Ringelblumen

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Bereits vor einiger Zeit habe ich die ersten Ringelblumen geerntet und verarbeitet. Da ich dieses Jahr aber wirklich viele hatte und die Blumen bis in den späten Herbst blühen, habe ich noch eine zweite Runde eingelegt und Nachschub für unseren Ringelblumensalbenvorrat hergestellt.
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Ich benütze Ringelblumensalbe sehr gerne für raue Haut, Hände und Lippen. Sie hilft auf kleinen Wunden und tut gut auf wunden Windelpopos.
Da ich immer wieder gelesen habe, dass evtl. auftretende Allergien gegen Ringelblumen nur durch den Blütenkelch ausgelöst werden, verarbeite ich grundsätzlich nur die Blütenblätter, prinzipiel kann aber die ganze Blüte verwendet werden.
Für ein Glas Ringelblumensalbe braucht man ca. zwei Handvoll Ringelblumenblütenblätter. Diese kommen in einen Topf und werden dann mit Olivenöl übergossen, bis alle Blütenblätter bedeckt sind.
Das Öl wird langsam erhitzt, sollte aber nicht kochen. Die Blüten und das Öl 30 Minuten bei leichter Hitze ziehen lassen. Nach 30 Minuten werden die Blütenblätter durch ein Sieb abgegossen. Im Öl werden jetzt Bienenwachsplättchen langsam geschmolzen. Faustregel hierfür ist in etwas ein Esslöffel Bienenwachs auf eine Tasse Öl.
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Zusätzlich kann auch etwas Kokosöl mit verarbeitet werden, das macht die Salbe geschmeidiger und streichfähiger. Je mehr Bienenwachs eingearbeitet wird, umso fester wird die Salbe. Zum Schluss wird die flüssige Salbe in kleine Gläser oder Tiegel gegossen, verschlossen und muss noch abkühlen… fertig.
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Zusätzlich zur Salbe habe ich Ringelblumentinktur hergestellt. Dazu werden ebenfalls ca zwei Handvoll Blütenblätter in eine Weithalsflasche gegeben und mit Doppelkorn übergossen. Der Alkohol muss nun 3-4 Wochen an einem hellen und warmen Platz stehen. Dabei nimmt die Flüssigkeit eine goldgelbe Färbung an. Nach der Zeit werden ebenfalls die Blütenblätter abgesiebt und die Tinktur wird in dunkle Flaschen umgefüllt. Ringelblumentinktur eignet sich ebenfalls gut für die äußerliche Behandlung von Hautbeschwerden und kleinen Verletzungen.
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Die übrigen Blütenblätter habe ich zum Trocknen ausgelegt für Tee und Badezusätze.
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  1. Ach interessant, es gibt echt ganz unterschiedliche Angaben zu den Ziehzeiten. Das Verhältnis von Wachs zu Öl find ich echt hilfreich, ich hab nämlich einfach alles zusammengeschmissen und musste dann nachjustieren. Jetzt hab ich wenigstens mal einen Orientierungspunkt.
    Fröhliches schmieren!
    LG Zora

    • Lustig, ja! Ich suche auch immernoch nach Begründungen für die eine oder andere Ziehzeit… das Rezept hier ist das, das ich von meiner Oma überliefert bekommen habe. Aber es gibt sooo viele verschiedene Varianten!
      Viele Grüße

  2. Heuer hatte ich mein erstes Gartenjahr und wollte auch Ringelblumen anbauen, finde gerade mit Familie, ein sehr praktisches „Kraut“. Leider war der Ertrag mehr als Bescheiden. Ich hoffe es klappt im nächsten Jahr besser, da werd ich mir deine Rezepte gleich vormerken.

    Danke!

    Liebe Grüße,
    Birgit

    • Wor hatten auch das erste Jahr unseren Garten. bisher sind meine Ringel im kleinen Garten nie was geworden… dieses Jahr sind sie noch von der alten Dame gepflanzt, deren Garten wir übernommen haben… vmtl haben sie sich jedes Jahr wieder neu ausgesät! War fast eine Plage… so leid es mir u sie tat, ich konnte gar nicht alle verarbeiten und habe seit deem Frühjahr immer wieder Massenweise ausgedünnt… Ich hoffe, sie vergeben mir und kommen nächstes Jahr auch wieder 🙂 Viele Grüße

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