Heftumschläge plastikfrei

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Während wir hier gerade Pfingstferien haben, geht es in einigen anderen Bundesländern bereits auf die Sommerferien zu. Und nach den Sommerferien beginnt wieder ein neues Schuljahr mit neuen Heften und neuen Umschlägen…

Da ich Lehrerin bin, beschäftigt mich das Thema Schule ohne Plastik sowieso ständig, dieses Jahr aber umso mehr, als auch die Zwergin bald ein Schulkind sein wird.

Heftumschläge sind dabei immer ein ganz wichtiges Thema: die gibt es nämlich kaum ohne Plastik.

Lehrer sind sehr wählerisch, da die Umschläge stabil und natürlich gerade für Schulanfänger farblich unterscheidbar sein sollen und ausreichend Wiedererkennungswert besitzen müssen, so dass nicht 25 Kinder nachfragen, welches Heft gemeint ist, sondern sofort allen klar ist: das ist das große blaue Heft.

Sylvia Manhart von minouki hat nun den Plastikumschlägen den Kampf angesagt.

Gemeinsam mit ihrem Mann stellt sie Umschläge aus stabilem 250g starkem Recyclingpapier her. Die Umschläge werden regional in einer Druckerei mit wasserbasierten Ökofarben gedruckt und noch von ihr mit lösungsmittelfreiem Kleber zu hause geklebt.

Momentan sind die Umschläge in DinA4 in 4 verschiedenen Farben zu bekommen.

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Die Farben sind klar und eindeutig zuzuordnen, aber mit dezenten Mustern schön gestaltet. Das Papier ist dick genug, dass das Heft auch bei starker Benutzung geschützt ist und bei normalem, achtsamen Umgang ein Schuljahr problemlos überstehen sollte.

Die Zwergin ist begeistert von den Heftumschlägen und würde sie am liebsten sofort um alle Malbücher binden. Gerade die Muster treffen voll ihren Geschmack.

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Sylvia hat nun ihr Projekt in der Crowdfunding- Plattform „Startnext“ eingestellt, um Geld zu sammeln für eine Blaue- Engel- Zertifizierung und weitere Farben und Größen.

Ein wirklich unterstützenswertes Projekt, und ich hoffe, dass es bald viele weitere Farben und Umschläge in DinA5 geben wird!

Und wer jetzt wie die Zwergin gerne selbst einmal die tollen Umschläge testen will, der hat die Chance, hier so ein schönes Set zu gewinnen. Dazu müsst ihr einfach nur bis Freitag, den 3. Juni bis Mitternacht unter diesem Beitrag kommentieren und mir erzählen, was ihr versucht, um den Schulranzen plastikfrei zu halten. Unter allen Kommentaren verlose ich dann am Samstag ein Set dieser tollen Umschläge. Der Gewinner wird von mir in den Kommentaren erwähnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Mit diesem Beitrag mache ich bei unserer Blogparade {EiNab} mit.

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  1. Hallo!

    Tolle Hefte! Mein Sohn ist noch im Kindergarten und das Thema kommt dieses Jahr auch noch auf mich zu. Stifte und Geodreiecke stell ich mir gerade noch problematisch vor.
    Momentan kann ich ihn immerhin für Edelstahldose und -trinkflasche begeistern.

    Viele Grüße,
    Anke

  2. Das ist ja eine gute und schöne Idee!
    Über die Hefte habe ich noch nicht nachgedacht, vielleicht kann man die auch nähen? Aber bei uns wird es eine Edelstahlflasche und Brotdose geben.
    Danke für den Tip!
    Svenja

