Archiv für den Monat November 2014

Adventskalender mal anders

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Dieses Jahr habe ich mir einen großen Wunsch erfüllt und eine Art Adventsweg gebaut.
In einen dicken Ast wurden 24 Löcher mit dem Durchmesser von Christbaumkerzen gebohrt. Jedes der Löcher ist nun mit einer Kerze bestückt und jeden Tag im Dezember wird eine Kerze bis Weihnachten angezündet. Nebenher reitet Maria jeden Tag ein Stückchen weiter zur Krippe.
Die Zwergin ist schon ganz gespannt und kann es kaum noch erwarten, dass es endlich los geht.
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Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer Blogparade Praktisch. Plastikfrei. Leben teil.

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Plastikfreies Kinderzimmer

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Gerade im Kinderzimmer türmen sich häufig wahre Plastikberge auf. Die Kleinen sind überall umgeben von den bunten Plastikdingen und manche Sachen werden tatsächlich auch gerne und ausgiebig bespielt.
Zu den Dingen, die wohl jedes Kind gern bespielt, gehören Tierfiguren. Die gibt es zu Hauf von diversen Anbieten von Billig bis Teuer in allen Größen und Farben.
Gerade hier lege ich aber großen Wert darauf, dass die Figuren plastikfrei sind da beide Zwerge ihre Tiere wirklich häufig in der Hand halten und gerne auch mal in den Mund stecken.
Leider sind hochwertige Holzfiguren auch nicht gerade billig, jedoch finden sich auf fast jedem Flohmarkt Tiere, die man dann zwar auch nicht hinterhergeworfen bekommt‘ deren Preis aber angemessen und im Vergleich zu diversen Marken- Plastik- Tieren auch nicht höher ist.
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Die meisten unserer Tiere stammen tatsächlich vom Flohmarkt, wobei wir auch das große Glück hatten, eine Zeitlang in der Nähe des Holztiger- Lagerverkaufs zu wohnen- dort gab es immer Figuren zweiter Wahl für wenig Geld oder „Verletzte“, die wir gegen das Versprechen mitnehmen durften, sie gesund zu pflegen. So tummeln sich bei u ns Vögel mit gestutzem Schnabel, Tiere mit gestutzem Gehörn oder Elefanten mit zu kurzem Rüssel… alles Tiere, die beim Verarbeiten kaputt gingen und nicht mehr verkauft werden konnten, aber mit ein bischen Sägen und Schleifen wunderbar verarztet werden konnten. Auch Ostheimer soll übrigens einen tollen Fabrikverkauf haben.
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Hin und wieder findet auch ein Tier von einem Kunsthandwerkermarkt zu uns, und viele Figuren sind selbst gemacht, wie z.B. die Schlittenhunde der Zwergin:
https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/03/17/holztiere-diy/
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Zu einem ordentlichen Bauernhof oder Zoo gehören aber nicht nur die Tiere, sondern eben auch der Bauernhof und Zäune. Beides hat sich die Zwergin von ihren Opas gewünscht, und beide sind ihrem Wunsch nachgegangen und haben schwer gewerkelt, um das Gewünscht zu bauen: Der Stall ist nun seit fast 3 Jahren im Dauereinsatz, er wird immer wieder umfunktioniert. Mal Bauernhof, mal Puppenstube, zu Weihnachten der Stall, je nachdem, was gerade gebraucht wird.
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https://gruenezwerge.wordpress.com/2013/12/24/frohe-weihnachten/
Das neueste Werk des anderen Zwergenopas sind ein Satz Zäune, die einzeln gestellt werden können, je nachdem, wie sie gerade gebraucht werden.
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Was lange währt…

