Schlagwort-Archive: Müll vermeiden

Auf ein Neues

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Morgen ist es wieder so weit, das alte Jahr geht zu Ende!

Wie schon seit einigen Jahren versuchen wir, Silvester so verträglich wie möglich zu verbringen.

Statt Feuerwerk gibt es selbstgebastelte Knallbonbons und statt giftigem Blei gießen wir wieder Wachs.

Eine schöne Bastelei sind auch die Glückskekse, die ich letztes Jahr mit der Zwergin gebastelt habe.

Und selbstverständlich kommen wir auch wieder nicht um die weltbesten Neujahrsschweinchen herum 🙂

Die Zwergin hat aber auch dieses Jahr wieder fleißig gebastelt für unsere Tischdeko. Aus grünen Papierresten hat sie Quadrate geschnitten, diese zweimal mittig gefaltet und dann von der gefalteten Spitze aus ein Herz aus dem kleinen gefalteten Quadrat geschnitten. Aufgefaltet entstehen so kleine Kleeblätter.

Kleeblätter falten

Gefaltete Kleeblätter

Glückskleedeko aus Papierr

Der Jahreszeitentisch hat ebenfalls etwas Neujahrsdeko abbekommen. Aus Filzresten haben wir einzelne Blätter ausgeschnitten, diese dann auf einen Faden aufgefädelt und am Schluss alles zusammengezogen. So sind auch hier kleine Kleeblätter entstanden, die die Zwergin nun an den Barabarazweigen aufgehängt hat.

Filzkleeblätter

Kleeblatt aus Filz

Deko zum neuen Jahr

Neujahrsstrauß

Und nun wünsche ich allen einen Guten Rutsch in ein hoffentlich friedliches und glückliches neues Jahr!

Neujahrsdeko

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Gut verpackt

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Jedes Jahr zu Weihnachten landet tonnenweiße Geschenkpapier und Verpackungsband auf dem Müll.

Um bei uns eine volle Tonne nach den Feiertagen zu vermeiden, versuche ich bereits seit Jahren, das Geschenkpapier, das bei uns ankommt, wiederzuverwenden. Vorsichtig geöffnet, kann es oft mehrmals wieder zum Verpacken verwendet werden. Auch gebrauchtes Paketband kann immer wieder verwendet werden. Ich wickle es um Eisstäbchen, so dass es gut aufbewahrt werden kann und bis zum nächsten Mal ist es wieder schön glatt.

Paketband- Aufbewahrung

Früher oder später landet aber jedes Papier im Müll, und so versuche ich, die Geschenke so weit möglich, komplett müllfrei zu verpacken.

Für kleine Geschenke oder Dinge, die ich außerhalb der Familie verschenke, habe ich kleine Beutelchen aus Stoffresten oder Tshirts genäht. Die können wieder verwendet werden und kommen auch gerne beim nächsten Geschenk mal wieder zurück 😉

Geschenksäckchen

Größere Geschenke verpacke ich in Halstüchern, Bettlaken, oder anderen großen Stoffstücken. Auch eine schöne Stofftasche oder Baumwollbeutel können wunderbar zu Geschenkverpackungen umfunktioniert werden. Tücher oder Taschen können meist so mit sich selbst verknotet werden, dass eine Schleife entsteht und kein zusätzliches Band verwendet werden muss.

Trgetuch- Geschenkverpackung

Stoffbeutel- Geschenkverpackung

Geschenkverpackung müllfrei

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer Blogparade EiNab im Dezember und Praktisch. Plastikfrei. Leben. teil.

Transparente Sterne

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In vielen Fenstern hängen gerade wieder Sterne. Oft sind die aus dünnen, bedruckten Plastikfolien, die einfach ins Fenster geklebt werden und dort von selbst an der Scheibe haften. Meist landen sie nach ein oder zweimal ablösen und wieder ankleben im Müll, sofern sie nicht vorher von selbst abfallen und nicht mehr am Fenster haften.

Auch die Zwergin hat sich bunte Sterne an unseren Fenstern gewünscht. Aus Transparentpapier haben wir also gemeinsam verschiedene Sterne gefaltet. Ein plastikfreier lustiger Nachmittag für die ganze Familie.

