Archiv der Kategorie: Rezepte

Müllsammeln die Erste und käsige Erkenntnis

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Die erste Woche meines Februar- Müllsammelprojektes ist vorbei und ich möchte euch gerne teilhaben lassen an meinem gesammelten Elend.

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Es hat sich doch mehr angesammelt, als ich erwartet hatte.

Einiges wäre vermeidbar gewesen, anderes ist akzeptabel, und eine Sache hat mich letztlich schon zu einer wunderbaren Änderung gebracht und mir ein Wochenprojekt und viel Spaß beschert…

Aber der Reihe nach…

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Wir haben die Gemüsekiste, da wir dort unser Obst und Gemüse regional, bio und verpackungsfrei bekommen. Leider verirrt sich hin und wieder doch etwas Plastik in die Kiste… So auch diese Woche. Der Rucola-Salat war in einer Plastikschale verpackt und in eine zusätzliche Plastikfolie verschweißt.

Wir haben zwei Flaschen Wein geöffnet, und leider ist bei den meisten Weinflaschen der Korken mit einer Plastikkappe umhüllt. Ich habe mittlerweile einige sehr gute Weine gefunden, deren Korken nicht mit einer Folie verschlossen ist, so dass ich in Zukunft bewusst beim Kauf von Wein auch darauf achten werde. Die Weine, die wir noch im Keller haben, werden aber natürlich trotzdem genossen, weshalb auch in Zukunft wohl noch einige Kappen im Müll landen müssen.

Die kleine Schokoriegel- Verpackung hat die Zwergin aus der Schule mitgebracht. Dort wurde Geburtstag eines Mitschülers gefeiert, und alle Kinder haben einen Schokoriegel erhalten… Die Zwergin hat ihn in ihre Brotzeitdose gepackt und zu Hause mit ihrem Bruder geteilt- und das will ich den beiden natürlich nicht zugunsten der Plastikvermeidung verbieten.

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Der Toast durfte vor ein paar Wochen Samstag Mittag mit zu uns kommen, da sein MHD eben am Samstag ablief und ansonsten im Müll gelandet wäre. Die letzten eingefrorenen Scheiben haben die Zwerge am Wochenende zum Frühstück verputzt.

Die Spaghetti liegen auch bereits sehr lange in unserem Vorratsschrank. Ich habe im Lauf des letzten Jahres sehr viel aussortiert, und das meiste davon getauscht gegen Lebensmittel. Meine Bedingung war immer, Bio und soweit wie möglich plastikfrei, aber ich habe meinen Tauschpartnern immer frei gelassen, was und wieviel sie letztlich geben wollen für das eine oder andere Teil. Meist kamen dann Nudeln, und die waren zwar immer bio, aber selten plastikfrei. Eines dieser, gegen nicht mehr gebrauchte Dinge eingetauschte Nudelpäckchen musste nun diese Woche zum Abendessen herhalten.

Die Plastikfolien neben der Nudelverpackung sind reiner Faulheit und Bequemlichkeit geschuldet. Der Zwergenpapa ist direkt nach der Arbeit zum Metzger gefahren und hat Wurst und Käse gekauft. Leider haben wir beide morgens nicht daran gedacht, ihm leere Behälter dafür mitzugeben.

Erste Erkenntnis für diese Woche also einmal wieder: Wir müssen noch mehr planen und bereits am Morgen wissen, wo wir nach der Arbeit vorbei fahren. Das beinhaltet noch mehr Planung, Vorausdenken und eben das Einpacken diverser Behältnisse im Vorhinein, sollte der Weg uns an bestimmten Läden vorbei führen…

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Bei der Wurstdose war ebenfalls das MHD überschritten, und die Dose wäre so oder so im Müll gelandet. Für den Notfall hab ich immer ein Päckchen Butter eingefroren. Butter kann ja sehr einfach und sehr lecker und komplett verpackungsfrei selbst hergestellt werden. Diese Woche war allerdings einiges los, so dass ich einfach keine Lust und keine Zeit hatte, und deshalb die eingefrorene Butter genommen habe.

Der Frischkäse stammt aus einer Foodsharing- Kiste. Ich liebe Frischkäse, aber dank der Plastikverpackung wandert der nur in unseren Kühlschrank, wenn ich eben Nahrungsmittel dadurch rette.

