Archiv für den Monat Januar 2015

Bronzezeit

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Wer mich heute früh beobachtet hätte, hätte sich sicherlich sehr gewundert darüber, warum ich morgens im Dunkeln und bei Eiseskälte mit einem dicken Grinsen die Autoscheiben frei kratze! Und es war tatsächlich das erste Mal, dass ich grinsend Eis kratzte!
Die letzten Jahre habe ich mich allmorgendlich über meine Eiskratzer geärgert, die entweder zu klein, zu unhandlich oder einfach mal wieder kaputt waren. Bis vor einigen Tagen war das auch diesen Winter so. Ich hatte zwar einen Kratzer, mit dem ich die Scheiben recht schnell frei bekam, aber leider war der auch bereits etwas älter, und so bröckelte an der Kratzschiene langsam das Plastik… und jeden Morgen wurden die Streifen breiter, die er nicht mit weg kratzte. Ein neuer aus Plastik kam aber nicht in Frage, und überall war zu lesen, dass nur Plastik das Wahre ist, da Eiskratzer aus Metall die Scheibe beschädigen. Also habe ich tapfer weiter gekratzt, bis ich im Internet auf eine Diskussion stieß, dass Metall zwar die Scheiben beschädigt, aber Bronze hingegen geeignet wäre, da es weicher als Glas ist.
Ein Eiskratzer aus Bronze… einige vereiste Scheiben und einiges mehr an Info dazu später habe ich mich letztendlich dazu durchgerungen, mir so einen zuzulegen. Nicht gerade ein Schnäppchen, und auch nicht gebraucht zu bekommen, aber wenn er hält, was einige Nutzer so eines Kratzers im Netz behaupten, dann wird es auch der letzte gewesen sein, den ich mir zulege.
Nach einer ausgiebigen Suche bin ich bei genau einem Anbieter fündig geworden. Alle anderen Kratzer hatten einen Plastikgriff!
Manufactum hat allerdings einen Bronzekratzer im Sortiment, der einen Griff aus Holz hat. Ein weiterer Pluspunkt: der Kratzer wurde in Deutschland hergestellt.
http://www.manufactum.de/eiskratzer-bronzeklinge-p1459923/?a=40445
Vor ein paar Tagen kam mein Kratzer nun, und heute konnte ich ihn endlich ausprobieren.
Auch wenn er sehr unhandlich aussieht, liegt er gut in der Hand. Er ist sehr stabil und sauber verarbeitet und durch den langen Stiel ist es auch den etwas kleineren wie mir möglich, gut an die komplette Scheibe zu kommen! Der Kratzer selbst hat das Eis mühelos abgekratzt und glitt förmlich über die Scheibe. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich meine Scheibe frei, trotz der dicken Eisschicht, die unter der Schneedecke war..
Ein Holzbesen mit Kokosborsten ist schon seit einigen Jahren im Auto, so dass ich auch das restliche Auto plastikfrei von Schnee und Eis befreien konnte!
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So einfach und doch so genial kann manchmal eine plastikfreie und langlebige Alternative sein:-)

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Jahrestag

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Gruenezwerge gibt es schon mehr als ein Jahr!
Ich habe laaaaange überlegt und darüber nachgedacht, ob ich einen eigenen Blog schreiben sollte oder nicht… und letztendlich habe ich mich dafür entschieden!
Und ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dieser Entscheidung:-) Dieser Blog hat mich immer wieder dazu gebracht, Neues auszuprobieren und ich habe viele tolle Anregungen bekommen.
Und weil ich nun schon 100 Blogeinträge geschafft habe, möchte ich das auch feiern!
Und wie könnte man etwas besser feiern als mit einem Geschenk, das selbst schon ausprobiert und für gut befunden wurde!
Die Zwergin liebt ihre Meerjungfrau ( https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/05/12/noch-mal-davon-gekommen/ ), und auch ihre Freundinnen haben zu diversen Anlässen mittlerweile eine Meerjungfrau bekommen. Immer wieder, wenn sie auf einer Feier eingeladen ist oder ein Geschenk braucht, kommt der Wunsch von ihr, doch eine Meerjungfrau zu häkeln…
Und weil sie soo begeistert von der Dame ist, möchte ich zum 100sten Eintrag eine Meerjungfrau verschenken. Wenn also eine Meerjungfrau bei euch einziehen soll, dann schreibt mir einen kurzen Kommentar, warum sie bei euch gut aufgehoben ist.
Ende der Woche werden wir dann einen Gewinner oder eine Gewinnerin auslosen, die eine Grüenezwerge- Meerjungfrau nach eigenen Farbwünschen bekommt!
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Sooo…
Lange hats dank Erkältung gedauert, aber der Zwerg hat sich als Glücksfee betätigt und einen Namenszettel aus dem Loskörbchen gezogen…

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Glückwunsch, Chrischi, bei dir darf bald eine Meerjungfrau einziehen!