Quadratische Transparentpapierblätter haben wir zuerst einmal Ecke auf Ecke zum Dreieck gefaltet, das Dreieck noch zwei mal auf die Hälfte gefaltet und dann wieder geöffnet.

Transparentstern falten

An den Seiten (nicht den Ecken) haben wir nun an den Falzinien entlang bis zur Hälfte der Strecke von Seitenrand zum Mittelpunkt eingeschnitten. Anschließend werden die aufgeschnittenen Seiten zur Spitze hin nach innen gefaltet. So entsteht ein Stern mit 4 Zacken. Zwei davon gegenläufig übereinander geklebt, sehen im Fenster sehr schön aus.

Eine anspruchsvollere Variante der Fenstersterne besteht aus mehreren gefalteten Rechtecken.

Die rechteckigen Blätter werden in der Mitte der Länge nach gefaltet und wieder geöffnet. Dann werden die Ecken bis zur Mitte nach innen gefaltet. Die entstandene Spitze wird nochmals an beiden Seiten nach innen gefaltet. Das gleiche wird auch mit der anderen Seite des Rechteckes gemacht.

Fensterstern aus Rechtecken

Die so entstandenen Drachen werden aneinander gelegt und zum Schluss mit etwas Kleber fixiert.

Drachen zum Stern kleben

Fenstersterne

In der gleichen Technik, aber mit variierender Faltung entstehen die unterschiedlichsten Sterne. Je nachdem, ob die Rechtecke zuerst  vom Rand aus eingeklappt und dann die Spitze gefaltet wird, die innere Spitze nach außen zurück gefaltet wird oder nur durch unterschiedliche Farbwahl… es lohnt sich, Neues auszuprobieren.

Grünblauer Stern

braunroter Stern

Schneekristall

grüner Stern

Mit diesem Beitrag nehme ich bei der Blogparade [EiNab] Einfach nachhaltig besser leben  und Praktisch. Plastikfrei. Leben teil.

Apfel, Nuss und Mandelkern

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Der Nikolaus steht wieder vor der Tür, und es ist tatsächlich relativ einfach, das Säckchen oder den Stiefelinhalt plastikfrei und ohne viel Müll zu gestalten. Nüsse, einige Trockenfrüchte, Mandarinen und Äpfel habe ich loose im Bioladen ums Eck bekommen und einfach direkt in meine Beutelchen gepackt.

Nüsse verpackungsfrei

Etwas schwieriger wirds leider beim Schokonikolaus. Da ich aus Prinzip keine Weihnachtsmänner kaufe, sondern nur den echten Bischof Nikolaus mit Bischofskappe statt Zipfelmütze, schrumpft die Auswahl schon gehörig. Eine Bedingung beim Schokoladekauf allgemein ist faire Schokolade. Leider hatte ich da nur die Auswahl zwischen Nikoläusen in Alu oder bereits fertig verpackt in durchsichtiger Plastikfolie.

Schoko- Nikolaus. Der Echte!

Verpackt wird das ganze dann natürlich einfach in den Stiefel. Da die Stiefel der Zwerge aber zu klein sind, um dort auch den Apfel unterzubringen, darf der Nikolaus im Stiefel kuscheln, während Früchte und Nüsse im Jutesack daneben stehen.

Der Sack stand bereits vor der Tür, als ich noch gespannt auf den Nikolaus gewartet habe. Mit einem Wichtel aus Filz beklebt war er damals bereits überall gut zu erkennen und hat so einige Nikolausfeiern in Kindergarten und Vereinen erlebt.

Jutesack mit aufgeklebtem Weihnachtswichtel

Auch andere kleine Geschenke wie neue Socken und Handschuhe, die die Zwerge dringend brauchen, passen wunderbar in das Säckchen und müssen so nicht extra verpackt werden.

Nikolaus

Nikolaus unterwegs

Nun kann er also kommen…

 

Mit diesem Beitrag mache ich bei unserer neuen Blogparade Praktisch. Plastikfrei. Leben im Dezember mit.

 

Liebstes Kind…

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Ja, ich weiß, jetzt werden viele aufschreien…

Ich weiß, das macht man nicht…. ein Auto ist ein Auto, da hört der Spaß nun wirklich auf!