Das erste, was diese Woche in meiner Kiste landete, war diese Frischkäseverpackung. Und die hat mich so geärgert, dass ich am nächsten Tag gleich mal recherchieren musste, wie man Frischkäse selbst herstellt…

Es gibt viele verschiedene Anleitungen im Netz, manche klingen zwar sehr lecker, aber auch unheimlich zeitaufwändig. Und genau deshalb habe ich die einfachste ausprobiert, die ich finden konnte…

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Es braucht nichts außer fettarmen Joghurt, den es ja im Pfandglas problemlos zu kaufen gibt. Der Joghurt wird in ein Baumwolltuch geschüttet und über Nacht im Kühlschrank in einem hohen Gefäß zum Abtropfen aufgehängt.

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Am nächsten Morgen ist die Molke abgetropft, und der Käse kann direkt gegessen werden. Ich finde ihn bereits so unheimlich lecker und finde, dass die gekauften Käse geschmacklich kaum mithalten können.

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Wer nun aber geschmacklich noch variieren möchte, kann nun nach Herzenslust ausprobieren. Ich habe Schnittlauch kleingeschnitten und darunter gemischt, aber auch bereits Paprika und Kräuter der Provence ausprobiert…

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Frischkäse wird es nun bei uns sicherlich endlich wieder häufiger geben, wenn auch weiterhin der

Fertigkäse mitkommen darf, wenn er ansonsten nur noch die Aussicht auf den Müll hätte….

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer grünen Blogparade {EiNab} teil.

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Waschmittel DIY

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Da mit zwei Zwergen einiges an Wäsche anfällt, bin ich immer wiederauf der Suche nach dem passenden Waschmittel- so wenig Chemie wie möglich, schonend zur Wäsche, auch Windelwäsche sollte damit sauber werden und natürlich plastikfrei.

Vor ein paar Wochen bin ich mal wieder über ein Rezept gestolpert, das schon länger auf meiner Liste der Dinge die ich unbedingt ausprobieren muss, stand: Waschmittel aus Efeu.

Und ich scheine hier tatsächlich unser Waschmittel gefunden  zu haben.

Der Efeu an der Wand zu den Nachbarn  sollte eigentlich schon lange weg, ich habe ihn nur der Nachbarin zuliebe stehen gelassen, da sie mit unserem Efeu ihr halbes Haus bewachsen hat und das gerne auch so beibehalten würde. So kam der Efeu zwar aus unserem Grundstück, wurde aber auf unserer Seite sowieso immer komplett runter geschnitten… endlich freut sich also nicht mehr nur Nachbarin und unsere Katze, sondern ich kann mit dem entstandenen Schnitt etwas anfangen 🙂

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Ich verwende das Laub, das ich vom Stiel abzupfe und etwas kleiner schneide. Ein paar Handvoll Blätter reichen für ca. 1,5 Liter Waschmittel. Die Blätter kommen in einen Topf mit kochendem Wasser und optional einem Löffel Waschsoda. Dann werden sie unter Rühren einige Minuten gekocht und anschließend lasse ich die Flüssigkeit im Topf abkühlen. Nach einigen Stunden beginnt das Ganze bereits zu schäumen. Dann schöpfe ich die Blätter ab und fülle das Waschmittel in Flaschen um. Pro Waschgang kommen ca. 200 ml in die Waschmaschine. Das Waschmittel hält einige Tage, wer also wenig Wäsche hat, sollte weniger ansetzen.

Ich wasche nun seit einigen Wochen alles mit Efeuwaschmittel, und ich habe bisher das Gefühl, die Wäsche und sogar die Windeln werden teilweise sogar sauberer als zuvor mit Ökowaschmittel.

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Wenn ich von unserem Waschmittel erzähle, kommt jedes Mal der Einwand, dass Efeu aber giftig ist- hier handelt es sich aber auptsächlich um die Beeren, die ich nicht für mein Waschmittel verwende. Bei den Blättern gilt wie immer: Die Menge macht das Gift! Für das Efeuwaschmittel gilt also wie für jedes andere Wasch- oder Putzmittel auch: Fernhalten von Kindern und selbstverständlich nicht trinken!

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer Blogparade Einfach nachhaltig besser leben im April teil.