Schnullerfrei

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Der Babyzwerg hat keinen Schnuller!
Fast kann ich die Entrüstungsschreie durch die Weiten des Internet hören! Immer wieder muss ich erklären, dass mein Baby keinen Schnuller hat und dass er ein glückliches Baby ist.. Scheinbar können Babys in unsere Gesellschaft nicht ohne Schnuller aufwachsen. Bei der Rückbildung verursachte diese Tatsache wöchentlich Diskussionen. Spätestens wenn der Babyzwerg weint, wissen alle: das liegt am fehlenden Schnuller!
Nur warum ist das so? Was haben Babys denn gemacht, bevor der Plastikpfropf erfunden wurde?
Am Anfang meines Mamadaseins dachte ich auch, es geht nicht ohne. Ich war zutiefst enttäuscht, dass diese Dinger aus Plastik sind und ich so etwas meinem Baby in den Mund stecken muss, aber ich habe brav den ersten Schnuller der Zwergin gekauft. Die Zwergin fing an zu würgen und hat das Ding im hohen Bogen ausgespuckt. Da sie aber die ersten Wochen eher ein schlecht zu beruhigendes Baby war, glaubte ich all den Ratschlägen und versuchte es mit diversen Formen und Varianten des Plastikstöpsels… immer mit dem gleichen Ergebnis! Die Zwergin hatte ein Lieblingsspielzeug, das ausgiebig benuckelt wurde, aber der Schnuller verursachte jedes mal Würgereize. Soviel dazu! Trotz aller Ratschläge haben wir aufgehört, ihr das Ding in den Mund zu stecken.
Die Zwergin fing sehr früh an zu reden und ist bis heute sprachlich sehr weit. Ob das am fehlenden Schnuller liegt, kann ich nicht sagen, aber ohne Zweifel hat sie viel Zeit gehabt, das Sprechen zu üben, während andere in ihrem Alter damit beschäftigt waren, am Plastikpfropf zu saugen.
Nach den Erfahrungen mit der Zwergin und einiges an Selbstbewusstsein in der Kindererziehung weiter, entschieden wir uns ganz gegen den Schnuller für den Babyzwerg. Allerdings machte er uns die Sache schwerer. Er ist ein extremes Nuckelbaby. Klar, ich stille, aber auch das geht nicht immer.
Der Zwerg spricht kaum, und wenn es nach ihm gehen würde, würde er die Zeit, die er zum Sprechen nützen könnte, wohl eher mit Nuckeln verbringen:-) Aber trotz allem haben wir es auch hier weiter ohne versucht und trotz seinem teils gerade Nachts sehr starken Nuckelbedürfniss, das mich viele schlaflose Stunden gekostet hat, habe ich nicht das Gefühl, dass ihm wirklich etwas fehlt oder er sich nicht altersgemäß entwickelt.
Wir haben einige Zeit gebraucht, um für ihn das passende Nuckelteil zu finden. Die selbst genähte Giraffe ist aus Baumwollstoff und sehr fest mit Schurwolle ausgestopft. An den Beinen wird fest herumgekaut, der lange Hals ist perfekt zum Greifen und die Schnauze wird ausgiebigst benuckelt.
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Und so hat, ganz zum Entsetzen der Rückbildungshebamme und vielen anderen, unser Zwerg keinen Schnuller! Und es geht ihm sehr gut dabei:-)
Und wenn es denn dann kein Nuckeltier sondern wirklich ein Schnuller sein soll, gibt es tolle Schnuller aus Naturkautschuk!