Aber trotzdem…

Mein Auto hat eine Kofferraumblene aus Plastik, in deren Innenleben die gesamte Elektronik von Licht bis hin zum Sensor für das Öffnen verbaut ist. Und diese Blende ist mit Plastikdübeln am Kofferraumdeckel befestigt.

Nach einigen Jahren Nutzung nun sind diese Dübel abgebrochen. Wie mir der Mann in der Werkstatt versicherte, keine falsche Behandlung, sondern eher eine Sollbruchstelle. Leider wusste der Mechaniker mir aber auch zu berichten, dass diese Sollbruchstelle so gebaut ist, dass eben nicht einfach die Dübel ausgewechselt werden, sondern die gesamte Blende ausgetauscht werden muss, da die Plastikdübel nicht herausschraubbar sind, um neue einzuschrauben. Kostenvoranschlag für das neue Teil ohne Einbauzeit inclusive der Elektronik, da auch die mit ausgetauscht werden müsste, ca. 200€.

Irgendwie einfach nicht einzusehen… mein erster Gedanke war, das Ganze einfach fest zu kleben… nach einem Gespräch mit einem befreundeten Automechaniker habe ich diese Idee aber verworfen, da das Ganze wohl nie so stabil werden würde, um weiterhin dem Zug standzuhalten, der darauf wirkt, wenn der Kofferraumdeckel geöffnet wird.

Stattdessen hatte dieser Freund aber eine andere Idee: Schrauben!

Und das versuchten wir dann auch. Von Außen schraubte er die Plastikblende in die Plastikverankerung der Dübel.

Leider wurde es nicht ganz so schön wie geplant, da die Schrauben nicht gerade eingeschraubt werden konnten, damit nicht das Metall beschädigt wurde, aber es ist super stabil.

Ja, ich weiß, das schöne Auto… sollte ich es aber verkaufen oder doch wieder ohne Schrauen sehen wollen, kann ich jederzeit ein neues Plastikteil kaufen und Blende und Verankerung einfach austauschen, und es ist wieder alles wie neu!

Aber ganz ehrlich- es ist ein Auto, das mich sicher von A nach B bringen soll, und das tut es auch mit dieser Art der Verschönerung!

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich den Kofferraum öffne über die gesparten 200€ und das riesen Plastikteil mitsamt der darin verbauten Elektronik, das ich vor dem Müll gerettet habe!

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Mit diesem Beitrag mache ich natürlich bei unserer Blogparade EiNab  und Marias Linkparty Fix it mit.

Kleine Wehwehchen

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Nachdem die Sommerpause nun doch dank Schuljahresanfangsstress und Krankheit etwas länger ausfiel, melde ich mich nun aber endlich zurück. Gar nicht so einfach, den Einstieg nach so langer Zeit wieder zu finden…

Eine Vorlage bot mir gestern allerdings die Arzthelferin, die mir einen Zugang in meine Armvene legte. Nachdem ich das Ding in meinem Arm etwas skeptisch betrachtete, versuchte sie mich mit den Worten zu beruhigen: „Keine Sorge, alles ist super, das ist nur Plastik, das da drin steckt…“

Schön! Machte es auch nicht besser! Dafür begann ich mich aber umzusehen und die Massen an Plastik um mich herum zu betrachten! Spätestens wenn medizinische Hilfe notwendig ist, scheint man dem Plastik einfach nicht mehr ausweichen zu können!

Das Plastikkonstrukt durfte nach einer knappen Stunde wieder aus meinen Venen, allerdings wird die Stelle darum herum, auf der das durchsichtige Plastikpflaster klebte, das die Nadel festhielt, noch einige Tage mit einer juckenden und roten Stelle deutlich zu sehen sein. Denn ich reagiere tatsächlich reativ schnell auf Klebstoff und/ oder Material herkömmlicher Pflaster.

Auch der Müll, der bei jedem Pflaster entsteht, ist beachtlich. Meist sind sie einzeln in eine Plastikfolie eingepackt, um sauber und steril zu bleiben. Auf den Klebeflächen kleben Schutzflügel, die ebenfalls oft aus Plastik oder beschichtetem Material bestehen, und das Pflaster selbst ist meist aus Plastik, oft, zur besseren Wundheilung, mit einer Aluauflage im Inneren versehen.