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/04/neue-link-party.html

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Kuchenzeit

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Wir hatten noch ein paar Äpfel übrig, die durch die Lagerung nicht mehr knackig genug waren, um sie so zu essen. Also mussten sie verarbeitet werden! Besonders schnell und einfach ist da Apfelkuchen. Die Äpfel werden geschält und geachtelt, und auf ihrer Außenseite mit der Gabel angeritzt.
Der Teig besteht aus 200g Mehl, 200g Zucker, vier Eiern, einem Teelöffel Backpulver und einer Prise Vanillezucker.
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Der Teig wird in eine gefettete Form gegeben und anschließend mit den Apfelschnitzen belegt. Das Ganze muss nun für ca 40 min bei 180Grad in den Ofen.
Als Kuchenplatte habe ich von einer alten Mikrowelle den Drehteller behalten. Der ist extrem stabil und schaut, wie ich finde, auch noch nett aus auf dem Tisch.
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Immer wieder muss ich Kuchen in den Kindergarten oder zu Freunden transportieren.
Blechkuchen oder einzelne Kuchenstücke lassen sich wunderbar in einer Blechdose transportieren, in der meine Oma früher Gebäck aufbewahrt hat.
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Bisher bin ich aber an hohen Kuchen oder Torten gescheitert. Kuchentransportboxen aus Pappe oder Schüsseln mit Teller oder Handtuch sind kein Problem, wenn man mit dem Auto als Erwachsener irgendwohin geht, aber eine vierjährige scheitert daran auf dem Weg zur Kindergartengruppe kläglich. Zu Weihnachten habe ich dann aber ein echt tolles Geschenk bekommen : eine Kuchentransportbox aus Metall. Der Decke kann mit den drei Scharnieren bombenfest am Boden befestigt werden, und am Griff kann man das Ganze gut tragen. Jetzt brauche ich nur noch eine gute Idee für die passende Unterlage, damit der Kuchen geschnitten werden kann, ohne das Metall zu zerkratzen. Pappe wäre ja ganz praktisch, aber eben wieder zum Wegwerfen.
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Neue Vorsätze

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Ich bin ja eigentlich niemand, der sich Vorsätze fürs neue Jahr fasst… aber da mein letztjähriger Vorsatz mittlerweile so zu uns gehört, habe ich beschlossen, es mit etwas Neuem zu probieren. Wichtig ist mir wieder, dass es kein Zwang wird und aus einem Vorsatz ein fester Bestandteil unseres Alltages werden kann.
In vielen Bereichen unseres Alltages haben wir es bereits geschafft, so gut wie plastikfrei zu werden, aber es gibt auch Bereiche, die ich gerne ausblende und sämtliche Augen zudrücke.
Hierzu gehören Süßigkeiten! Die gibt es ja leider kaum ohne Plastik. Klar, sind die eh nicht gesund, aber hin und wieder essen wir alle gern einmal ein Stück Schokolade, Chips oder Gummibärchen.
Wie beim Plastikfreien Juli schon festgestellt, geht ein Monat doch rasch vorbei und man kann während dieser festgesetzten Zeit auch auf etwas verzichten, ohne sich zu sehr einschränken zu müssen.
Und so haben wir uns also vorgenommen, im Januar keine Süßigkeiten oder Snacks in Plastikverpackung zu kaufen.
Weil es aber gerade nach einem stressigen Tag doch auch einfach mal schön ist, abends gemeinsam etwas zu knabbern, habe ich mein altes Kichererbsenrezept wieder ausgepackt und etwas variiert.
Statt der deftigen Kichererbsen gab es dieses Mal süße.
Ich habe ein Glas Kichererbsen gut abtropfen lassen und anschließend in einer Schale mit einer Sauce aus 2-3Löffeln Kokosnussöl, Zucker und Zimt gut durchgeschwenkt. Anschließend kommen die Erbsen gut auf dem Backblech verteilt für ca. 30 min bei 200 Grad in den Ofen. Abkühlen lassen und schon ist eine leckere Knabberei fertig.
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Das Rezept für die deftigen Kichererbsen gibts hier:
https://gruenezwerge.wordpress.com/2013/12/31/silvesterabend/
Ich hoffe auf viele tolle Ideen und Möglichkeiten, Süßes oder Snacks für Zwischendurch selbst plastikfrei herzustellen. Und vielleicht wird der Verzicht letzlich zu einer weiteren bereichernden Erfahrung:-)
Und weil so etwas gemeisam besser geht, freue ich mich über jeden, der im Januar mit uns auf Plastik- Süßes verzichtet.
Gerne könnt ihr hier auch eure Tips oder Links kommentieren, wenn ihr selbst etwas ausprobiert habt!