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Seit langem wünscht sich die Zwergin einen Puppenhochstuhl. Und gemeinsam haben wir schon viele viele Flohmärkte durchforstet auf der Suche nach einem schönen Hochstuhl, der nicht aus Plastik ist.
Fast habe ich die Hoffnung schon aufgegeben und mich damit abgefunden, für Weihnachten etwas Neues zu kaufen, als uns dieses Schmuckstück zwischen die Finger geriet!
Zwar brauchte der Stuhl eine Komplettreinigung und ein bischen Leim, dafür erstraht er nun in seinem ganzen Glanz im Kinderzimmer! Und für 3€ konnte sich eine überglückliche Zwergin das gute Stück sogar direkt vom Ersparten kaufen.
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Und weil die stolze Puppenmami noch einiges anderes für die Puppe brauchte, habe ich mich direkt an die Nadel gesetzt und versucht, die dringendsten Wünsche zu erfüllen. Jetzt kann die Puppe also in ihren wohlverdienten Puppenurlaub fahren und ist dabei gut versorgt mit Lippenstift, Sonnencreme und Creme, denn ihre Koffer sind von der Zwergin sicherheitshalber schon mal gepackt! Zum Campen in die Sonne solls gehen 😉
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Martinsgans

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Gerade um die Martinszeit finde ich Kerzenlicht immer sehr angenehm. Und so haben wir kleine Martinslichter für den Abendtisch gebastelt.
Ich habe auf braunes Tonpapier die Umrisse von Gänsen gemalt und die Zwerge haben sie ausgeschnitten und anschließend gansmäßig mit Wachsmalkreiden bemalt.
Nach dem Bemalen haben wir auf den Körper den Umriss eines Teelichtes aufgezeichnet und den Kreis ausgeschnitten.
Zuletzt haben die Zwerge die Gans über das Teelicht gestülpt. Geht schnell und wirkt toll als Tischdeko.
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Sonne, Mond und Kerzenlicht

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Morgen ist St. Martin. Überall werden dann Kinder mit ihren Martinslaternen zu den Laternenumzügen gehen- und überall werden die Plastiklaternen blinken.
Letztes Jahr habe ich beim Umzug voller Entsetzen die Massen an Laternen, gebastelt aus PET- Flaschen betrachtet. Und so gut wie alle Lichter blinkten an bunten Plastikstäben, die Lichter selbst waren daran baumelnde Birnchen oder kleine Plastik- Teelichter.
All dieser Müll kann doch nicht in Martins Sinne gewesen sein, der sich um Arme und Verletzte kümmerte und sich sicherlich auch Gedanken um seine Umwelt gemacht hätte.
Nachdem ich schon geplant hatte, unsere eigenen Laternen zu basteln, kam mir die Erzieherin im Kindergarten zuvor und plante Selbstgebasteltes- aus Papier!
Und auch ihr vorgeschlagenes Innenleben und der Stock waren zu meiner Überraschung plastikfrei! So können wir dieses Jahr also mit offizieller Erlaubnis mit Kerze laufen und müssen nicht gegen die Ansage im Kindergarten argumentieren!
Ja, es gibt sie noch, die Holzstecken, an denen an Draht gehängte Laternen baumeln. Die Kerzen können in der Laterne mit einer metallenen Vorrichtung befestigt werden oder direkt mit aufgetropftem heißem Wachs. Und im Normalfall kann man sowohl Stab als auch Kerzenbefestigung einfach im nächsten Jahr für eine neue Laterne verwenden, während die meisten Plastikvarianten bereits im Laufe des Martinszuges ihren Geist aufgeben.
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Und ja, wir werden morgen dieses gefährliche Wagnis eingehen und mit einer Kerze in der Laterne zum Umzug gehen. Entgegen aller heute gängiger Vorsichtsmaßnahmen bin ich mir sicher, weder die Zwergin noch ein anderes Kind werden dadurch zu Schaden kommen!
In meiner Kindheit bin ich jedes Jahr mit einer mit Kerze bestückten Laterne stolz und sehr vorsichtig zum Umzug gegangen- wie viele andere Kinder auch. Wir wären niemals auf die Idee gekommen, unsere Laternen wie Lassos um uns herumzuschwingen oder sie auf dem Boden zu schleifen… denn dann hätten sie zu brennen begonnen! Wir wussten, wenn wir vorsichtig gehen und die Laterne ruhig halten, dann kann kaum etwas passieren.
Trotzdem brannte tatsächlich mal eine Laterne in meiner direkten Nähe… das Kind ließ sie fallen, der Vater trat sie aus. Klar, schade um die Laterne, aber außer brennendem Papier ist nichts passiert, und ich vermute, auch das Kind hat den kurzen Schreck und die Trauer um die zerstörte Laterne bald überwunden.
Warum also sollten unsere Kinder das morgen nicht auch können? Vorsichtig die Laterne tragen, ohne sie hin und her zu schwenken, während man langsam in der Gruppe gemeinsam Martinslieder singend spazieren geht?
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„Hilf mir, es selbst zu tun“ Dieses Zitat von Maria Montessori passt hier wiedereinmal so wunderbar: wie sonst sollen unsere Kinder Umsicht und Achtsamkeit lernen, wenn wir ihnen nicht zutrauen, dass sie in einer kontrollierbaren „Gefahrensituation“ richtig handeln können?
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Wie sollen Kinder lernen, dass eine Laterne brennen kann, wenn man sie um den Kopf schleudert, wenn innen nur ein Plastiklicht steckt?
Die Zwerge werden morgen also plastikfrei zum Umzug gehen, und ich traue ihnen fest zu, dass sie mit der Verantwortung, eine brennende Kerze zu tragen, umgehen können! Und sollte eine Laterne Feuer fangen, dann werden wir sie austreten, kurz darüber traurig sein und im nächsten Jahr eine neue Laterne basteln.
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Fruchtiges

