Plastikfreier Juli IV

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Der Juli ist fast vorbei, und damit auch mein plastikfreier Monat. Diese Woche war eigentlich fast plastikfrei, allerdings auch deswegen, weil ich einfach manche Dinge nicht gekauft habe, die dann in nächster Zeit anfallen, wie zB. Apfelessig.
Einige Herausforderungen barg diese Woche auch noch. So hatte ich Geburtstag und die Zwergin war auf zwei Kindergeburtstagen eingeladen. Sowohl meinen als auch die Kindergeburtstage haben wir gut hinter uns gebracht, und bis auf ein paar Streifen Tesa war mein Geburtstag dann auch plastikfrei. Für die Kindergeschenke hat sich die Zwergin wirklich Gedanken gemacht und einiges wieder weggelegt, weil sie mit der Verpackung nicht zufrieden war. Letztendlich wurde es dann eine Blumenpresse. So eine hat die Zwergin auch, und sie ist im Jahreslauf ständig damit beschäftigt, Blumen, Blätter, Blüten und Knospen zu pressen und daraus Bilder zu kleben. Dazu gab es ein Blumenmalbuch.
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Beim zweiten Geschenk hat sich die Zwergin dazu entschieden, eine ihrer beiden Puppenhausküchen her zugeben, da sie ja nur eine braucht und die Freundin keine hat. Diese Idee hatte die Zwergin selbst, und ich bin wirklich stolz auf sie, dass sie etwas aus ihrem Besitz hergeben möchte, anstatt etwas neues zu kaufen. Diese Küche hat sie zu ihrem Geburtstag doppelt bekommen, dann sind aber beide in das Puppenhaus gewandert und seitdem werden auch fleißig beide bespielt! Da wir wussten, dass diese Familie selbst großen Wert darauf legt, nicht willkürliche etwas zu kaufen, das nicht gebraucht wird und ich das Geschenk mit der Mutter abgesprochen habe, eine tolle Sache.
An einer Sache sind wir dann allerdings kläglich gescheitert: einem Fahrradschlauch- Reparaturset. Diese Dinger gibt es leider nur in Einweg- plastikkistchen. Da wir den Reifen aber schnell reparieren mussten und nicht warten konnten, bis der Juli vorbei ist, mussten wir da also durch. Der benachbarte Fahrradladen hat allerdings herausgefunden, dass es Flicken und Kleber wohl tatsächlich einzeln gibt und mir zugesichert, dass er mir das in Zukunft mit etwas Vorlauf besorgen kann. In einem Spielwarenladen wurde ich dann noch zufällig fündig: Ein Reparaturset in der Metallbox! Sehr hübsch gestaltet enthält diese Box das gleiche wie ihre Plastikkollegen, kann aber in Zukunft wieder aufgefüllt werden, wenn ich die Flicken einzeln bekomme. Ein zumindest akzeptabler Kompromis für zukünftige platte Reifen.
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Eine tolle Sache, die ich diese Woche entdeckt habe ist sind diverse FB-Gruppen: Free your stuff oder… verschenkt. Hier werden für die jeweilige Stadt Dinge eingestellt, die man selbst abgeben möchte. Jemand, der damit noch etwas anfangen kann, holt es dann ab. Ich habe im Laufe dieser Woche viele Dinge verschenkt, die seit langem bei uns im Keller oder Dachboden herumliegen. Jedes abgeholte Teil war erleichternd, gleichzeitig hatte ich ein gutes Gefühl, da ich die Dinge nicht entsorgt habe, sondern jemand sie noch gebrauchen konnte. Auf diese Art konnte ich auch mehrere Holzspielsachen, Hosen für den Zwerg, zwei schöne Kindergläser und etwas Campinggeschirr aus Edelstahl ergattern, bis auf die Tüte in der die Hosen steckten komplett plastikfrei.
Alles in allem war die Woche tatsächlich ziemlich plastikfrei, und rückblickend stelle ich fest, dass ich zwar nicht die 0 geschafft habe, dafür aber diesen Monat sehr erfolgreich einige Probleme angegangen habe, die schon lange auf eine Lösung warten.
Insgesamt bin ich zwar etwas enttäuscht darüber, wie wenig sich mein Umfeld mit meiner Challenge beschäftigt hat (Schokoriegel wurden z.b. aufgerissen und ausgepackt mit dem Kommentar jetzt seien sie plastikfrei…) allerdings habe ich auch zwei Freundinnen dazu gebracht, darüber nachzudenken, und beide haben sich bei mir nach Tips und Möglichkeiten zur Plastikvermeidung erkundigt.
Mein plastikfreier Juli hat also einige langfristige Änderungen gebracht, viele Gedanken und Situationen, in denen ich mich noch einmal bewusst mit der Thematik auseinandersetzen musste, und einen tollen Austausch durch die vielen Blogs und Gedanken in vielen plastikfreien Gruppen, die alle an denselben Problemen getüftelt haben. Und wie so oft hat sich gezeigt, dass viele Köpfe gemeinsam besser denken, und ich nicht alleine da stehe mit meiner Mission:-)