Fruchtiges

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Wir hatten dieses Jahr viele Kirschen und Himbeeren. Die Zwerge haben zwar massenweise direkt gegessen, aber zeitweise blieben doch welche übrig. Nachdem der Marmeladenvorrat wieder ausreichend aufgefüllt wurde, habe ich Likör mit den restlichen Früchten angesetzt. Für einige Wochen habe ich immer wieder die Beeren, die übrig blieben, in die Flasche gefüllt.
Zu Beginn habe ich zusätzlich Zitronenmelisse und etwas Ringelblumenblütenblätter mit dazu gegeben, kann aber nicht sagen, ob sich das auf den Geschmack ausgewirkt hat.
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Als Grundrezept habe ich folgendes verwendet:
Pro 500g Früchten je 250g Zucker (Kandiszucker) und 0,75l Korn. Da ich die Früchte nach und nach dazugegeben habe, stimmen die Mengenangaben nicht mehr komplett, sondern wurden von mir dann nach und nach angepasst. Letztendlich wurden es fast 2 Liter Likör aus Kirschen, Himbeeren, Walderbeeren und Schwarzen Johannisbeeren.
Die Flaschen habe ich dann an einen hellen und warmen Platz gestellt und alles in allem 3 Monate ziehen lassen, dabei ca. 8 Wochen in der fertigen Mischung.
Anschließend wurden die Früchte abgesiebt und der fertige Likör in kleine Fläschchen gefüllt.
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Nachdem der Likör fertig war, blieben im Topf fast 2 Kilo in Korn getränkte Früchte übrig. Zu alkoholhaltig, um sie zu essen, aber auch zu schade, um sie zu entsorgen. Also habe ich diese eingelegten Früchte zu Fruchtmus verkocht. Hierfür habe ich auf 1kg Früchte ca. 200g Zucker und den Saft einer Zitrone in einen Topf gegeben, kurz aufkochen lassen und das Ganze dann ca. 15 Min köcheln lassen. Anschließend habe ich das Mus in gut gereinigte Gläser gefüllt.
Mein Mus aus beschwipsten Früchten schmeckt wunderbar aufgewärmt zu Eis, auf Crepes oder Pancakes…
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Und mit den Likörfläschchen und dem Mus habe ich schon einige Weihnachtsgeschenke erledigt:-)

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer Blogparade Praktisch. Plastikfrei. Leben teil.

Ringelblumen

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Bereits vor einiger Zeit habe ich die ersten Ringelblumen geerntet und verarbeitet. Da ich dieses Jahr aber wirklich viele hatte und die Blumen bis in den späten Herbst blühen, habe ich noch eine zweite Runde eingelegt und Nachschub für unseren Ringelblumensalbenvorrat hergestellt.
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Ich benütze Ringelblumensalbe sehr gerne für raue Haut, Hände und Lippen. Sie hilft auf kleinen Wunden und tut gut auf wunden Windelpopos.
Da ich immer wieder gelesen habe, dass evtl. auftretende Allergien gegen Ringelblumen nur durch den Blütenkelch ausgelöst werden, verarbeite ich grundsätzlich nur die Blütenblätter, prinzipiel kann aber die ganze Blüte verwendet werden.
Für ein Glas Ringelblumensalbe braucht man ca. zwei Handvoll Ringelblumenblütenblätter. Diese kommen in einen Topf und werden dann mit Olivenöl übergossen, bis alle Blütenblätter bedeckt sind.
Das Öl wird langsam erhitzt, sollte aber nicht kochen. Die Blüten und das Öl 30 Minuten bei leichter Hitze ziehen lassen. Nach 30 Minuten werden die Blütenblätter durch ein Sieb abgegossen. Im Öl werden jetzt Bienenwachsplättchen langsam geschmolzen. Faustregel hierfür ist in etwas ein Esslöffel Bienenwachs auf eine Tasse Öl.
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Zusätzlich kann auch etwas Kokosöl mit verarbeitet werden, das macht die Salbe geschmeidiger und streichfähiger. Je mehr Bienenwachs eingearbeitet wird, umso fester wird die Salbe. Zum Schluss wird die flüssige Salbe in kleine Gläser oder Tiegel gegossen, verschlossen und muss noch abkühlen… fertig.
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Zusätzlich zur Salbe habe ich Ringelblumentinktur hergestellt. Dazu werden ebenfalls ca zwei Handvoll Blütenblätter in eine Weithalsflasche gegeben und mit Doppelkorn übergossen. Der Alkohol muss nun 3-4 Wochen an einem hellen und warmen Platz stehen. Dabei nimmt die Flüssigkeit eine goldgelbe Färbung an. Nach der Zeit werden ebenfalls die Blütenblätter abgesiebt und die Tinktur wird in dunkle Flaschen umgefüllt. Ringelblumentinktur eignet sich ebenfalls gut für die äußerliche Behandlung von Hautbeschwerden und kleinen Verletzungen.
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Die übrigen Blütenblätter habe ich zum Trocknen ausgelegt für Tee und Badezusätze.
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Noch ein Stich…