Etwas höher bitte

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Die Zwergin hat vor einiger Zeit ihren geliebten Triptrap an den Zwerg weitergegeben. Da wir keinen zweiten Stuhl besorgen wollten und auch auf dem Flohmarkt nichts passendes fanden, hatten wir die Idee, ein hohes Kissen zu nehmen, mit dem die Zwergin einfach neben mir auf der Bank sitzen kann.
Zwar täte es ein normales Kissen auch, aber um die richtige Höhe zu haben, hätten wir mindestens zwei Kissen übereinander legen müssen, und dann wäre das ganze rutschig geworden. Damit die Zwergin gut und sicher sitzen kann, haben wir also nach einem etwas dickeren und stabilen Kissen gesucht. Fündig sind wir dann zufällig auf dem Markt geworden: bei einem selbstgenähten Yoga- Sitzkissen, das mit Dinkel gefüllt ist. Der Dinkelspreu kann jederzeit nachgefüllt werden, wenn das Kissen zu plattgesessen ist, und wir konnten es nach eigenen Bedürfnissen so fest füllen, dass es für die Zwergin passend war.
Das Kissen selbst ist aus festen Stoffresten genäht und mit einem kleinen Reißverschluss auf der Unterseite leicht zu befüllen.
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Die Zwergin ist total begeistert von ihrem Kissen, das im Gegensatz zu vielen anderen Sitzerhöhungen oder Hochstühlen komplett ohne Plastikfüllung oder Kunststoffschnickschnack auskommt.
Und wenn wir mehr Platz brauchen, ist es schnell zur Seite geschoben, oder wir rutschen mitsamt Kissen zusammen, und kein Stuhl steht im Weg herum.

Alles in Butter

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Im Sommer hat uns beim Campen ein Waschbär das Oberteil unserer zwar ungeliebten aber doch recht praktischen Buttertupper geklaut. Schon lange habe ich mit dem Plan, sie zu ersetzen, gespielt, aber da die alte noch voll funktionstüchtig war… nun fehlte also die Hälfte, und es stand auch nicht zur Debatte, das Oberteil nachzukaufen.
Seitdem lag unsere Butter einfach im Papier im Kühlschrank. Es gibt zwar viele verschiedene plastikfreie Butterdosen, aber nach ausgiebiger Suche hat mich eine spezielle besonders angesprochen- eine sogenannte bergische Butterdose.
In eine innere Schale, die umgedreht gleichzeitig als Deckel fungiert, wird die Butter gedrückt. In die äußere Schale kommt Wasser. Wenn die Butter nicht gebraucht wird, wird sie in die Schale mit Wasser gestülpt und auf diese Art soll die Butter auch außerhalb des Kühlschrankes frisch bleiben.
Also habe ich auf jedem Kunsthandwerkermarkt Ausschau gehalten nach so einer Butterdose, leider ohne Erfolg.
Und dann bin ich kurz vor Weihnachten auf einem Flohmarkt fündig geworden.
Seit nun bald einem Monat ist sie in Gebrauch, und ich bin begeistert!
Die Butter steht seitdem auf dem Tisch, nicht im Kühlschrank, und bisher ist tatsächlich nichts schlecht geworden… mal sehen, was der Sommer da so bringt! Die neue Dose sieht toll auf dem Tisch aus, die Butter ist immer schön streichfähig, und ich kann sogar meine schönen hölzernen Buttermesser verwenden, die ich von einem früheren Aufenthalt in Afrika mitgebracht habe…. bisher also eine rundum gute Investition!
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Abschied

