Plastic free july- Zwischenbericht

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So, eine Woche ist vorbei und ich muss feststellen, ich war nicht so wirklich erfolgreich!
Gleich am ersten Tag bin ich mal voll in die Falle getappt und habe im Biergarten eine kleine Saftschorle für die beiden Zwerge bestellt- und mit ZWEI Strohhalmen bekommen! Da muss ich in Zukunft sofort drandenken!
Überhaupt ist das Hauptproblem gewesen, dass besonders für die Kinder ständig irgendein Plastikzeug an geschleppt wird – und ich es ihnen dann auch nicht mehr wegnehmen will, wenn sie es schon in der Hand halten! Auf diese Art hat der Zwerg beim Kinderarzt eine Plastikente bekommen – ich hab kurz die Wickeltasche wieder eingepackt und dann kaute er schon glücklich darauf herum. Ich habe die Ente zwar im Sprechzimmer liegen lassen, aber ob sie dann nicht direkt im Müll landet…?
In der Apotheke hat der Zwerg dann noch einen Wasserball bekommen- den haben wir zwar an den Kindergarten weiter geschenkt, aber da muss ich einfach noch schneller werden!
Die Augentropfen sind auch portionsweise in Plastik verpackt- leider gab es da keine Alternative!
Und bei einer Familienfeier gab es für die beiden Zwerge irgendwelches Plastik-Schaumstoffspielzeug, aus dem der Zwerg gleich mal überall ein Stück rausgebissen hat… also weg mit dem Ramsch und ab in die Tonne!
Da bei uns in den letzten Tagen häufig Freunde zum Fußballschauen waren, ist mein Müll voller leerer Chipstüten… nicht von mir gekauft, aber trotzdem wirds dadurch ja nicht weniger Müll.
Die Zwergin brauchte Sonnencreme für den Kindergarten- noch eine Plastikverpackung!
Und im Rahmen meiner Suche nach plastikfreien Zahnbürsten habe ich mal wieder was Neues entdeckt und mir zuschicken lassen – tolle Bürsten, aber leider in Plastik verpackt!
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Einen Lichtblick hatte ich dann aber doch. Im Biergarten habe ich nicht nur vergessen, wegen der Strohhalme Bescheid zu geben, auch das Ketchup hatte ich nicht im Raster. Hier wurde ich allerdings positiv überrascht, denn das kam nicht im Plastiktütchen, sondern im kleinen Einmachglas. Sehr hübsch und eben ohne Plastik!
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Und eine Vereins- Sommerfeier, die wir mit organisiert haben, blieb dank des vehementen Einspruchs des Zwergenpapas Einweggeschirrfrei!
Also auf in eine neue Woche mit Fußball und Kindergeburtstagsfeier… wir schaffen das!

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  1. Pingback: plastic free july – Zwischenbericht #2 | widerstandistzweckmaessig

  2. Ja, das ist wirklich so ein Widerspruch in sich eine plastikfreie Zahnbürste in Plastik zu verpacken. Danke für Deinen Zwischenbericht! Das mit dem Ketchup gefällt mir! (Allerdings kommt es sicher aus einer Plastikflasche oder einem großen Plastikeimer umgefüllt. Aber deutlich besser als diese Miniplastikbriefchen!)

    lg
    Maria

    • Maria, ich denke, das Ketchup kommt sicherlich aus einem großen. plastikeimer- aber da es in. Gläschen abgefüllt ist, gehe ich davon aus, dass es ein große Kübel ist – denn wer macht sich. Die Mühe, aus den kleinen Fläschchen das. Ganze in ein kleines Glas zu drücken… und es ist auf jeden Fall ein. Anfang! Perfekt wäre natürlich ein Pfandeimer! Aber soweit sind wir leider noch lange nicht! Immerhin keine kleinen Tütchen! Und die Gläser werden ja sicherlich wiederbefüllt, die Portionen waren so bemessen, dass nicht massig übrig bleibt… ein Anfang auf jeden Fall!:-)
      Viele Grüße

      • Nein, keine Sorge:-) Ich würde mir ja wünschen, es wäre in Pfandgläsern…. ich weiß auch gar nicht, ob das Gewichtsmäßig weniger ist so ein Plastikeimer oder viele Tütchen…aber der Eimer wird wohl eher recycelt, die Tütchen landen vmtl. Direkt im Rest Müll… Aber du hast recht, wichtig ist auch daran zu denken, wo die Dinge im großen verpackt herkommen..
        Viele Grüße

  3. Sehr coole Aktion vom Zwergenpapa!
    Das mit den Strohhalmen ist mir auch schon oft passiert – ich hab’s nämlich noch nie geschafft, bei der Bestellung dran zu denken. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister.
    Auf, in Woche 2!
    LG Zora

    • Oh, diese Zahnbürste kannte ich noch gar nicht! Muss ich mal ausprobieren! Das mit den. zahnbürsten wird auch so eine persönliche Odyssee… gibt demnächst mal nen eigenen Post.
      Danke schon. Mal für den Tip!

      • Ja, das ist wirklich ein Thema für sich. Ich wollte eigentlich eine mit Naturborsten bestellen, aber meine Freundin, die Zahnarzthelferin ist, sagt, dass das nicht gut ist, weil die Borsten alle von innen hohl sind – da sammeln sich dann Bakterien.

  4. Nee, echt. Des mit der plastikfreien Zahnbürste in Plastik verpackt is wieder mal typisch! Solche Beispiele gibts leider viel zu viele. Da fragt man sich doch echt, ob die auf halben Weg einfach das Denken abschalten?

    Trotzdem is schon mal das Plastik der Zahnbürste selber gespart. (Und die Borsten? Aus was sind die eigentlich?)

    Es ist echt nicht einfach, auf Plastik zu verzichten. Aber der erste Schritt ist schon gemacht, wenn man überhaupt erst einmal das _Bewusstsein_ dafür bekommen, dass wir eben vollkommen in Plastik gehüllt sind.

  5. Die Zahnbürsten aus Holz, in Plastik verpackt, finde ich auch merkwürdig – oder ist es vielleicht Bioplastik oder ähnliches?

    Es gibt so viele Stolpersteine, da verliert man schnell den Überblick! 🙂

    • Vielen Dank für den Link! Ich habe mich bisher nur an Sonnenschutz für zu hause gewagt. Die Sonnencreme war für den Kindergarten- da muss es schnell gehen und ich will es der Zwergin nicht zumuten, sich von Kindern und Erzieherinnen rechtfertigen zu müssen, wenn die Creme nicht in her Tube ist wie bei den anderen und nie andere Konsiszenz hat… aber du hast recht, sollte ich endlich auch angehen!
      Viele Grüße

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