Erinnerungsstücke

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Vor einiger Zeit ist mein Onkel gestorben und wir mussten seinen Haushalt auflösen. Er war noch vor dem Krieg geboren und deshalb war es für ihn und seine Frau selbstverständlich, Dinge nicht einfach wegzuwerfen, sondern zu reparieren, zu ändern oder irgendwie weiter zu verwenden. Der Haushalt entpuppte sich als ein wahres Paradies in Sachen plastikfrei und upcycling. Ich habe viele Dinge geerbt, mit denen der Rest der Familie nichts anzufangen wusste…
Ich war allerdings wirklich schwer beeindruckt von der Kreativität und dem Erfindungsreichtum, mit dem die beiden Küchenutensilien, Werkzeuge, Gartengeräte und vieles andere wieder funktionstüchtig gemacht haben!
Eine tolle Sache möchte ich gerne zeigen: meine NEUE Gartenschaufel!
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Meistens haben die Dinger ja einen Plastikgriff oder sind nicht gerade stabil, und mir ist bereits mehr als einmal eine Schaufel am Griff umgebogen und irgendwann abgebrochen… für mich bisher immer ein Grund, das Ding zu entsorgen! Nicht aber für meinen Onkel! Liebevoll hat dieser abgebrochene Stiel einen neuen Griff bekommen – aus einem alten Metallstück, das wohl selbst schon lange nicht mehr zu gebrauchen war. Die beiden Teile wurden mit Schraube und Mutter miteinander verbunden und sind nun sehr stabil und belastbar! Ich war zuerst etwas skeptisch, aber der Stiel liegt gut in der Hand und ich kann mit dieser Schaufel sehr gut arbeiten!
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Eine tolle Idee und ein wunderbares Erinnerungsstück an meinen Onkel, denn diese alte Schaufel wird mich wohl noch viele Jahre begleiten.

Und weil ich diese Schaufel nach wie vor einfach klasse finde, habe ich den Beitrag nocheinmal aus dem Archiv gekramt und mit der Blogparty von Maria von Widerstand ist zweckmäßig verlinkt:
https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/03/01/fix-it-reparieren-ist-nachhaltig-marz/

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  1. Mir geht es gerade ähnlich. Wir sind noch immer dabei, den Haushalt meiner verstorbenen Oma aufzulösen. Ein Großteil meiner Familie kann mit den Sachen nichts anfangen, obwohl richtige Raritäten und Kultstücke dabei sind. Ich erfreue mich eher am 100 jahre alten Buffetschrank, Porzelan-Zuckerdosen und ähnlichem. Aber meine Schwester näht seit einiger Zeit richtig coole Kleidung für unsere Kleinen aus alter Bettwäsche und Tischdecken meiner Oma. Die würde Augen machen…

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