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Wir hatten dieses Jahr viele Kirschen und Himbeeren. Die Zwerge haben zwar massenweise direkt gegessen, aber zeitweise blieben doch welche übrig. Nachdem der Marmeladenvorrat wieder ausreichend aufgefüllt wurde, habe ich Likör mit den restlichen Früchten angesetzt. Für einige Wochen habe ich immer wieder die Beeren, die übrig blieben, in die Flasche gefüllt.
Zu Beginn habe ich zusätzlich Zitronenmelisse und etwas Ringelblumenblütenblätter mit dazu gegeben, kann aber nicht sagen, ob sich das auf den Geschmack ausgewirkt hat.
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Als Grundrezept habe ich folgendes verwendet:
Pro 500g Früchten je 250g Zucker (Kandiszucker) und 0,75l Korn. Da ich die Früchte nach und nach dazugegeben habe, stimmen die Mengenangaben nicht mehr komplett, sondern wurden von mir dann nach und nach angepasst. Letztendlich wurden es fast 2 Liter Likör aus Kirschen, Himbeeren, Walderbeeren und Schwarzen Johannisbeeren.
Die Flaschen habe ich dann an einen hellen und warmen Platz gestellt und alles in allem 3 Monate ziehen lassen, dabei ca. 8 Wochen in der fertigen Mischung.
Anschließend wurden die Früchte abgesiebt und der fertige Likör in kleine Fläschchen gefüllt.
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Nachdem der Likör fertig war, blieben im Topf fast 2 Kilo in Korn getränkte Früchte übrig. Zu alkoholhaltig, um sie zu essen, aber auch zu schade, um sie zu entsorgen. Also habe ich diese eingelegten Früchte zu Fruchtmus verkocht. Hierfür habe ich auf 1kg Früchte ca. 200g Zucker und den Saft einer Zitrone in einen Topf gegeben, kurz aufkochen lassen und das Ganze dann ca. 15 Min köcheln lassen. Anschließend habe ich das Mus in gut gereinigte Gläser gefüllt.
Mein Mus aus beschwipsten Früchten schmeckt wunderbar aufgewärmt zu Eis, auf Crepes oder Pancakes…
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Und mit den Likörfläschchen und dem Mus habe ich schon einige Weihnachtsgeschenke erledigt:-)

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer Blogparade Praktisch. Plastikfrei. Leben teil.