Archiv für den Monat August 2015

Sommerpause

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„Ich bin dann mal offline!“- ein wirklich empfehlenswertes Buch, das ich kürzlich eher zufällig eingetauscht habe gegen ein Gelesenes von mir. Sehr unterhaltsam schildert der Autor seine Probleme ohne Handy und Internet in unserer heutigen Zeit.

Ganz so extrem möchte ich das nicht ausprobieren, trotzdem werde ich aber den kommenden Monat eine Pause einlegen und den Sommer genießen.

In 4 Wochen bin ich dann wieder da, hoffentlich entspannt und mit vielen neuen Ideen.

Genießt den Sommer und seid einfach mal offline 😉

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Pimp my Schubkarre

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Vor vielen Jahren hat eine Kinderschubkarre vom Flohmarkt zu uns nach Hause gefunden. Schon damals war sie recht mitgenommen, und man sah ihr an, dass sie einiges mitgemacht hat.

Die Zwerge arbeiten ständig mit der Karre, egal ob Sand, Wasser, Steine, Pflaumen oder Schnee… die Schubkarre hat schon einiges mitgemacht. Nach und nach fing sie an vielen Stellen zu rosten an, und die Lackierung platze ab.

Vor ein paar Wochen hat der Zwergenopa den Schubkarren und einen Eimer, bei dem ebenfalls an vielen Stellen der Lack abplatze, mitgenommen. Feinst säuberlich hat er den alten Lack und den Rost abgeschliffen und zum Schluss alles neu lackiert.

Die Zwerge sind begeistert und Schubkarre und Eimer können so wunderbar in die nächste Runde!

Und die Zwergin hat stolz festgestellt, dass man so einen tollen Schubkarren nicht kaufen kann. So ein toll bemalter ist viel besser als einen neuen zu kaufen, der nicht so viel erlebt hat!

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Mit diesem Beitrag mache ich bei unserer Blogparade „Einfach nachhaltig besser leben“ mit:

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/08/einab-im-august.html

Glückwünsche

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Vor kurzem waren wir auf einer Hochzeit eingeladen. Nach der Trauung sollten Luftballons in Herzform mit Glückwünschen daran an das Brautpaar übergeben werden. Nach kurzem Überlegen haben die Zwergin und ich uns darauf geeinigt, dass wir unsere Glückwünsche zwar in Herzform, aber lieber an einer Rose aus dem Garten übergeben.

Wir haben also aus bunten Tonpapier Herzen ausgeschnitten, die die Zwergin bemalt hat. Anschließend habe ich ihre Wünsche aufgeschrieben und wir haben die Herzen an die Rose gebunden.

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Stolz hat die Zwergin dann ihre Rose an das Brautpaar übergeben.

Dieser Beitrag wandert zu unserer Blogparade „Einfach besser leben“:

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/08/einab-im-august.html

Wasserspiele

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Die Hitzewelle reißt nicht ab, und die Lieblingsbeschäftigung der Zwerge ist das Wasserplanschen.

Bereits letztes Jahr habe ich über plastikfreien Wasserspaß geschrieben:

https://gruenezwerge.wordpress.com/2014/07/20/badespas/

Nach wie vor lieben die Zwerge es, das Wasser mit diversen Kübeln, Eimern und Kannen hin und her zu schütten oder damit die Blumen zu gießen. Trichter und Siebe kommen vom Flohmarkt und ergeben mit den Eimern zusammen das perfekte Wasserplanschparadies.

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Schiffe gibt es aus Holz in vielen Spielwarenläden, sind aber auch relativ einfach selbst zu bauen.

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Aus zwei Korken, einem Holzspieß, ein paar Ästen und zwei Gummis lässt sich mit wenigen Handgriffen ein tolles Floß basteln, dessen Segel dann ganz schnell aus einem Blatt oder einem Stück Papier gemacht wird.

Dazu werden die Äste auf gleiche Länge geschnitten, und nebeneinander gelegt. Zwei Äste werden quer darüber gelegt. Mit einem Gummiband werden die Längsäste mit den beiden Querästen verwebt. Die jeweils äußersten längs liegenden Äste kommen über den quer liegenden und bilden den Abschluss des Gummiwebbandes, alle anderen längs liegenden Äste werden unter diese querliegenden gelegt. Mittig wird ein Holzspieß zwischen den Ästen durchgeschoben und auf beiden Seiten mit einem Korken fixiert. Das Segel kann zum Schluss einfach auf den Spieß gesteckt werden.

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Und geplanscht wird in verschiedenen Schüsseln, die ich vom Flohmarkt mitgebracht habe.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der grünen Blogparade EiNab Teil:

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/08/einab-im-august.html

{EiNab} im August

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Bereits zum 5. Mal darf ich hier unsere Blogparade ankündigen.

Ich hätte nie gedacht, dass es so schnell so ein Erfolg wird und bin total begeistert über all die vielen Beiträge und tolle Ideen, die zum Gelingen der Parade beigetragen haben!

