Archiv für den Monat Juni 2015

Plastikfreie Vorbereitungen

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Morgen gehts los. Der Plastic free july beginnt.

Wer noch nicht mitmacht, hier gehts schnell zur Anmeldung:

http://www.plasticfreejuly.org/

Die Challenge ist wirklich nicht so wild, wie sie klingt, denn es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen!

Man kann sich für einen Tag, eine Woche oder den gesamten Juli anmelden und entweder verzichtet man auf die Top 4: Tüten, Coffee to go – Becher, Strohhalme und Plastikflaschen, oder man versucht eben, Plastik komplett zu verweigern.

Damit in Zukunft die schönsten Plätze nicht so aussehen, also eine feine Sache, an der jeder zumindest für kurze Zeit teilnehmen und so neue Anregungen und Tips erproben kann.

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Die Top 4 gehören bei uns meist nicht mehr zum zu vermeidenden Plastik. Leider beinhaltet für viele Menschen aber eben genau das Vermeiden dieses alltäglichen Plastiks eine große Umstellung im täglichen Verhalten. Wenn diese Hürde aber geschafft ist, sind die täglichen Müllberge bereits wesentlich kleiner!

Wir trinken Wasser eigentlich nur aus der Leitung, und nur ausnahmsweise in Glasflaschen. Säfte gibt es ebenfalls in Glas-Pfandflaschen, und aus selbstgemachtem Sirup lässt sich ganz einfach ein leckeres Getränk aus Wasser zaubern, wie z.b. hier aus diversen Kräutern aus dem Garten:

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/04/26/unkraut-sirup-2/

Unterwegs haben wir alle immer unsere Edelstahlflaschen dabei. Die gibt es in verschiedenen Größen, so dass wir die benötigte Wassermenge unseren Unternehmungen anpassen können. Bei unseren Flaschen sind sämtliche Verschlüsse mit allen Flaschen untereinander kombinierbar.

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Strohhalme gibt es zu Hause schon lange nicht mehr aus Plastik. Wir haben für den Eigengebrauch tolle Halme aus Glas.

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https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/01/30/kleine-mullvermeider-ll/

Bei besonderen Anlässen bekommt unser Besuch Papierhalme.

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/06/27/sommerlich/

Außer Haus kämpfe ich noch etwas mit der Gewohnheit, immer bei der Bestellung direkt den Strohhalm abzubestellen! Das Bestellen mit zwei Kindern ist manchmal relativ stressig, so dass mir oft erst dann einfällt, ich wollte „Kein Strohhalm!“ dazu sagen, wenn der Kellner mit dem Ding im Glas zurückkommt. Ich hoffe, das werde ich in den nächsten 4 Wochen zur festen Routine einschleifen können. Tatsächlich kosten diese beiden Worte weder zusätzliche Zeit noch Kraft, so dass es auch für jeden möglich ist, bewusst auf seinen Strohhalm im Glas zu verzichten!

Kaffee to go gibt es im Zwergenhaus auch nur im mitgebrachten Becher. Da ich in der Früh oft nicht genügend Zeit habe, meinen Kaffee in Ruhe zu trinken, aber jeden Morgen ein Stück Auto fahren muss, nehme ich mir meinen Kaffee im Isolierten Becher mit. Der Zwergenpapa nimmt ebenfalls jeden Tag einen Kaffe mit auf die Arbeit, um dann den nächsten dort in seinen dann leeren Becher zu füllen. Auch einige Kaffee- to – go – Läden hier im Umkreis haben kein Problem damit, mir meinen Kaffee in meinen Becher zu füllen, sollte ich unterwegs einmal wirklich einen benötigen und die Zeit reicht nicht für eine gemütliche Pause im Kaffee aus.

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Tüten sind ebenfalls ziemlich einfach zu vermeiden, wenn man sich erst angewöhnt hat, immer genug Stoffbeutel, Körbe oder Kisten dabei zu haben!

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Obst und Genüse, aber auch loose Dinge wie Kaffee oder Nüsse werden in meine mitgebrachten Beutelchen gefüllt, so dass auch die dünnen Obsttütchen nicht gebraucht werden.

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/01/09/kleine-mullvermeider/

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Und die Mülltüten sind ebenfalls unnötig, wenn kaum mehr Restmüll entsteht! Die Eimer werden mit einer Lage alter Zeitung ausgekleidet und dann regelmäßig geleert. Nach jedem Leeren spüle ich den Eimer aus und streue etwas Natron auf den Boden, so dass nichts schmutzig ist oder zu stinken beginnt.

Ich hoffe nun also, noch einige zum Mitmachen zu animieren, denn jedes kleine Stück Plastik und jede kleine Änderung im Verhalten macht einen Unterschied!

Ich freue mich auf den kommenden Monat voller Herausforderungen, neuer Ideen und vielen Mülleimern, die in Zukunft leer bleiben werden!

