Archiv für den Monat April 2014

Unkraut- Sirup

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Momentan wächst im Garten so ziemlich alles- neben Salat und anderen Sämlingen auch massenweise „Unkraut“. Besonders der Giersch wächst schneller, als ich ihn entfernen kann. Und da das mit dem Entfernen ja sowieso nicht funktioniert, haben wir beschlossen, mit ihm zu leben und ihn zu essen.
Es gibt viele Rezepte und Möglichkeiten, Giersch zu verarbeiten, aber von einem war die Zwergin besonders angetan: dem „Unkraut-Sirup“
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Für 300 ml Wasser braucht man etwas 300 g Zucker und je eine große Hand voll Giersch und Gundermann. Wir hatten noch etwas Ingwer übrig und haben den auch noch mit verarbeitet.
Zunächst bringt man Wasser, Zucker und Ingwer zum kochen und lässt es ca. 15 – 20 Min. köcheln. Anschließend wird das Ganze noch heiß auf die Kräuter gegossen. Die Flüssigkeit muss nun über Nacht ziehen.
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Am nächsten Tag werden die Kräuter abgesiebt und der Sirup in eine Flasche gefüllt.
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Mit Wasser vermischt hat die Zwergin eine erfrischende Alternative zu Fruchtsirup entdeckt, die sich in kleine Flaschen gefüllt und schön verziert gut als kleines Geschenk oder Mitbringsel eignet.
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Und weil es der Zwergin so besonders viel Spaß gemacht hat, das ganze Grünzeug zu verarbeiten, wandert der Beitrag zu den Naturkindern: http://naturkinder.typepad.com/naturkinder/2014/04/zeit-f%C3%BCr-mehr-gr%C3%BCnzeug-we-love-green-stuff.html

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Sags durch die Blume

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Der Muttertag steht vor der Tür und es werden wieder viele viele Schnittblumen verschenkt werden. Die wenigsten dieser Blumen kommen aber aus der Region oder sogar aus Deutschland. In großen Blumenfarmen, häufig in Asien, Südamerika oder Afrika werden unter riesigen Plastiktunneln Rosen und andere Schnittblumen gezogen. Die dort nicht heimischen Blumen brauchen viel Wasser, das dort häufig sowieso schon knapp ist und so die Wasser Situation für die Bevölkerung und die Umwelt noch verschärft. Um die Blumen schädlingsfrei zu halten, werden sie mit verschiedensten Chemikalien behandelt. Nach der Ernte werden die Blumen um die halbe Welt transportiert, um schnell in unseren Läden zu stehen. Sieht man also einmal von möglichen Schäden an der Umwelt im Anbaugebiet und eventuellen Schädigungen der Arbeiter durch Chemikalien ab, so hat jede Blume immer noch einen verheerenden Fingerprint.
Sollen aber wirklich Schnittblumen verschenkt werden, dann gilt auch hier, das Augenmerk auf die faire Produktion zu legen! Faire Blumen sind vielleicht nicht perfekt, aber zumindest besser!
Einen interessanten Film zum Thema Faire Rosen findet man hier: http://webapp.zdf.de/mediathek;noWebApp/index.xml/beitrag?aID=1835288
Wir verschenken gern Blumen direkt mit Wurzel, so dass der Beschenkte lange etwas davon hat. Dazu werden Blumen aus dem Garten ausgegraben und der Wurzelballen geteilt oder Ableger eingepflanzt. Gerne pflanzt die Zwergin die Blumen in leere Katzenfutterdosen, die ansonsten in den Müll wandern würden. Die Dosen werden mit Washitape verziert und die Blume darf dann einziehen. Die Töpfchen sehen immer anders aus und sind garantiert ein Blickfang.
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Ökorrektes Osternest