Also, auf ein Neues, zeigt uns eure nachhaltigen und grünen Ideen, teilt eure Gedanken mit uns oder lasst uns teilhaben an euren Versuchen, einfach besser zu leben!

Die Teilnahmebedingungen und die Beiträge der letzten Monate könnt ihr hier finden:

https://gruenezwerge.wordpress.com/einfach-besser-leben-einab/

Die Blogparade selbst findet im August bei Frederike von Zwischengeflecht statt:

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/08/einab-im-august.html

Zusätzlich findet ihr die Beiträge wieder auf einer Pinterest- Pinnwand:

Logo-EiNaB

Gut gekühlt

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Der Zwerg hat in den letzten Wochen einiges abbekommen. Innerhalb kürzester Zeit haben ihn zwei Bienen und eine Wespe gestochen.

Damit die Schwellungen nicht zu schlimm wurden, haben wir immer gleich gut gekühlt. Und da mir letzten Sommer am Kind ein Gelkühlkissen ausgelaufen ist, war ich dieses Jahr auf der Suche nach einer plastikfreien und ungiftigen Alternative.

Bereits im Frühjahr habe ich Kühlkissen selbst genäht, nun konnten sie also zeigen, ob sie funktionieren.

Aus einem alten Leintuch habe ich Beutel genäht und diese mit Amaranth- Körnchen gefüllt. Diese Körnchen sind sehr klein und passen sich so perfekt dem Körper an, ohne zu drücken. Im Netz wurde Amaranth immer wieder gepriesen als besonders wärme- oder kältespeichernd. Damit die Körnchen nicht einfach komplett hin und herrutschen, habe ich das Kissen mehrmals abgenäht und dann die einzelnen Kammern mit den Körnern gefüllt. Da das Kissen nur schlecht waschbar ist, gab es auch eine neue Hülle aus Stoff dafür. Die Körner werden nicht so kalt wie z.B. Gelkissen, weshalb meine alten, gehäkelten Hüllen nicht so gut funktioniert haben, da sie zu viel Kälte abfingen.

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Das Körnerkissen lag genauso wie bisher seine Gel-Pendants im Gefrierfach. Bei Bedarf konnte ich es einfach herausholen und auf die zu kühlende Stelle legen. In der Praxis zeigte sich nun aber, dass die Körner zwar kühlen, aber sehr schnell wieder warm werden und so nur kurzfristig Linderung verschaffen.

Auf eine weitere Alternative bin ich imNetz gestoßen: ein Edelstahl- Kühlakku, gefüllt mit destiliertem Wasser.

http://www.kivanta.de/Onyx-Kuehlakku-aus-Edelstahl

Zuerst war ich ewtas überrascht, da er nur halb so groß ist wie ein herkömmliches Gelkissen, im Notfall zeigte sich aber, dass die Größe vollkommen ausreicht. Hier waren meine gehäkelten Hüllen sehr hilfreich, denn im Gefrierfach wird der Akku wirklich sehr kalt! Das Metallstück passt sich zwar im Gegensatz zum Körnerkissen nicht an den Körper an, hält dafür aber sehr lange kalt.

Wirklich überzeugt aber hat mich der Akku durch seine Alltagstauglichkeit. Da er so klein ist, passt er wunderbar auch in eine Brotzeitdose oder eine Kühlbox. Auch im Kühlschrank unseres Busses nimmt er keinen Platz weg. Und der Edelstahl kühlt wirklich sehr schnell ab, so dass es auch reicht, ihn am Baggersee einfach ins Wasser zu legen, um so im Notfall etwas Kühles griffbereit zu haben.

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Und die beste Soforthilfe habe ich als Tip nach dem ersten Stich bekommen, und der Reaktion des Zwerges nach scheint es auch wirklich zu helfen: Natronpaste! Da ich ja Natron mitlerweile für sehr viel verwende, habe ich es natürlich auch immer griffbereit in der Küche stehen. Nachdem der Bienenstich am Fuß des Zwerges exrem anschwoll und auch sehr wehtat, bekam ich den Tip, aus Natron und Wasser eine Paste zu rühren und diese als Wickel auf den Stich zu streichen. Das Natron soll das Gift heraus ziehen und die Schwellung nehmen… ich weiß nicht ob es funktioniert, ich kann selbst keinerlei Erfahrungswerte beisteuern, aber da der Zwerg innerhalb zweier Stunden einen fast abgeschwollenen Fuß hatte und auch die weiteren Male kurze Zeit nach Auftragen der Paste das Weinen aufhörte, hat Natron nun auch seinen Weg in die Wickeltasche und die Notfallapotheke gefunden 😉

 

Plastic free july IV

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Der Juli ist vorbei, und ich stelle fest, es war wirklich schwer!

Wir haben unseren Plastikkonsum im Alltag bereits so gering gehalten, dass es wirklich schwierig ist, noch mehr Plastik zu vermeiden! Klar geht immer noch mehr, aber da ich fest überzeugt bin, dass alles, was ich Kindern absolut verbiete, doppelt interessant ist, möchte ich nicht an den Dingen, die Zwerge gerne haben, sparen. Heißt also auch, dass es mal ein Eis gab oder Süßigkeiten in Plastik. Die Zwergin ist zwar bereits sehr klar in ihren Wünschen und verzichtet oft auf etwas, weil es in Plastik verpackt ist, alles möchte ich ihr aber nicht vorenthalten, da ich gerade ihre eigene bewusste Entscheidung für oder gegen etwas fördern möchte.