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Vor ein paar Wochen ist mein Papa gestorben.
Einfach so… ohne Anzeichen, ohne Krankheit. In der Früh hat das Telefon geklingelt, und meine Mama sagte mir, ich solle schnell kommen, der Notarzt versucht ihn gerade wiederzubeleben…
Ich kam gerade an, als der Notarzt kopfschüttelnd das Schlafzimmer meiner Eltern verließ.
Plötzlich, einfach so blieb sein Herz stehen. Seine Zeit war wohl abgelaufen.
Es ist einfach seltsam ohne ihn! Er fehlt bei allem, was ich so tue! Er hat mir so viel beigebracht! Viele meiner Werte habe ich von meinem Papa! Er hat mich immer daran erinnert, dass alle Menschen gleich sind und jeder eine Chance verdient hat! Und er war immer für mich da, wenn ich ihn brauchte….
Die Zwerge lieben ihren Opa! Besonders der Zwerg hat vom Tag seiner Geburt einen ganz besonderen Draht zu ihm! Die beiden verstanden sich immer ohne Worte, nur durch einen Blick! Beeindruckend, zuzuschauen, wie sie stundenlang nur da sitzen und ihre Gegenwart genießen konnten!
Und plötzlich ist alles anders!
Da er so plötzlich starb, hatten wir uns natürlich vorher auch keine Gedanken darüber gemacht, wie die Beerdigung wohl ablaufen könne.
Und für viele Dinge blieb auch einfach keine Zeit, um zu recherchieren und Alternativen zu finden. Und dann hatte ich auch einfach nicht den Kopf dafür, mich z.B. über Särge zu informieren.
Trotz allem gab es aber einiges, das zu erledigen war und für das ich Alternativen gefunden habe.
So haben wir kein neues Kreuz für das Grab gekauft, sondern das von meiner Tante bekommen. Nachdem später einmal der Grabstein steht, wird das Kreuz nicht mehr gebraucht, und nachdem man es kaufen muss, steht das bei älteren Leuten oft noch irgendwo herum. Meine Tante hat uns nun also ihres angeboten, und ich finde den Gedanken sehr schön, nicht jedes mal ein neues zu kaufen, sondern das Holzkreuz von einer geliebten Person zur nächsten weiterzugeben.
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Statt dem schwarzen Polyesterschal, der meistens über das Kreuz gehängt wird, haben wir einen Kranz gebunden, den wir um das Kreuz herum gewunden haben. Zur Beerdigung noch herbstlich mit Kastanien, zum Advent habe ich dann einen mit Hagebutten daran gebunden.
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Die üblichen Trauergestecke mit den bedruckten Plastikschärpe kamen für mich nicht in Frage. Hier hat mir unsere Floristin weitergeholfen und mir große Blätter besorgt, die ich mit Goldstift beschriftet habe. Auf diese Art war nicht nur Platz für all unsere Namen, sondern auch für zwei Sprüche, die uns wichtig waren, so z.B ein Zitat aus dem Kleinen Prinz, einem der Lieblingsbücher meines Papas.
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Der Blumenschmuck selbst war eine bepflanzte Keramikschale, die immernoch steht, während der Kranz, der gebracht wurde schon längst verblüht und weggeräumt ist.
Die Blätter haben den Herbst und die ersten Frostnächte super überstanden, nach wie vor ist die Goldschrift super zu lesen, während die Blätter selbst in Würde altern und einfach ihre Farbe von dunklem Grün hin zu rotbrau geändert haben. Nach und nach fangen sie nun an, zu schrumpeln und bekommen braune Stellen, aber auch nach drei Monaten sind sie noch schön anzuschauen.
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Für die Beerdigung wollte die Zwergin eine Kerze machen, die in der Kirche und im Anschluss zu Hause brannte. Hierfür haben wir Wachsreste verwendet, die wir zugeschnitten und teils geknetet auf eine große Kerze geklebt haben. Für die Zwergin war diese gemeinsame Bastelarbeit sehr wichtig, und sie hat sich bewusst für einen Engel als Motiv entschieden, der im Himmel auf den Opa und hier unten auf die Oma aufpassen soll.
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Wir haben die letzten Wochen viel mit reden, weinen und gemeinsamem an den Opa denken verbracht und es ist nicht immer einfach, mit einer 4- jährigen das alles aufzuarbeiten.
Die Zwergin hat viel für den Opa gemalt und gebastelt und bringt das dann regelmäßig aufs Grab. Wichtig war ihr eine herzförmige Blumenschale aus Ton, die sie selbst immer wieder neu bepflanzen kann. Die wird regelmäßig umdekoriert, z.B. mit gemalten Herzen auf dickes Tonpapier, an die wir Schaschlikspieße geklebt haben, damit sie gut in die Schale zu stecken sind. Anstatt einer Schleife hat die Zwergin zwei Muscheln mit den Namen der Zwerge beschrieben und in die Schale gelegt, da der Opa so gerne noch einmal ans Meer wollte…
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Nach wie vor bin ich auch auf der Suche nach einer müllfreien Grablicht- Variante. Momentan bin ich bei großen Lichtern im Glas gelandet, die ich wieder neu befülle, allerdings ist das sehr zeitaufwendig und auf Dauer nicht praktikabel…
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Rodelspaß