Zu Hause, bei kleinen und schnell heilenden Wehwehchen haben wir aus diesem Grund kaum Pflaster. Auf Stellen, die mit Salbe oder Creme behandelt werden, machen sich die Zwerge gerne einen „Salbenverband“, kleine Baumwolltüchlein, die schnell ausgekocht werden können, und wie ein Verband um die entsprehende Stelle gwickelt und festgeknotet werden. Auch rauhe Haut oder Rötungen behandeln die Zwerge gerne mit ihren heißgeliebten Tüchern.

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Wenn dann aber wirklich mal ein Pflaster gebraucht wird, habe ich eine Marke gefunden, die die Pflaster aus Baumwolle herstellt. Und weil so ein Pflaster ja oft mehr die Psyche streichelt als die Verletzung heilt, ist es besonders schön, dass es tatsächlich auch welche mit Kindermotiv gibt! Müll entsteht hier zwar trotzdem, aber mit der Wunde kommt kein Plastik in Berührung, und sogar den Kleber vertrage ich sehr gut.

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Dass es sich lohnt, auch bei kleinen Wehwehchen genau aufzupassen, hat sich auch wieder beim Routine- Kinderarztbesuch gezeigt. Da der Zwerg immer wieder Probleme mit den Bronchien hat, inhalieren wir, sobald er Anzeichen einer Erkältung zeigt. Dazu bekomme ich vom Arzt regelmäßig Salzlösung verschrieben. Die gibt es in verschiedenen Größen in der Glasflasche, mit Gummipfropfdeckel und einer Spritze, um die Lösung herauszubekommen, ohne den Inhalt zu verschmutzen.

Oder, wenns schnell gehen muss und ich nicht genau aufpasse, wie diesmal passiert, gibts die leider in vielen kleinen Plastikfläschchen, jede Dosis einzeln verpackt. Zwar muss ich die nicht gebrauchte Flüssigkeit so nach durchgestandener Krankheit nicht wegwerfen, da der Rest ja auch weiterhin steril verpackt ist, allerdings ist der Müll der dabei entsteht, wirklich enorm bei mindestens 3x täglich inhalieren, ganz zu schweigen von diversen Weichmachern, die mit Sicherheit im Plastik stecken…

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Im Notfall gibts leider keine Alternative, aber im Alltag lohnt es sich also wie immer, sich auf die Suche zu machen und die Augen offen zu halten.

Und weil es ja auch im September wieder unsere grüne Blogparade gibt, hüpfe ich hiermit also schnell zu Maria:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/09/10/einab-einfach-nachhaltig-besser-leben-6/

Pimp my Schubkarre

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Vor vielen Jahren hat eine Kinderschubkarre vom Flohmarkt zu uns nach Hause gefunden. Schon damals war sie recht mitgenommen, und man sah ihr an, dass sie einiges mitgemacht hat.

Die Zwerge arbeiten ständig mit der Karre, egal ob Sand, Wasser, Steine, Pflaumen oder Schnee… die Schubkarre hat schon einiges mitgemacht. Nach und nach fing sie an vielen Stellen zu rosten an, und die Lackierung platze ab.

Vor ein paar Wochen hat der Zwergenopa den Schubkarren und einen Eimer, bei dem ebenfalls an vielen Stellen der Lack abplatze, mitgenommen. Feinst säuberlich hat er den alten Lack und den Rost abgeschliffen und zum Schluss alles neu lackiert.

Die Zwerge sind begeistert und Schubkarre und Eimer können so wunderbar in die nächste Runde!

Und die Zwergin hat stolz festgestellt, dass man so einen tollen Schubkarren nicht kaufen kann. So ein toll bemalter ist viel besser als einen neuen zu kaufen, der nicht so viel erlebt hat!

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Mit diesem Beitrag mache ich bei unserer Blogparade „Einfach nachhaltig besser leben“ mit:

http://zwischengeflecht.blogspot.de/2015/08/einab-im-august.html

Plastic free july IV

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Der Juli ist vorbei, und ich stelle fest, es war wirklich schwer!