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Dieser Beitrag wandert zur grünen Blogparade EiNab:

http://foolfashion.blogspot.co.at/2015/06/einab-im-juni.html

und zur Plastic free july- Blogparade:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/06/14/plastic-free-july-2015-ich-bin-dabei-linkparty/

 

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Gesichert III

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So ein Schrank voller Glas ist nicht immer praktisch, und das Fehlen einer Tupperschublade kann manchmal auch anstrengend sein. Was die Zwergin nie gemacht hat, zelebriert der Zwerg geradezu: das Ausräumen meiner Schränke!

Immernoch findet er den Inhalt meiner Schränke unwiederstehlich, und ausgiebig und höchst konzentriert könnte er auch mehrmals täglich jedes einzelne Fach und jede Schublade ausräumen, um dann den Inhalt zu untersuchen und im ganzen Raum zu verteilen. Und da in diesen Schränken eben sehr viel kaputt gehen kann, finde ich diese Beschäftigung alles andere als toll.

Bereits letztes Jahr habe ich versucht, Schranktüren kindersicher zu verschließen, ohne diese Plastikverschlüsse zu kaufen, die überall angeboten werden:

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/07/05/gesichert/

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/07/16/gesichert-ii/

In der Zwischenzeit hat sich auch der letzte Schrankinhalt geändert und während diverse Plastikschalen ausziehen durften, sind neue Glasschalen eingezogen. Die Schranktüren waren ja bereits erfolgreich gesichert, aber zwei große Schubladen haben es dem Zwerg in letzter Zeit sehr angetan. Und nach mehreren erfolglosen Versuchen, die Schubladen zu sichern, kam mir die Idee, die Griffe einfach mit unserem langen Schuhlöffel miteinander zu verbinden. Die einzelnen Schubladen können nicht mehr aufgezogen werden, da sie zusammenhängen.

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Damit der Zwerg trotzdem an seinen geliebten Schrankinhalt kommt, entferne ich die Sicherungen, wenn er mir beim Ein- oder Ausräumen hilft. Das macht er nämlich auch sehr gerne, und da ist er schon wirklich fleißig und eine große Hilfe!

Wie neu…

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In letzter Zeit habe ich mich ganz oft über Campingstühle geärgert. Ständig geht irgendwo etwas kaputt und ist kaum zu reparieren. Umso mehr hat es mich gefreut, dass der Zwrgenopa einen seiner Stühle reparieren konnte. Auch diese Stühle waren noch nicht alt und waren wenig unterwegs, so dass sie eigentlich noch lange hätten halten können.

Die Armlehnen sind aus Plastik, und auch die Verbindung der Lehne mit dem Gestell war Plastik. Und eben diese Verbindung ist bei einem Stuhl plötzlich durchgebrochen. Quer durch die Rückenlehne ging zusätzlich ein Verbindungsstab, der beide Lehnen miteinander verband. Nachdem das Verbindungsstück gebrochen war, hielt auch der Verbindungsstab nicht mehr und somit war auch die zweite Armlehne nicht mehr zu gebrauchen. Ohne Armlehnen wurde das Metallgerippe nicht mehr im richtigen Winkel gehalten und der gesamte Stuhl drohte auseinander zu fallen.

Auf den ersten Blick also ein Stuhl, der nicht mehr zu gebrauchen ist, da das Verletzungsrisiko sogar recht hoch war. Der Zwergenopa hatt aber die tolle Idee, die Armlehne mit einem Metallscharnier und einer langen Gewindestange zu reparieren.

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Jetzt hat der Stuhl einmal quer durch die Lehne eine Gewindestange, die die intakte Plastiköse der einen Armlehne mit dem Scharnier, das an die kaputte Lehne geschraubt wurde, verbindet.

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Der Stuhl ist wieder stabil, die Lehne hält, wir haben wieder einen funktionierenden Stuhl am See und er kann hoffentlich noch lange benutzt werden.

Mit diesem Beitrag nehme ich bei EiNab, der Grünen Blogparade teil

http://foolfashion.blogspot.co.at/2015/06/einab-im-juni.html

und bei fix it- reparieren ist nachhaltig

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/06/01/fix-it-reparieren-ist-nachhaltig-5/

 

Teezeit

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Ich trinke immer dann, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte krank werden , gerne Holunderblütentee. Die Blüten sind allein oder gemischt mit anderen Kräutern sehr lecker, und auch in den Früchtetee passen sie gut.

Da momentan überall der Holunder blüht, war es an der Zeit, meinen Vorrat wieder aufzufüllen.

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Die kleinen Blüten müssen schnell getrocknet werden. Dazu werden sie am besten an einem schattigen Platz ausgelegt oder die Dolden werden an den Stielen aufgehängt.