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Letzte Woche hatten wir hier vieeel Schnee…. und so auch vieeel Spaß!
Endlich konnten wir einmal wieder ausgiebig mit dem Schlitten spazieren gehen und es war sogar möglich, direkt vom Haus zum Schlittenberg zu laufen, so stark war der Schneefall.
Am Schlittenberg habe ich dann voller Freude festgestellt, dass weit mehr Holzschlitten unterwegs waren als in den Jahren zuvor.
Bisher waren wir ja schon fast eine Ausnahme zwischen all den Plastikdingern, während dieses Mal scheinbar wieder mehr Leute sich des guten alten Holzschlittens besonnen haben.
Ich finde einen Holzschlitten ja wesentlich komfortabler, man sitzt nicht fast auf dem Boden und kommt unten am Berg kaum noch raus aus der Schüssel… So ein Schlitten erfordert meiner Meinung nach auch wesentlich mehr Koordination und Denkleistung, was Bremsen und lenken angeht. Und dann ist er doch wesentlich stabiler als so ein Plastikding, von denen ich leider wieder zwei kaputte in den Büschen neben dem Schlittenberg entdeckt habe.
Besonders toll war dann nach einigen Fahrten die Erkenntnis der Zwergin, dass sie so einen Schlitten auch alleine lenken kann… zum Leidwesen vom Zwergenpapa, da sie ab sofort nicht mehr mit ihm, sondern eben alleine fahren wollte:-)
Der Zwerg saß währenddessen eingekuschelt in seine Schlittenlehne, die wir komplett plastikfrei vor ein paar Jahren am Flohmarkt gekauft hatten und juchzte vor Freude, wenn ich mich vor ihn setzte und langsam den Berg hinunter fuhr.
So ein Bob mag auch seine Vorteile haben, aber unsere alten Schlitten, die dem Zwergenpapa und mir schon als Kind zu vielen lustigen Talfahrten verholfen haben, sind nach wie vor einfach perfekt geeignet, um auch als Familie oder Erwachsene gemeinsam zu rodeln, spazieren zu gehen oder anschließend zum gemütlichen Kinderpunsch darauf auszuruhen.
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Neue Vorsätze

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Ich bin ja eigentlich niemand, der sich Vorsätze fürs neue Jahr fasst… aber da mein letztjähriger Vorsatz mittlerweile so zu uns gehört, habe ich beschlossen, es mit etwas Neuem zu probieren. Wichtig ist mir wieder, dass es kein Zwang wird und aus einem Vorsatz ein fester Bestandteil unseres Alltages werden kann.
In vielen Bereichen unseres Alltages haben wir es bereits geschafft, so gut wie plastikfrei zu werden, aber es gibt auch Bereiche, die ich gerne ausblende und sämtliche Augen zudrücke.
Hierzu gehören Süßigkeiten! Die gibt es ja leider kaum ohne Plastik. Klar, sind die eh nicht gesund, aber hin und wieder essen wir alle gern einmal ein Stück Schokolade, Chips oder Gummibärchen.
Wie beim Plastikfreien Juli schon festgestellt, geht ein Monat doch rasch vorbei und man kann während dieser festgesetzten Zeit auch auf etwas verzichten, ohne sich zu sehr einschränken zu müssen.
Und so haben wir uns also vorgenommen, im Januar keine Süßigkeiten oder Snacks in Plastikverpackung zu kaufen.
Weil es aber gerade nach einem stressigen Tag doch auch einfach mal schön ist, abends gemeinsam etwas zu knabbern, habe ich mein altes Kichererbsenrezept wieder ausgepackt und etwas variiert.
Statt der deftigen Kichererbsen gab es dieses Mal süße.
Ich habe ein Glas Kichererbsen gut abtropfen lassen und anschließend in einer Schale mit einer Sauce aus 2-3Löffeln Kokosnussöl, Zucker und Zimt gut durchgeschwenkt. Anschließend kommen die Erbsen gut auf dem Backblech verteilt für ca. 30 min bei 200 Grad in den Ofen. Abkühlen lassen und schon ist eine leckere Knabberei fertig.
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Das Rezept für die deftigen Kichererbsen gibts hier:
https://gruenezwerge.wordpress.com/2013/12/31/silvesterabend/
Ich hoffe auf viele tolle Ideen und Möglichkeiten, Süßes oder Snacks für Zwischendurch selbst plastikfrei herzustellen. Und vielleicht wird der Verzicht letzlich zu einer weiteren bereichernden Erfahrung:-)
Und weil so etwas gemeisam besser geht, freue ich mich über jeden, der im Januar mit uns auf Plastik- Süßes verzichtet.
Gerne könnt ihr hier auch eure Tips oder Links kommentieren, wenn ihr selbst etwas ausprobiert habt!