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  1. Da gratulier ich ganz herzlich! Wg. Tesa, da verwende ich stattdessen Paketklebeband aus Papier. Ok, das ist braun, aber bei den meisten Klebearbeiten (z.B. Geschenkverpackungen) kann man das Band mit der Klebeseite nach außen zu einem Ring zusammenkleben und so anbringen, dass das Papier zusammenhält und nix sichtbar ist.

  2. Dankeschön;-) Ich verwende beim Geschenkeeinpacken fast keinen tesa mehr, aber diese Geschenke waren für mich, und das will ich meinen Gästen dann nicht zumuten, dass sie darauf auch noch Jahren müssen… es war ja sowieso schon fast plastikfrei, und alle haben sich Gedanken gemacht:-)
    Viele Grüße

  3. Nachdem ich ja immer noch an meiner Großchallenge basteln Haus ausmüllen, ohne alles einfach nur wegzuwerfen – kannst du evtl. einen passenden Link geben? Jenseits von FB vielleicht, da ich dort nicht aktiv bin. Wäre toll. 🙂

    • Jenseits von FB war ich bisher leider wenig erfolgreich:-) aber vielleicht klappts in deiner Region besser. Versuchs mal hier http://www.de.freecycle.org/, auch ebä Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel.de kann man Dinge zu verschenken einstellen. Allerdings klappt das genze erst, seit ich die FB Gruppen entdeckt habe (bin da auch erst seit ein paar. Wochen) – dafùr hat es sich fast rentiert:-) … spätestens am nächsten Tag sind die Sachen weg und jemand. Anders freut sich darüber! Genial!
      Viele Grüßė

  4. Hoho, diese Schokoriegelaktion ist ja echt bitter…
    Aber abgesehen davon klingt es doch nach einem guten Monat! Es geht ja hauptsächlich drum, das eigene Verhalten zu reflektieren und zu verändern und da hast du ja ganz gut vorgelegt. Und das Schöne an der Challenge ist ja auch, dass man danach nicht mehr zum status quo ante zurück will, sondern vieles einfach beibehält und sich so selbst auf eine neue Plastikvermeidungsebene bringt.
    LG Zora

    • Ja, dafür. War der Monat klasse! Ich habe vieles neu ausprobiert und bin überrascht, wie viel doch noch ging… und bin nun echt heiß auf die. Null!!! 😉 Ich bleibe dran! Und wie du sagst, jetzt starten wir. Von einer neuen Ebene aus!
      viele Grüße und auf einen weiteren Monat voller tollem Austausch! Danke für die tollen Tips und Anregungen

  5. Hallo Zwergenmama!

    Ich finde es ja urgenial, dass Du selbst für das Fahrradreparaturset eine Lösung gefunden hast!

    Toll, dass Du den Juli auch gleichzeitig zum Entrümpeln genützt hast.

    Gelernt haben wir alle viel denke ich, herzlichen Glückwünsch!

    lg
    Maria

    • Hallo, ja, war ein sehr interessanter Monat! Zwar eben nicht die 0, dafür aber vieles andere zufällig geschafft! Ist aber auch was ganz anderes, ob man allein vor sich hinwerkelt, oder ob ihr alle mit dabei seid und jeder jeden inspiriert…
      Viele Grüße

      • Hallo Zwergenmama!

        Ja das stimmt schon, wenn man so eine Challenge unter den Augen der „Öffentlichkeit“ und mit anderen gemeinsam macht, dann hat das schon noch einmal eine andere Qualität!

        Schön, dass wir diesen Weg gemeinsam gegangen sind!

        lg
        Maria

  6. Pingback: plastic free july – ein Rückblick | widerstandistzweckmaessig

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