Trotz allem haben wir aber auch diese Woche wieder etwas geschafft, wenn auch eher wieder langfristige, große Dinge sich geändert haben.

Wie dem so ist, wenn die Zeit und das Geld am wenigsten sind, geht etwas kaput. Vor ein paar Tagen hat uns unser 6 Jahre alter Kaffeevollautomat verlassen. Der Juli blieb auch in der letzten Woche so stressig wie in den ersten Wochen, so dass einfach keine Zeit war, den Automat in seine Einzelteile zu zerlegen und den Fehler im Heuhaufen zu suchen… Geld, um ein Modell zu kaufen, das unseren Vorstellungen entsprechen würde, ist aber auch nicht da, und ohne Kaffee morgens in die Arbeit geht nun mal einfach gar nicht!

Nach einigem hin und her haben wir uns für eine ganz schlichte Espressokanne entschieden, wie wir sie früher zu Studentenzeiten hatten, allerdings diesmal komplett aus Edelstahl. Klar ist es nicht so einfach und schnell wie ein Druck auf den Knopf, und ich musste unsere alte Plastik- Kaffemühle wieder aus dem Keller ausgraben, aber bereits nach einigen Tagen hat ein neues Ritual des Kaffeemachens begonnen, sich einzuschleichen. Während früher der Druck auf den Knopf gereicht hat und man einige Sekunden später den fertigen Kaffee im Becher hatte, muss man nun etwas Zeit einplanen, um auf das Kochen des Wassers zu warten. Zeit, die ich morgens zusätzlich einplanen muss, aber dann eben auch habe, um einfach meinen Gedanken nachzuhängen oder ein kleines Gespräch zu führen. Und der Kaffee schmeckt auch aus dieser Kanne wirklich lecker! Durch den fehlenden Vollautomat ist etwas mehr Platz auf der Arbeitsfläche, und ich werde ab sofort auf den Flohmärkten die Augen offen halten nach einer alten handbetriebenen Kaffeemühle…

Alles in allem zwar kein geplantes Entplastiken, aber trotzdem eines, das uns mehr Platz geschaffen hat auf der Arbeitsfläche, aber eben auch ein schönes Ritual und Zeit zum Durchatmen.

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Zum Geburtstag hat mir dann der Zwergenpapa noch eine Riesenfreude gemacht! Nachdem ich ja auf dem Weg zur Zwergenoma eine Mühle aufgetan habe, die uns verpackungsfrei Mehl und Getreide verkauft, hat mir der Zwergenpapa eine Getreidequetsche geschenkt, mit der ich ab sofort mein eigenes Müsli machen kann.  Die Flockenquetsche ist komplett aus heimischen Hölzern und Edelstahl in Deutschland gefertigt und einfach wunderbar! Ich bin noch in den Anfängen und freue mich über jeden Tip, was ich mit den gequetschten Körnern noch ales anfangen kann, aber ich stelle bereits jetzt fest, dass viel mehr geht als nur Haferflocken!

Einziger Nachteil: die Zwerge lieben das Quetschen, und bröseln mir nun fast täglich das Zimmer voll 😉

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Weiterhin benützen wir natürlich bei jedem Ausflug unsere Flaschen und Brotzeitdosen, gefüllt mit plastikfreien Snacks und Leitungswasser oder Tee.

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Zum Abschluss habe ich aber am letzten Tag noch einmal einen dicken Dämpfer bekommen. Wir haben vor ein paar Wochen eine Reihe Fliesen für die Küche bestellt. Da wir wirklich nur eine Reihe benötigten, waren das eben auch nur 20 Stück, die nun geliefert wurden- in 4 kleinen Pappkartons, auf einer flächenmäßig ca. 6x so großen Wegwerfpalette, komplett umwickelt mit einer dicken Schicht Plastikfolie!

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Wirklich erschreckend, wenn man bedenkt, dass für ein paar Steinfliesen ein Vielfaches an Müll entstanden ist!

Solange Waren so verpackt werden und die Industrie Verpackungsmüll in diesen Massen produziert, können meine Bemühen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein!

Es muss sich dringend im Großen etwas ändern, damit auch unsere Kinder in Zukunft noch eine Lebensgrundlage haben!

Einen tollen Beitrag schrieb letztes Jahr übrigens Maria über graues Plastik, Plastik also, das wir nicht sehen, weil es zu Transport, Lagerung und Herstellung verwendet wird, aber auch beim letztendlich plastikfreien Produkt, das wir in den Händen halten meist irgendwie da ist…

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/07/28/grauer-plastikmull-die-unsichtbare-gefahr/

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty von Maria teil:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/06/14/plastic-free-july-2015-ich-bin-dabei-linkparty/