Gut vorbereitet!

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Nachdem mich die Sternsinger letztes Jahr ziemlich überrumpelt haben mit ihrem Inschrift- Aufkleber aus Plastik, den sie mir auf den Türrahmen geklebt haben, bin ich dieses Jahr vorbereitet!
Ich habe mir Kreide besorgt, und wenn die Könige dieses Mal vor der Tür stehen, dürfen sie ihre Inschrift entweder ganz oldschool mit Kreide schreiben, oder der diesjährige Segen wird das Haus ohne dazugehörige Inschrift beschützen.
Der Plastikaufkleber, den die Könige letztes Jahr meiner Tür verpasst haben, ist übrigens nicht abzulösen ohne den Lack mit zu entfernen. Auch nach einem Jahr klebt er bombenfest! Schön dass ich also auch weiterhin daran erinnert werde, wie unnütz Plastik manchmal doch sein kann und wie sehr ich aufpassen muss, um nicht in die Plastikfalle zu tappen!
https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/01/03/drei-konige-modern/
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Die Sternsingeraktion an sich finde ich übrigens sehr gut, und ich werde selbstverständlich auch etwas spenden. Jedes Jahr laufen Tausende von Kindern und erwachsenen Helfern für eine gute Sache von Haus zu Haus. Dieses Jahr steht die Aktion unter dem Motto: Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!
http://www.sternsinger.org/sternsingen/sternsingen-2015.html

Schwein gehabt

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Wie auch schon im letzten Jahr habe ich mit der Zwergin wieder Neujahrsschweinchen aus Marzipan gemacht.
Das Marzipan stammt vom Weihnachtsbasar einer Schule in der Nähe und wird dort jedes Jahr handgemacht und dann portionsweise verkauft. Seit ich vor mehr als 10 Jahren das erste Mal dieses Marzipan gegessen habe, mag ich kein anderes mehr, so lecker und natürlich schmeckt es. Da ich es dort immer gleich in Portionen von mehreren 100g kaufen kann, entfällt auch fast der lästige Plastikmüll. Leider ist das Marzipan bereits immer vorverpackt in Frischhaltefolie und es ist nicht möglich, es sich in mitgebrachte Dosen zu füllen, aber die Folie ist wirklich sehr minimal darum herum gewickelt, und für diesen Geschmack drücke ich mal ein Auge zu.
Da wir die letzten Lebensmittelfarben- Reste im Laufe des Jahres aufgebraucht haben und ich noch keine plastikfreie Alternative entdeckt habe, mussten wir etwas experimentieren, um die Schweinchen farbig zu bekommen.
🙂
Und so habe ich also versucht, das Marzipan mit einem Schuss rotem Traubensaft zu färben, den wir gerade offen hatten…. mit mäßigem Erfolg!
Leider verhält sich der flüssige Saft in Verbindung anders als Lebensmittelfarbe, und das Marzipan wurde seeehr klebrig. Wir haben zum Glück rechtzeitig zum Werkeln angefangen und konnten den Klumpen so einfach zwei Tage offen im Kühlschrank „austrocknen“ lassen. Trotzdem wurde die Masse beim Verarbeiten aber wieder sehr klebrig und am Schluss klebte zur Freude der Zwergin noch viel an den Fingern, das dann abgeschleckt werde durfte.
Auch der Traubensaft an sich eignete sich nur bedingt zum färben, dann statt zartrosa Schweinchen haben wir dieses Jahr dunkellila Glücksbringer verschenkt!
Die Zwergin hatte trotzdem ihren Spaß und das Marzipan war wieder seeehr lecker!
Die Augen sind übrigens Zuckerperlen, die es im Supermarkt tatsächlich in plastikfreier Verpackung gibt! Die Firma Ruf hat hier einiges an buntem Zuckerdekor, das man beim Schütteln der Verpackung gut als plastikfrei identifizieren kann.
Ich bin also auch im neuen Jahr weiterhin auf der Suche nach Möglichkeiten, Lebensmittelfarbe plastikfrei zu ersetzen und freue mich über jeden Tip!
In diesem Sinne wünsche ich allen viel Glück im neuen Jahr!
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Und hier gehts zur Bastelanleitung für unsere kugeligen Glücksbringer
https://gruenezwerge.wordpress.com/2013/12/30/glucksschweinchen/