Deutschland?
http://www.hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2014/02/13/artikel/versicherungsmarkt-fuer-hebammen-bricht-zusammen/
Ich selbst habe zwei Kinder bekommen. Während beider Schwangerschaften wurde ich von einer Hebamme betreut, die immer für mich, meine Fragen und Sorgen da war und zu der ich bis heute freundschaftlich in Kontakt bin.
Die Geburt der Zwergin begann sehr entspannt zu Hause, wurde aber bald ins Krankenhaus verlegt. Dort hat man sich gut um mich gekümmert, und, da ich ja eine selbst bestimmte Geburt wollte, soweit es möglich war, mich allein machen lassen. Trotz allem, es war ein ständiges hin und her, der Arzt kam und ging, die zuständige Hebamme hatte eine weitere Geburt, zu der sie immer wieder ging, ich hörte im Nebenraum eine andere Frau unter Wehen schreien…
Der Zwerg machte sich nachts auf den Weg, und ich konnte das ganze entspannt angehen, da ich ja nicht vor hatte, das Haus zu verlassen:-) Morgens riefen wir meine Hebamme an, die kurz darauf kam. Sie lies mich weitgehend alleine machen und unterstützte immer dann, wenn ich Hilfe brauchte…. verbal, mit Rücken massieren, als Stütze während einer Wehe…
Als der Zwerg kam, wickelten wir uns da wo wir waren in eine Decke ein und kuschelten erst mal ausgiebig. Der Zwergenpapa holte Erdbeerkuchen und dann haben wir alle zusammen erst mal gefrühstückt.
Ich habe also beides erlebt, eine Geburt im Krankenhaus und eine zu Hause. Ich bin dem Notarzt und dem Personal im Krankenhaus sehr dankbar, denn ohne sie wäre die Zwergin und vermutlich auch ich nicht mehr hier. Aber ich habe auch eine Geburt ohne Komplikationen hinter mir, und ich bin sehr froh, diese Möglichkeit gehabt zu haben. Eine Geburt in meinem Rhythmus, selbst bestimmt und im mir absolut vertrauten Umfeld, mit der Hebamme, die mich gut kennt und der ich voll und ganz vertraue, ohne Schichtwechsel, ist eindeutig die schönste Erfahrung, die ich in meinem Leben machen durfte.
Es ist gut, dass Mütter die Möglichkeit von ärztlicher Rundumversorgung haben, aber genauso sollten alle werdenden Mütter die Möglichkeit haben, ihr Kind außerhalb des Krankenhauses zu bekommen. Ich möchte niemanden von einer Hausgeburt überzeugen, aber ich denke, jeder sollte sich frei entscheiden dürfen, wo und wie erst sein Kind zur Welt bringen möchte.
Und nur am Rande: rein rechtlich darf ein Arzt keine Geburt ohne Hebamme durchführen, hingegen eine Hebamme dies ohne Arzt sehr wohl darf!
Ärztliche Kontrolle ist gut, Risikoschwangerschaften gehören unter ärztliche Obhut, klar, aber Schwangerschaft und Geburt sind keine Krankheit, und gesunden Müttern mit komplikationslosen Schwangerschaften kann man durchaus zugestehen, selbst darüber zu entscheiden, wie sie ihr Kind bekommen wollen!
Hier der Link für die aktuelle Petition.
http://www.change.org/de/Petitionen/die-ersten-100-tage-amtszeit-nutzen-lieber-herr-gr%C3%B6he-groehe-wir-fordern-sie-auf-einen-konkreten-hebammenrettungsplan-zu-erarbeiten?recruiter=79841304&utm_campaign=

