30-Tage-Wegwerf-Challenge

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Ich bin kein Minimalist, und höchstwahrscheinlich werde ich nie einer werden. Aber mich reizt der Gedanke, nur das zu haben, was man auch wirklich braucht.

Ich lasse mich gerne immer wieder von Minimalisten ispirieren und dazu anregen, Dinge loszuwerden, die ich eigentlich nicht brauche und die nur Balast darstellen.

In gewisser Weise passt der Minimalismusgedanke auch gut zu mir, denn Minimalismus und unnötiger Konsum wiedersprechen sich doch sehr. Im Laufe der letzten Jahre habe ich einiges extrem reduziert, das früher in Mengen in meinem Haushalt zu finden war.

Kosmetikartikel, Putzmittel oder Plastikschüsseln- im Zuge der Plastikverweigerung zogen die Massen an Billigprodukten aus und wurden durch einige wenige qualitativ hochwertige ersetzt.

Trotz allem bin ich aber doch wirklich Welten davon entfernt, unseren Haushalt minimalistisch zu nennen.

Und gerade deswegen wird es mal wieder Zeit, auszusortieren. Vor einigen Tagen habe ich auf Facebook die 30-Tage-Wegwerfchallenge entdeckt. Ab dem 10. Januar sortieren alle Teilnehmer jeden Tag 10 Dinge aus. Die Idee hat mich sofort angesprochen, und so habe ich entschieden, teil zu nehmen.

Allerdings wiederspricht mir der Gedanke, Dinge, die noch gut zu gebrauchen sind, einfach wegzuwerfen, ganz enorm! Mein Ökoherz wehrt sich dagegen, etwas zu entsorgen, während woanders vielleicht für genau diesen Gegenstand Ressourcen verbraucht werden, um ihn neu herzustellen.

Ich glaube nicht, dass ich jemanden davon abhalten kann, sich etwas zu kaufen, das er gerne möchte. Aber vielleicht findet jemand an einer Blumenvase, die ich nicht mehr brauche, Interesse und kauft sich stattdessen keine neue.

Also habe ich die Wegwerfchallenge für mich etwas abgeändert und beschlossen, nur Dinge zu zählen, die noch gut zu gebrauchen sind. Kaputtes, Altpapier, einzelne Socken oder ähnliches dürfen bei der Gelegenheit zwar gleich mit ausziehen, zählen aber nicht zu den täglichen 10 Dingen. Gerechnet wird alles, das ich tauschen, verkaufen oder verschenken kann.

Ich bin wirklich gespannt, wie viel ich schaffe und ob es möglich ist, alles sinnvoll weiterzugeben.

Auf jeden Fall bin ich bereits Feuer und Flamme, und die ersten Kisten sind bereits gepackt und eine Tüte mit diverser Weihnachtsdeko wurde dank einer Verschenkegruppe bereits abgeholt.

Aussortiertes Weihnachtszeug

Aussortiertes

Und natürlich versuche ich die Chance zu nutzen, weiteres Plastik los zu werden.

Vielleicht hat der eine oder andere nun auch Lust bekommen, etwas auszusortieren und ungenutze gute Dinge weiterzugeben. Ich würde mich freuen, von euren Erfolgen zu hören.

Da das Weitergeben von Dingen, die ansonsten nur ungenutzt im Regal stehen auch viel mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit zu tun hat, nehme ich mit diesem Beitrag an der grünen Blogparade EiNab teil.

 

 

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  1. Liebe Zwergenmama,
    ich lese seit längerem deinen Blog im Stillen mit weil ich mich auch mit dem Thema Plastik beschäftigt habe und v.a. im Hinblick auf unseren kleinen Sohn zumindest in der Küche und bei seinen Fläschchen etc. darauf verzichten wollte. Mit dem heutigen Artikel sprichst du mir aus der Seele! Wir haben seit 6 Jahren ein Haus und was sich da in dieser Zeit angesammelt hat ist Wahnsinn. Und mit Kind wird es nicht weniger… Manchmal hat man das Gefühl, die vielen Sachen erdrücken einen regelrecht. Mein Mann und ich haben uns daher für dieses Jahr das Ziel gesetzt, dass jeder von uns jeden Tag 1 Sache loswird. Dabei ist es egal ob verkaufen, verschenken oder wegwerfen. Allerdings macht es uns beiden am meisten Spaß, wenn ich sehe dass die Dinge noch jemand gebrauchen kann. Unser altes Katzenklo hat z.B. bereits einen neuen Besitzer gefunden – ein 14-jähriger Junge der Streunerkatzen aufpäppelt und sich sehr darüber gefreut hat.
    Viele Grüße und viel Erfolg beim Ballast loswerden,
    Kerstin