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Sommerzeit- Insektenzeit. Massenweise Mücken am Baggersee, Bienen in der Wiese, Bremsen, Wespen beinahe überall, und nachts garantiert auch noch ne Mücke im Schlafzimmer… momentan ist so einiges an Stechgetier unterwegs, und deren Stiche jucken nicht wenig!
Schnelle und einfache Hilfe verspricht Spitzwegerich. Die Blätter werden kurz gekaut und dann direkt auf den Stich gelegt.
Auch eine aufgeschnittene Zwiebel hilft gut gegen den Juckreiz.
Für unterwegs gibt es diverse Mittelchen, die man gut in die Tasche stecken kann, allerdings sind die alle in Plastiktuben, und oft ist da so einiges drin, mit dem ich nicht einverstanden bin.
Eine plastikfreie Alternative ist Schwedenbitter. Den mache ich mit Schwedenkräutern aus der Apotheke selbst.
Die Kräuter kommen zusammen mit einer Flasche Korn in eine Weithalsflasche oder ein großes Einmachglas. Dann müssen die Kräuter im Korn mindestens 4 Wochen ziehen und dabei immer wieder geschüttelt werden. Der Ansatz selbst sollte dunkel und nicht zu warm stehen.
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Nach einigen Tagen färbt sich die Flüssigkeit dunkel. Nach 4- 8 Wochen, wenn die Flüssigkeit dunkelbraun ist, wird sie abgegossen und die Kräuter werden herausgefiltert. Der Schwedenbitter kann nun in Fläschchen gefüllt werden und ist bis zu einem Jahr haltbar. Ich fülle ihn in kleine Sprühflaschen, die es auch in der Apotheke gibt. So habe ich immer, wenn ein Stich zu jucken beginnt, ein Fläschchen dabei und kann den Schwedenbitter immer sofort einsetzen. Das Jucken lässt umgehend nach, nur auf bereits aufgekratzte Stiche sollte das ganze wegen dem Alkohol nicht unbedingt kommen, das brennt. Auch für die Zwerge benutze ich die Tinktur gerne, und mit einem kleinen. Sprühfläschchen kann sich die Zwergin im Kindergarten sogar selbst versorgen, wenn mal wieder ein Stich zu jucken beginnt.
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Entspannendes…

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Kastanien sind für alles mögliche zu gebrauchen: zum Basteln, zum Waschmittel herstellen… aber kaum jemand weiß, was man mit den Blüten anstellen kann…
Die sollen hustenstillende, entspannende und durchblutungsfördernde Wirkung haben! Wer die Kastanienblüte verpasst hat, kann sich die übrigens auch in der Apotheke besorgen.
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Bei einer gemütlichen Fahrradtour haben wir einige Blütendolden gesammelt. Abends hat die Zwergin dann fein säuberlich jede einzelne Blüte abgezupft.
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Einen Teil der Blüten haben wir mit Meersalz vermischt und in ein Glas gefüllt. Das ganze wird jeden Tag geschüttelt, und nach ein paar Tagen zum Trocknen in einer Schüssel ausgebreitet. Wenn das Salz wieder komplett getrocknet ist, wird es zurück ins Glas gefüllt. Für ein entspannendes und durchblutungsförderndes Bad einige Löffel ins Badewasser schütten. Während der Schwangerschaft habe ich diesen Badezusatz immer sehr gern gegen müde und schwere Beine als Fuß Bad genossen.
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Kastanienblütenbäder sollen übrigens auch bei. hautproblemen helfen.
Den anderen Teil der Blüten haben wir zum Trocknen ausgelegt, um ihn dann als Entspannungs- und Hustentee zu verwenden. Je dünner der Tee ist umso besser soll seine Wirkung sein. Ca. Ein halber Löffel getrocknete Blüten wird mit heißem Wasser übergossen und muss dann ca. 5 Minuten ziehen. Auch bei Einschlafproblemen soll die entspannende Wirkung des Tees helfen.
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Wie immer handelt es sich bei meinen Anleitungen um persönliche Erfahrungsberichte, ich bin kein Arzt und kann diesen auch nicht ersetzen!