  3. Hallo! DieHeftumschläge sind toll, hätte es die nur eher schon gegeben… Ich bemühe mich jedes Jahr, unsere Heftumschläge aus Kunststoff noch mindestens 1 Schuljahr weiterzuverwenden, bzw nun an den kleinen Bruder weiterzuvererben. Es musste bislang seit der Einschulung fast nichts nachgekauft werden… Zur not wird es auch mal repariert… Einen Teil hatte ich sogar noch von meiner eigenen Schulzeit übrig…. Ich versuche beim Einkauf der Schulsachen lose Ware zu bekommen. Also Bleistifte, Radiergummis, Hefte etc. ohne extra Umverpackung. Das Lineal ist aus Holz, der Kleber wird nachgefüllt( wir haben vor Jahren eine Literflasche bei Memo gekauft), Hefte sind oft auch von Tauschticket, also Restbestände anderer Schulkinder. Trinkflasche ist aus Edelstahl, Brotdose Edelstahl und von Tupper. Da mein Sohn leider nur mit Tintenroller statt Füller klarkommt, haben wir leider Tintenpatronenmüll. Konverter wäre toll, evtl klappts beim kleinen Sohn 🙂 Herzliche Grüße! Ute

  4. Danke für den tollen Tipp! Wir versuchen auch alles aus Holz oder Edelstahl zu benutzen. Einen schönen Sonntag noch…

  5. Wir haben die Umschläge v.a. für die Lehrbücher zu meiner Schulzeit immer selbst gebastelt, zum Teil aus festerem Geschenkpapier, gut geht auch Packpapier. Individuell in Größe und Design war es damit immer… 🙂

  6. Liebe Grüne-Zwergen-Mutter,
    ich bin über Ihren Greenpeace-Artikel im Februar ’16 auf sie aufmerksam geworden und lese mich immer mal wieder durch Ihre Seiten. Die Tochter meiner Freundin kommt im Sommer in die Schule. Da die ganze Familie auf ein ökologisch gerechtes Leben achtet, denke ich, das dies das passende Einschulgeschenk für sie wäre. Generell hole ich mir auch von dieser Familie tolle Ideen, zB die Biokiste oder neue Rezepte zum selber machen, statt in Plastik verpackt kaufen.
    Wenn ich so weit bin, freue ich mich auf die Herausforderungen gegen Plastik, LG!

  7. Super Idee!
    Auf die Ecklösung wäre ich nicht gekommen, obwohl sie so simpel ist!
    Meiner größeren Tochter habe ich meinen alten Kolbenfüller vererbt – der ist zwar auch aus Kunststoff, aber nicht neu gekauft und hält ewig.
    Gebrauchte Filzstifte kann man mittels wiederverwendeter Einwegspritze (also Mehrwegspritze ;-)) wieder auffüllen, wenn man die Filzpatrone von hinten mit Tinte befüllt (Stiftstöpsel entfernen, in die Filzpatrone von hinten reinstechen und an die richtige Menge langsam rantasten, damit es vorne nicht rausläuft). Bei uns halten die Spitzen viele Befüllungen aus und einige Farben kann man so ewig weiternutzen.
    Wer keine neue Spritze kaufen möchte, kann sich auch beim Arzt eine (für sich selbst) benutzte Spritze mitgeben lassen und zuhause gründlich auswaschen. Ich bekomme manchmal Vitamin B12-Spritzen, die werden so prima recycelt statt beim Arzt entsorgt.

    Liebe Grüße,
    Kaddi

  8. Tolle Idee, tatsächlich beim Geodreieck etwas schwierig. Wir verwenden Hefte aus Recycling-Papier. Da ich Naturpapiere aus nachhaltig bewirtschafteten Sträuchern vertreibe, hat es sich auch bewährt die Hefte damit einzubinden. Das kann man gleichzeitig in eine Bastelstunde verwandeln, da es doch etwas zeitintensiver ist. Es macht den Kindern aber immer viel Spaß und sieht klasse aus.

  9. Hier gibt es zwar aktuell auch noch kein Schulkind, aber meine eigene Schultasche war ziemlich plastikarm und ich werde voraussichtlich vieles beibehalten, wenn es hier mit der Schule losgeht:
    Bücher in Packpapier einpacken, Textmarker als Buntstift aus Holz, Glasflasche und Brotbox, Füller mit wiederbefüllbarer Patrone usw

  10. Tolle Idee, ich hoffe sie bekommt den blauen Engel. Ich erinnere mich noch mit Graus an meine Schulzeit. Bücher waren immer mit diesen Plastikeinschlägen mit dem roten Rand geschützt.

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