Wenn die Blüten trocken sind, werden sie einfach von den Stielen geschüttelt und in einem Schraubglas dunkel aufbewahrt.

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Mit diesem Beitrag mache ich bei EiNab, der grünen Blogparade im Juni mit:

http://foolfashion.blogspot.co.at/2015/06/einab-im-juni.html

{EiNab} im Juni

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Der Mai ist vorbei und die Blogparade „Einfach nachhaltig besser leben“ wandert weiter zu Zora von Foolfashion

http://foolfashion.blogspot.de/2015/06/einab-im-juni.html

Beiträge werden weiterhin auf der aktuellen Pinterest- Wand gepinnt, diesen Monat versuchen wir es zusätzlich mit Inlinks.

Ich bin schon wirklich gespannt auf all die kommenden Beiträge und freue mich auf einen weiteren Monat {EiNab}

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Zero Waste Camping

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So. Die Zero Waste Challenge ist vorbei, und unsere Woche Camping auch. Zeit also für ein Resümee!

Zu hause war ich ja trotz genauer Planung, bekannten Einkaufsmöglichkeiten und diversen Vorräten nicht abfallfrei, aber unterwegs, wenn man nicht weiß, wo es was ohne Verpackung gibt, ist das echt eine fast unmögliche Aufgabe! Hinzu kam noch, dass wir an verschiedenen Orten waren, also eigentlich nie mehrmals an der gleichen Stelle einkaufen gingen. Ich habe einiges an Vorräten in den Bus gepackt, so dass wir wenig einkaufen mussten, aber einiges war leider nötig. Und dann musste ich wieder einmal feststellen, dass es in anderen Ländern teilweise noch viel schwieriger ist, plastik- und müllfrei einzukaufen. So waren alle italienischen Supermärkte, die ich diese Woche gesehen habe, wahre Plastikparadiese.

Wasser gab es praktisch gar nicht plastikfrei zu kaufen. Da unsere Edelstahl- Trinkflaschen aber immer dabei sind, konnten wir sie auffüllen, wenn wir an Trinkwasser kamen.

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Säfte gab es zwar manchmal in Glasflaschen, die aber leider auch keine Pfandflaschen waren und so leer zu Müll wurden.

Obst und Gemüse haben wir versucht, lose auf dem Markt zu kaufen. Wie immer hatte ich hier meine Beutel dabei, und meine neue Edelstahlschüssel hat auch für leicht Zermatschbares gute Dienste geleistet.

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Da die Schüssel wasserdicht und geruchdicht verschließbar ist, konnten wir darin auch Lebensmittel außerhalb des Buses aufbewahren, ohne dass sofort Ameisen oder andere Tiere daran gingen. Nachts blieb die Schüssel ebenfalls draußen, und so blieb der Inhalt automatisch kühl.  Brot blieb darin ebenfalls länger haltbar, da es weder nachts Feuchtigkeit zog und lätschig wurde, noch tagsüber austrocknete.

Bei der Kirschverkäuferin auf dem Wochenmarkt habe ich, nachdem ich sie davon überzeugt hatte, mir die Kirschen in meinen Beutel zu packen sogar eine Nektarine dazu geschenkt bekommen, weil sie sich so gefreut hat über meinen Versuch, ihr auf italienisch von meinem Zero waste projekt zu erzählen 🙂

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Der größte Teil des Mülls fällt aber immernoch bei den Windeln an. Also habe ich wieder mein erprobtes Windelmanufakturwindel- Set mitgenommen.

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Dieses Mal sollte es ja aber noch weniger Müll werden, weshalb ich tagsüber zu waschbaren Einlagen gegriffen habe. Mullwindeln saugen sehr gut, sind auf die perfekte Größe faltbar und trocknen aufgefaltet sehr schnell. Nur wenn es nachts länger halten musste oder ich zu bestimmten Zeiten wusse, dass die Windel verschmutzt werden würde, habe ich Wegwerfeinlagen verwendet. Die Windeln blieben so also relativ sauber und ich konnte sie gut auch mit der Hand auswaschen.

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Alles in allem waren wir also nicht wirklich müllfrei, konnten aber wieder einiges an Müll einsparen.

Ohne die Challenge hätte ich vermutlich auch viel weniger nach Alternativen gesucht und mir nicht so viele Gedanken gemacht… also trotz fehlendem Zero- Erfolg eine wirklich gute Woche mit tollen neuen Ideen und Erfahrungen.

 

Bereits früher habe ich über einige meiner kleinen Müll-Helferlein berichtet:

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/01/09/kleine-mullvermeider/

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/07/23/windeln-unterwegs/

https://gruenezwerge.wordpress.com/2015/05/12/schussel/

 

Dieser Beitrag wandert direkt zur Blogparade {EiNab}:

https://gruenezwerge.wordpress.com/2015/05/09/blogparade-im-mai-einab/