Alles in Butter

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Im Sommer hat uns beim Campen ein Waschbär das Oberteil unserer zwar ungeliebten aber doch recht praktischen Buttertupper geklaut. Schon lange habe ich mit dem Plan, sie zu ersetzen, gespielt, aber da die alte noch voll funktionstüchtig war… nun fehlte also die Hälfte, und es stand auch nicht zur Debatte, das Oberteil nachzukaufen.
Seitdem lag unsere Butter einfach im Papier im Kühlschrank. Es gibt zwar viele verschiedene plastikfreie Butterdosen, aber nach ausgiebiger Suche hat mich eine spezielle besonders angesprochen- eine sogenannte bergische Butterdose.
In eine innere Schale, die umgedreht gleichzeitig als Deckel fungiert, wird die Butter gedrückt. In die äußere Schale kommt Wasser. Wenn die Butter nicht gebraucht wird, wird sie in die Schale mit Wasser gestülpt und auf diese Art soll die Butter auch außerhalb des Kühlschrankes frisch bleiben.
Also habe ich auf jedem Kunsthandwerkermarkt Ausschau gehalten nach so einer Butterdose, leider ohne Erfolg.
Und dann bin ich kurz vor Weihnachten auf einem Flohmarkt fündig geworden.
Seit nun bald einem Monat ist sie in Gebrauch, und ich bin begeistert!
Die Butter steht seitdem auf dem Tisch, nicht im Kühlschrank, und bisher ist tatsächlich nichts schlecht geworden… mal sehen, was der Sommer da so bringt! Die neue Dose sieht toll auf dem Tisch aus, die Butter ist immer schön streichfähig, und ich kann sogar meine schönen hölzernen Buttermesser verwenden, die ich von einem früheren Aufenthalt in Afrika mitgebracht habe…. bisher also eine rundum gute Investition!
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  1. Oh, das ist ja eine interessante Konstruktion! Und schaut wirklich sehr schön aus. Sowas auf dem Flohmarkt zu finden ist ja echt ein Glücksgriff – und man muss wissen, was das für ein obskures Teil ist. Auf die Idee, dass da Wasser und Butter rein gehören, kommt ja sonst wohl keiner. 😉
    LG Zora

  2. Das kannte ich noch gar nicht! Eine sehr interessante Konstruktion. Habe ein wenig nachgegoogelt. Der Weg von Frankreich ist wohl zu weit bis nach Österreich gewesen…

    Ich verwende eine alte Pralinenschale aus Glas, die ich kurzerhand umfunktioniert habe. Ein Foto habe ich mal in einem Beitrag veröffentlicht https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/02/27/meine-plastikfreie-kuche-teil-3/

    Die Glasdose ist so schmal, dass sie ganz oben in die Seitentüre vom Kühlschrank passt und da ist es so warm, dass die Butter auch streichfähig ist. Wir verbrauchen auch ganz wenig Butter, daher ist die kleine Dose perfekt.

    lg
    Maria

  3. Dumme Frage: wie oft muss denn das Wasser gewechselt werden? „Badet“ die Butter dann im Wasser – auf dem Foto sieht es so aus, als wäre das Unterteil ziemlich voll mit Wasser? Ich dachte immer, das muss nur mehr oder weniger bodenbedeckt sein? Würd mich sehr intressieren, das genauer zu erfahren!

    • Das Unterteil ist etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt. wenn man den Butternapf hineinstülpt, hängt sie also im Wasser, wird aber nur an der Unterseite nass, da rundherum ja Keramik ist.. (ist hoffentlich verständlich:-) ) das Wasser wechsle ich alle paar Tage.
      Leider habe ich nirgendwo genaue Angaben gefunden, wieviel Wasser tatsächlich reingehört, aber ich gehe davon aus, dass die Butter tatsächlich mit der offenen Seite unter Wasser muss, um sie frisch zu halten- ansonsten würde ja Luft rankommen und sie würde ranzig werden.
      Viele Grüße, und frag gerne, wenn ich was nicht verständlich erklärt habe:-) .

  4. Dieses Butterfässchen ist super! Wir haben es seit über zwei Jahren und freuen uns jeden Tag daran. Keine Sorge vor sommerlichen Temparaturen – bei uns ist die Butter noch nie ranzig geworden. Meine Eltern haben das Fässchen in der örtlichen Töpferei erstanden und wir haben es wiederum schon mehrfach verschenkt.

      • Dieser Link wäre meine Wahl gewesen wenn ich weiterhin nichts auf dem Markt bekommen hätte:-) und wenn ich mir meinen genau anschaue… da kommt er bestimmt ursprünglich her:-)
        Schön, dass es auch im Sommer funktioniert! Dann kann der Frühling ja kommen! Ich probiere gerade noch meine selbstgemachte Butter darin aus, aber bis jetzt bin ich absolut begeistert!
        Hast du denn dann auch Erfahrung was die Wasserfüllhöhe angeht?
        Viele Grüßė

      • Wir befüllen das Unterteil in etwa zur Hälfte mit Wasser – so dass es gut gefüllt ist, aber nicht überläuft, wenn man das Butterfässchen hineinstellt. Meines Wissens ist gerade das Vakuum unter Wasser für die Haltbarkeit verantwortlich.
        Viele Grüße!

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