Gute Wünsche

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Da vor kurzem die Taufe des Zwergenbabys anstand, habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie wir die Wünsche der Gäste am besten übergeben. Dabei bin ich im Netz immer wieder auf den Brauch gestoßen, Wünsche an Ballons zu hängen und in den Himmel zu schicken. Mal ganz davon abgesehen, dass Ballons aus Plastik sind und mich bisher kein Test davon überzeugen konnte, dass die Dinger nicht ähnlich giftig wie Sondermüll sind…spätestens nach diesen Bildern will hoffentlich niemand mehr gute Wünsche in die Luft schicken: http://BalloonsBlow.org/photo-gallery
Wir haben uns allerdings trotzdem dazu entschieden, dem Zwerg gute Wünsche mit zu geben und haben einige plastikfreie Alternativen gefunden.
Wer seine Wünsche in den Himmel schicken will, kann eine Wimpelkette basteln und beschriften- in den Wind gehängt, nimmt dieser dann die Wünsche mit.
Dem Feuer übergeben kann man Wünsche mit flying wishpaper.
Eine schöne Möglichkeit, Wünsche wachsen zu lassen, sind Wunsch-Samenbomben. Dazu werden Blumensamen mit Erde und Tonpulver vermischt, gewässert und zu Kugeln geformt. In die Mitte kommt ein kleiner Zettel mit einem Wunsch. Ist die Samenbombe schön glatt und rund, muss sie noch einige Tage trocknen.
Wünsche dem Wasser übergeben kann man sehr schön mit Wunderblumen. Dazu werden Kreise aus Papier ausgeschnitten, zu achteln gefaltet und von den Kanten aus zur Mitte des offenen Randes hin wird ein Blütenblatt aufgezeichnet und ausgeschnitten. Der Kreis wird wieder aufgeklappt und auf einer Seite bemalt und mit einem Wunsch beschrieben. Anschließend werden die einzelnen Blütenblätter zur Kreismitte nach innen gefaltet. Wird die Blüte nun ins Wasser gelegt, entfaltet sie ihre Blätter und gibt den Wunsch frei.
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Unterwegs

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Unterwegs erprobt und für gut befunden: Zahnputzseife. Die kleine Dose passt in jeden Waschbeutel und ist schnell aus und wieder eingepackt. Da wir viel auf Campingplätzen unterwegs sind, eignet sich hier kein Zahnputzpulver, das wir sonst benutzen. Bis vor kurzem haben wir unterwegs weiterhin Zahnpasta gehabt, aber nun habe ich eine Alternative gefunden. Die Zahnputzseife ist speziell zum Zähneputzen hergestellt und enthält Holzkohle, Urtinktur von Schachtelhalm und Beinwell, Xylit und ätherische Öle. Einziger Nachteil ist die Dose, deren Deckel sich nur aufsetzen lässt, solange die Seife mehr als die Hälfte der Dose beansprucht. Aber bei dem geringen Verbrauch dauert das etwas… Hat man sich erst mal ein den seifigen Geschmack gewöhnt, schmeckt sie gar nicht mal schlecht. Und es entsteht ein sauberes Gefühl im Mund, das lange anhält. Ach ja, über Mundgeruch hat sich auch niemand beschwert:-) Bekommen tut man so eine Seife zum Beispiel bei http://www.spagyrischenaturkosmetik.de
Die Zahnbürstendose habe ich vor Jahren auf einem Flohmarkt geschenkt bekommen, mit den Worten: Sowas mag eh keiner, die gibts ja ganz billig aus Plastik! Ja, ich mag sie, und suche seitdem nach Zuwachs für den Rest der Zwergentruppe. Wer also weiß, wo ich so eine Dose her bekomme…
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Deo mache ich ja selbst, und für unterwegs kommt einfach eine kleine Menge in ein Minimarmeladenglas. Reicht für mehrere Wochen und ist auch sicher bei Wanderungen… Dazu mische ich im Wasserbad zwei Löffel kokosöl mit einem Löffel Natron.
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Wichtig bei längeren Campingaufenthalten ist auch das Wäschewaschen. Ich habe bei http://www.savion.de eine Wäscheseife entdeckt, die unterwegs sogar den Babybreitest gemeistert hat:-)
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