Die Zwergin war während dem Pflücken vollkommen fasziniert von der Kastanienampel! Die Blüten zeigen den Bienen, ob noch Nektar zu holen ist, indem sie innen gelb leuchten. Ist die Blüte befruchtet, ändert sich ihr inneres und wird rot, eine Farbe die für Bienen an sich uninteressant ist. Voller Eifer hat sie jede Blüte untersucht, um herauszufinden, welche denn schon befruchtet sind…
Und weil wir so viel Spaß mit all dem Grünzeug hatten, gehts ab damit zu den Natur Kindern und ihrem. Grünzeug: http://naturkinder.typepad.com/naturkinder/2014/05/gruenzeug-we-love-green-stuff-1.html

Unkraut- Sirup

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Momentan wächst im Garten so ziemlich alles- neben Salat und anderen Sämlingen auch massenweise „Unkraut“. Besonders der Giersch wächst schneller, als ich ihn entfernen kann. Und da das mit dem Entfernen ja sowieso nicht funktioniert, haben wir beschlossen, mit ihm zu leben und ihn zu essen.
Es gibt viele Rezepte und Möglichkeiten, Giersch zu verarbeiten, aber von einem war die Zwergin besonders angetan: dem „Unkraut-Sirup“
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Für 300 ml Wasser braucht man etwas 300 g Zucker und je eine große Hand voll Giersch und Gundermann. Wir hatten noch etwas Ingwer übrig und haben den auch noch mit verarbeitet.
Zunächst bringt man Wasser, Zucker und Ingwer zum kochen und lässt es ca. 15 – 20 Min. köcheln. Anschließend wird das Ganze noch heiß auf die Kräuter gegossen. Die Flüssigkeit muss nun über Nacht ziehen.
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Am nächsten Tag werden die Kräuter abgesiebt und der Sirup in eine Flasche gefüllt.
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Mit Wasser vermischt hat die Zwergin eine erfrischende Alternative zu Fruchtsirup entdeckt, die sich in kleine Flaschen gefüllt und schön verziert gut als kleines Geschenk oder Mitbringsel eignet.
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Und weil es der Zwergin so besonders viel Spaß gemacht hat, das ganze Grünzeug zu verarbeiten, wandert der Beitrag zu den Naturkindern: http://naturkinder.typepad.com/naturkinder/2014/04/zeit-f%C3%BCr-mehr-gr%C3%BCnzeug-we-love-green-stuff.html

Löwenzahnhonig

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Der Löwenzahn steht schon in voller Blüte, und die Zwergin hat sich aufgemacht und einen Korb gepflückt.
Jedes Jahr wieder kochen wir uns daraus Löwenzahnhonig für den Winter. Dem Löwenzahnhonig wird nachgesagt, dass er Halsschmerzen und Husten lindert und bei Erkältung hilfreich ist. Auf jeden Fall hilft er in Tee aufgelöst der Zwergin immer recht gut beim gesund werden:-) Auf ihren selbst gemachten Löwenzahnhonig im Hustentee legt sie immer großen Wert.
Für den Honig pflückt man ca. 300g Löwenzahnblüten bei Sonnenschein. Die Blüten werden unter fließendem Wasser gewaschen. Anschließend werden die Blüten über Nacht in 1 l Wasser eingelegt. Am nächsten Tag müssen die Blüten gründlich abgesiebt werden.
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Anschließend wird die Flüssigkeit mit einem Kilo Zucker vermischt und kurz aufgekocht. Nun muss das ganze so lange köcheln, bis der Honig die gewünschte Konsistenz hat. In ein sauberes und zuvor im Ofen erhitztes Glas abgefüllt hält der Honig bei uns immer gerade die nächste Erkältungszeit, bevor er aufgebraucht ist.
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Natürlich kann man den Honig auch als Brotaufstrich verwenden, aber da das ganze ja nur aus Zucker besteht, verwende ich den Honig lieber als Süßungsmittel für den Erkältungstee.
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