    • Liebe Kerstin, vielen Dank für deinen Kommentar! Es ist wirklih de Wahnsinn, was sich so im Laufe der Jahre alles in einem Haus ansammelt! Ich bin gerade auch regelrecht im Ausmist- Rausch! Zu den Dingen, die ich zähle gesellen sich nochmal ähnlich viele, die einfach nicht mehr verwendet werden. So habe ich gestern nochmals 8 Paar alte Schuhe aussortiert, die seit Jahren für den Garten oder so im Keller liegen- allerdings habe ich noch einige andere Gartenschuhe, und die waren einfach so durchgelaufen, dass ich sie bestimmt nie wieder anziehen würde….
      Toll, dass dein Katzenklo so einen tollen Abnehmer gefunden hat! Und Hut ab vor dem Jungen! Toll, was er da macht!
      Viele Grüße und ich wünsche euch gutes Durchhalten beim Aussortieren!
      Viele Grüße

  2. Hallo Zwergenmama!

    10 Stück pro Tag und das 30 Tage lang ist ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Ich bin nicht sicher, ob ich das schaffen würde, denn ich habe schon so viele Entrümpelungsvorgänge hinter mir.

    Ich mache aber noch immer meine 7 Tage 7 Bücher-Challenge und das nun das 4. Monat. Dauert etwas länger aber es läuft!

    Bei der Gelegenheit suche ich meist auch noch etwas anderes heraus, sodass ich pro Monat wohl auch 40 – 50 Dinge weg gebe. Sind nun keine 300 Dinge in einem Monat, aber es läppert sich auch zusammen.

    Bin schon sehr gespannt, wie es Dir ergeht.

    lg
    Maria

    • Halli,
      bisher klappt es super! Ich sortiere ja auch schon lange immer wieder aus oder tausche, verschenke… erschreckend, wieviel Zeug, das wir nicht brauchen trotzdem noch übrig ist! Die letzten Tage viel es mir sehr leicht, Dinge auszusortieren, und bisher ist auch alles weggekommen. Allerdings wurden bereits die ersten verschenkten Dinge nicht abgeholt, es bleibt also wirklich spannend! Mal sehen, wie weit ich letztenendlich komme…

  3. Ich werde sicher auch nie ein Minimalist (dafür habe ich zu viele raumgreifende Hobbys), aber ich versuche auch seit ca. einem Jahr, das auszusortieren, was nicht mehr benutzt wird und es nach Möglichkeit weiterzugeben. Was so gut ist, dass ich denke, es bezahlt noch mal jemand Geld dafür, geht in den Oxfam-Laden (diese Organisation finde ich auch unterstützenswert, kaufe dort auch öfter mal), das, was noch gut ist, aber wo ich Bedenken habe, ob jemand Geld dafür ausgibt, geht in den Umsonstladen (da habe ich bisher auch keine meiner Sachen beim nächsten Besuch je wiedergesehen), was Schäden hat, wird entweder repariert und selbst aufgetragen/benutzt, oder es muss dann wirklich weg. Sachen, die noch funktionieren, aber nicht mehr schön sind, nutze ich lieber selber auf, weil sie sicher niemand anderer haben will – und ich will ja nicht, daß dann der Umsonstladen an meiner Stelle das Zeug wegwerfen muß.
    10 Stück pro Tag schaffe ich dabei sicher nicht. Von so einigen Sachen kann ich mich auch nur schwer trennen :-/
    Was ich aber schon seit Längerem mache, ist deutlich reduziert zu kaufen und mich jedes Mal zu fragen: Brauche ich das wirklich? Werde ich das so oft benutzen, daß es sich lohnt? Das verhindert schon mal sehr gut sinnlose Neuzugänge. Dann habe ich hoffentlich auch eine Chance, mit der Reduktion wirklich was zu erreichen…

    • Ich möchte auch wirklich nur das aussortieren, das ih noch los bekomme 🙂 Müll wird nicht mitgezählt! Ich bin mal sehr gespannt, wie weit ich komme… bisher hat es gut funktioniert, aber die ersten Sachen die ich verschenke, wurden bereits nicht abgeholt… und dann habe ich schon ein paar Sachen wieder zurückgepackt, da ich sie noch nicht her geben will- vielleicht in ein paar Tagen 😉

  4. Hallo Zwergenmama,
    einen schönen Blog schreibst Du!
    Wir sind im Moment bei genau den gleichen Themen: Reduzieren und Leben ohne Wegwerfplastik. Bin ganz bei Dir 🙂
    Wir haben gerade einen Familienblag gestartet, wenn Du Lust hast schau doch einmal vorbei:

    http://www.projekttapp.de

    Liebe Grüße
    Wendy

  5. Oha, lief’s gut? meine Plastikreduzierung hat gerade einen Rückschlag erhalten, weil mir statt der gewünschten Glasbehälter, Plastiktupperdosen geschenkt wurden. Werd ich wohl wegschenken…
    LG, Marlene

    • Lief gut! 🙂 ich hatte gehofft, es gibt mehr Verkäufe, aber ich habe vieeel verschenkt und vieel vertauscht. Da ich aber noch nicht alles los bin, kommt der Abschlussbericht erst in ein paar Tagen.

  6. Pingback: Praktische Tipps & Tricks für den grünen Alltag – Rückblick auf #EiNaB im Januar | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

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