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Der Osterhase macht sich langsam auf den Weg, und damit das Nest auch ökorrekt ist, gibt es einiges zu beachten.
Ich finde es sehr wichtig, dass die Eier Bio sind! Zusätzlich achte ich darauf, Eier zu kaufen, die aus Ställen kommen, in denen auch die männlichen Küken mit aufgezogen werden. Informationen zu solch einem Hühnerstall findet man z.B. hier: http://www.lechfeld.info/bicklhof/doppelter.htm In konventionellen Hühnerställen werden die männlichen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet. Ein ziemlich schockierendes Video dazu findet man hier http://www.youtube.com/watch?v=telQxTFzLqo
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Das Argument, dass diese Eier teurer sind, lasse ich nicht gelten. Früher gab es an Ostern massig bunte Eier, die nach ein paar Tagen niemand mehr sehen konnte und letztendlich im Müll landeten. Stattdessen gibt es wenige, die dann auch gegessen werden – unterm Strich also eher Geld gespart.
Die Eier selbst färbe ich am liebsten mit natürlichen Dingen aus der Küche. Besonders schön werden die Eier, wenn man sie mit Kaffeesatz, roten Beeten oder Zwiebelschalen kocht.
Ich verwende immer das an Küchenabfällen, das ich sowieso da habe, deswegen kann ich schlecht Menge angaben geben.. ich koche die Eier aber immer darin mit und so haben sie lange genug. zeit, die Farbe anzunehmen.
Da ich beim Ausmisten kürzlich eine alte Strumpfhose gefunden habe, haben wir diesmal ausprobiert, Blatt- und Blumenmuster auf die Eier zu bringen. Blumen und Blätter werden befeuchtet, auf das Ei gedrückt und anschließend wird ein ca. 10. Cm langes Stück Seidenstrumpfhose fest darüber gezogen und auf beiden Seiten verknotet, so dass die Blätter nicht verrutschen können. Für unseren ersten Versuch schon nicht schlecht, allerdings muss man die Strumpfhose wirklich sehr eng schnüren, damit die Blüten nicht verrutschen. Und was ich mache, wenn meine Seidenstrumpfhose aufgebraucht ist, weiß ich auch noch nicht. Gibt es da eine plastikfreie Alternative, um Pflanzenmuster auf die Eier zu bringen?
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Die Eier hier sind übrigens braun und mit Kaffee gefärbt, also auch das Gerücht, braune Eier kann man nicht färben, hinkt. 🙂
Wer lieber Ei Farbe kauft, kann ebenfalls auf Farben aus gesunden Zutaten achten. Herkömmliche Farbe besteht oft aus Farbstoffen, die unter anderem im Verdacht stehen z.B. Allergien auszulösen. Häufig gelangen sie durch die Schale aufs Ei und werden so direkt gegessen. Mit Farben aus pflanzlichen Rohstoffen kann das nicht passieren.
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Im Gegensatz zu den häufig in Plastik und Alukapseln verpackten herkömmlichen Farben spart man sich bei natürlichen Farben auch noch einiges an Müll.
Schokolade gehört in ein ordentliches Osternest. Da aber gern zu viel darin liegt und dann das meiste nicht gegessen wird, fällt das Süße in unseren Nestern eher minimalistisch aus. Und dann natürlich fair! Eine aufrüttelnde Doku zum Thema Schokolade kann man sich hier anschauen http://www.youtube.com/watch?v=h39tR9jJbxw
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Das Nest versuchen wir aus Moos und Zweigen selbst zu bauen (hoffentlich macht das Wetter mit). Diese bunten Plastikörbchen und das dazugehörige Plastik- Ostergras darf bei einem mit Moos gefüllten Nest aus Zweigen und Gras gerne im Laden bleiben!

Löwenzahnhonig

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Der Löwenzahn steht schon in voller Blüte, und die Zwergin hat sich aufgemacht und einen Korb gepflückt.
Jedes Jahr wieder kochen wir uns daraus Löwenzahnhonig für den Winter. Dem Löwenzahnhonig wird nachgesagt, dass er Halsschmerzen und Husten lindert und bei Erkältung hilfreich ist. Auf jeden Fall hilft er in Tee aufgelöst der Zwergin immer recht gut beim gesund werden:-) Auf ihren selbst gemachten Löwenzahnhonig im Hustentee legt sie immer großen Wert.
Für den Honig pflückt man ca. 300g Löwenzahnblüten bei Sonnenschein. Die Blüten werden unter fließendem Wasser gewaschen. Anschließend werden die Blüten über Nacht in 1 l Wasser eingelegt. Am nächsten Tag müssen die Blüten gründlich abgesiebt werden.
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Anschließend wird die Flüssigkeit mit einem Kilo Zucker vermischt und kurz aufgekocht. Nun muss das ganze so lange köcheln, bis der Honig die gewünschte Konsistenz hat. In ein sauberes und zuvor im Ofen erhitztes Glas abgefüllt hält der Honig bei uns immer gerade die nächste Erkältungszeit, bevor er aufgebraucht ist.
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Natürlich kann man den Honig auch als Brotaufstrich verwenden, aber da das ganze ja nur aus Zucker besteht, verwende ich den Honig lieber als Süßungsmittel für den Erkältungstee.
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Plastikfrei kochen

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Schon seit längerem bin ich auf der Suche nach einer plastikfreien Pfanne. Töpfe sind ja meist aus Edelstahl, aber Pfannen sind häufig aus Aluguss, womit ich ebenso wenig einverstanden bin wie mit diversen Beschichtungen dieser Pfannen.
Eine mögliche Alternative ist eine reine Edelstahl- oder Gusseisenpfanne. Wir haben beides zu hause und kochen auch mit beiden Pfannen- allerdings sind die in ihrer Handhabung ziemlich eigen.
Jetzt haben wir die perfekt Lösung gefunden: Emaillepfannen.
Die Emaillepfanne ist sehr einfach zu handhaben, für eigentlich alles zu gebrauchen, es brennt kaum an und sie ist einfach zu reinigen.
Zusätzlich werden Emaillepfannen schneller heiß und brauchen deswegen weniger Energie. Perfekt:-)
Und damit dann auch wirklich alles perfekt ist, hat unsere neue Lieblingspfanne auch noch einen Holzstiel!
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Zu bekommen sind diese Pfannen z.B. hier: http://www.emaille24.de/kochen-und-braten/pfannen?p=6

Liebster Award

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Ich bin von Nini von http://fraeuleinnini.blogspot.de/ und dem Team von http://ichnehmsohne.wordpress.com zum Liebster Award nominiert worden.
Hier für möchte ich mich erst mal bedanken! Endlich finde ich auch die Zeit, eure Fragen zu beantworten. Da ich von beiden nominiert wurde, werde ich nicht alle 20 Fragen beantworten, sondern mir aus beiden Blogs10 aussuchen.
1) Was hat dich dazu bewegt, diesen Blog zu schreiben?
Ich versuche nun seit fast 4 Jahren, plastikfrei zu leben. Gerade am Anfang haben mich die Blogs, die es zu diesem Thema gab, immer wieder motiviert und dazu gebracht, durchzuhalten. Als ich plastikfrei verinnerlicht hatte, habe ich Blogs zum Thema Zero waste entdeckt und damit weiter gemacht… Viele Ideen, Inspirationen und Rezepte habe ich in diversen Blogs gefunden. Nun habe ich wieder einmal eine neue Herausforderung gesucht und beschlossen, meine Erfahrungen gerade im Hinblick auf ein solches Leben mit Familie im Netz zu teilen. Einerseits hoffe ich, vielleicht so auch wieder Leute anzusprechen, die gerade am Anfang stehen und nach Tips suchen, andererseits war ich auf der Suche nach mehr Austausch und mehr Input- noch mehr Inspiration, Motivation und Ideen.

2) Hast du schon einmal versucht, dich offline mit Gleichgesinnten zu vernetzen?
Ja. Die letzten Jahre habe ich immer wieder versucht, Menschen in meiner Umgebung zu finden, die Nachts über ähnliche Probleme grübeln oder im realen Leben Lust auf nächtelange Unterhaltungen über Phtalate haben:-) mit mäßigem Erfolg! Ich habe viele Freunde, die offen und sensibel mit Umwelt Themen umgehen oder soziale Misstände erkennen und dagegen angehen… allerdings ist dabei leider niemand mit meinen Haupt Interessen konform. Und so ohne weiteres neue Freunde finden, die zufällig auch plastikfrei leben… echt schwierig:-) Ein weiterer Grund, weshalb ich nun begonnen habe, diesen Blog zu schreiben und online aktiv zu werden. Mittlerweile habe ich mich allerdings auch mit Steph vom Muckeblog getroffen- sehr interessant, jemanden im wahren Leben zu treffen, den man schon lange als Blogger kennt! Ich suche aber weiter und da mich nicht nur das Thema plastikfrei nicht mehr loslässt, sondern auch viele andere Umwelt Themen sehr aktuell sind, bin ich guter Hoffnung, immer wieder auf Gleichgesinnte zu treffen.

3)Redest du viel mit Freunden und Verwandten über dein Blogthema?
Die Menschen, die mich im wahren Leben kennen, wissen nichts von meinem Blog. Sollte uns jemand erkennen, Ok, aber ich habe niemandem davon erzählt, da ich insgesamt sehr ungern Internet und wahres Leben verbinde…da bin ich etwas altmodisch und finde es ganz gut, wenn nicht alle Welt mein Wohnzimmer liken kann…:-)
Allerdings rede ich natürlich mit Freunden und Bekannten über meine Themen und hoffe auch, sie wenigstens zum Nachdenken zu bewegen. Ich versuche allerdings immer, nicht zu viel darüber zu reden, da sonst niemand mehr zuhören würde…

4) Was bedeutet nachhaltig für dich?
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, mit unserem Planeten so umzugehen, dass auch unsere Kinder und Enkel noch darauf leben können und die Wunder, die dieser Planet ihnen bereit hält, bewundern können. Ökologisch, Bio, fair, sozial.. Schlagworte, die genauso dazu gehören wie Verzicht.

5) Was motiviert dich zum Schreiben?
Der Austausch mit anderen Bloggern, ihre Kommentare, Ideen und deren Beiträge, die mich wieder dazu inspirieren, Neues auszuprobieren und immer noch weiter zu gehen.

6) Glaubst du, dein Blog kann Menschen verändern?
Wäre schön, wenn ich mit meinem Blog Menschen erreichen könnte. Genauso, wie ich bei anderen Blogs immer wieder Ideen und Motivation finde, findet vielleicht auch jemand bei mir interessantes- verändern direkt wird es denjenigen sicherlich nicht, aber der konstante Austausch, das sich mit dem Thema beschäftigen und neue Ideen können sicherlich einen kleinen Beitrag zu einem umdenken oder einer Veränderung der Handlungen beitragen.

7) Worüber hast du dich diese Woche am meisten gefreut?
Die Zwergin hat Fahrradfahren gelernt- der Moment, als sie.plötzlich an mir vorbeizog, hat mich unheimlich stolz aber auch ein wenig wehmütig gemacht:- Meine Große!!! Ein wahnsinniger Freudensmoment. Der Zwerg hat mir dann gleich nochmal bewusst gemacht, wie schnell doch die Zeit vergeht- Ich habe mich genauso wie wild gefreut, als er diese Woche plötzlich stand- nur kurz, sehr wackelig und selbst noch nicht ganz davon überzeugt, aber er stand!

8) Hast du in der letzten Woche etwas interessantes entdeckt oder etwas neues gelernt?
Ich habe seit diesem Jahr einen großen Garten, lerne also gerade fast täglich etwas neues und interessantes über das Gärtnern, das ich nun endlich auch in einem großen Beet betreiben kann.

9) Was willst du dieses Jahr gerne ausprobieren oder verändern?
Ich möchte gerne Stricken lernen. Und ich möchte gerne versuchen, mehr selbst zu nähen und meine sehr rudimentären Anfängerkenntnisse hier verbessern.

10) Was machst du in deinem realen Leben neben dem Bloggen?
Hauptsächlich bin ich momentan Mama. Ich lese habe auch gen, halte mich viel draußen bei der Garten Arbeit auf oder bin unterwegs in der Natur. Als Familie sind wir jede freie Minute gemeinsam draußen, gerne auch mal länger beim campen… Ich male und bastle gern, probiere alles mögliche DIY gerne selbst aus und wenn ich gerade sonst nichts zu tun habe, dann häkle ich.

Zum Schluss nominiere ich noch 5 Blogs, habe allerdings keine Ahnung, wie viele Leser die haben…:-)
Hier schaue ich einfach gerne mal vorbei und ich hoffe, die 5 haben den Award nicht schon erhalten.
http://www.grüneklammer.de/
http://zerowasteblog.de/de/
http://bloggyfish.wordpress.com
http://zumursprungzurueck.com/
http://wurzelweber.blogspot.de/

Und hier meine Fragen:
1) Warum hast du dich für das Bloggen entschieden?
2) Was tust du im wahren leben, um die dir wichtigen Themen weiter zu geben?
3)Was motiviert dich dazu, diesen Blog zu schreiben?
4) Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich?
5)Wie wichtig ist dir fair produzierte Ware?
6) Hast du schon einmal versucht, dich im wahren Leben mit Gleichgesinnten zu vernetzen?
7) Hast du diese Woche schon einmal aus tiefstem Herzen gelacht?
8) Wie wichtig ist dir das Vernetzen mit anderen Bloggern?
9) Gibt es etwas, das du gerne lernen würdest?
10) Gibt es etwas, ohne das du nicht auskommen könntest, auch wenn es nicht ökologisch korrekt ist?