Wir haben unseren Plastikkonsum im Alltag bereits so gering gehalten, dass es wirklich schwierig ist, noch mehr Plastik zu vermeiden! Klar geht immer noch mehr, aber da ich fest überzeugt bin, dass alles, was ich Kindern absolut verbiete, doppelt interessant ist, möchte ich nicht an den Dingen, die Zwerge gerne haben, sparen. Heißt also auch, dass es mal ein Eis gab oder Süßigkeiten in Plastik. Die Zwergin ist zwar bereits sehr klar in ihren Wünschen und verzichtet oft auf etwas, weil es in Plastik verpackt ist, alles möchte ich ihr aber nicht vorenthalten, da ich gerade ihre eigene bewusste Entscheidung für oder gegen etwas fördern möchte.

Trotz allem haben wir aber auch diese Woche wieder etwas geschafft, wenn auch eher wieder langfristige, große Dinge sich geändert haben.

Wie dem so ist, wenn die Zeit und das Geld am wenigsten sind, geht etwas kaput. Vor ein paar Tagen hat uns unser 6 Jahre alter Kaffeevollautomat verlassen. Der Juli blieb auch in der letzten Woche so stressig wie in den ersten Wochen, so dass einfach keine Zeit war, den Automat in seine Einzelteile zu zerlegen und den Fehler im Heuhaufen zu suchen… Geld, um ein Modell zu kaufen, das unseren Vorstellungen entsprechen würde, ist aber auch nicht da, und ohne Kaffee morgens in die Arbeit geht nun mal einfach gar nicht!

Nach einigem hin und her haben wir uns für eine ganz schlichte Espressokanne entschieden, wie wir sie früher zu Studentenzeiten hatten, allerdings diesmal komplett aus Edelstahl. Klar ist es nicht so einfach und schnell wie ein Druck auf den Knopf, und ich musste unsere alte Plastik- Kaffemühle wieder aus dem Keller ausgraben, aber bereits nach einigen Tagen hat ein neues Ritual des Kaffeemachens begonnen, sich einzuschleichen. Während früher der Druck auf den Knopf gereicht hat und man einige Sekunden später den fertigen Kaffee im Becher hatte, muss man nun etwas Zeit einplanen, um auf das Kochen des Wassers zu warten. Zeit, die ich morgens zusätzlich einplanen muss, aber dann eben auch habe, um einfach meinen Gedanken nachzuhängen oder ein kleines Gespräch zu führen. Und der Kaffee schmeckt auch aus dieser Kanne wirklich lecker! Durch den fehlenden Vollautomat ist etwas mehr Platz auf der Arbeitsfläche, und ich werde ab sofort auf den Flohmärkten die Augen offen halten nach einer alten handbetriebenen Kaffeemühle…

Alles in allem zwar kein geplantes Entplastiken, aber trotzdem eines, das uns mehr Platz geschaffen hat auf der Arbeitsfläche, aber eben auch ein schönes Ritual und Zeit zum Durchatmen.

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Zum Geburtstag hat mir dann der Zwergenpapa noch eine Riesenfreude gemacht! Nachdem ich ja auf dem Weg zur Zwergenoma eine Mühle aufgetan habe, die uns verpackungsfrei Mehl und Getreide verkauft, hat mir der Zwergenpapa eine Getreidequetsche geschenkt, mit der ich ab sofort mein eigenes Müsli machen kann.  Die Flockenquetsche ist komplett aus heimischen Hölzern und Edelstahl in Deutschland gefertigt und einfach wunderbar! Ich bin noch in den Anfängen und freue mich über jeden Tip, was ich mit den gequetschten Körnern noch ales anfangen kann, aber ich stelle bereits jetzt fest, dass viel mehr geht als nur Haferflocken!

Einziger Nachteil: die Zwerge lieben das Quetschen, und bröseln mir nun fast täglich das Zimmer voll 😉

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Weiterhin benützen wir natürlich bei jedem Ausflug unsere Flaschen und Brotzeitdosen, gefüllt mit plastikfreien Snacks und Leitungswasser oder Tee.

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Zum Abschluss habe ich aber am letzten Tag noch einmal einen dicken Dämpfer bekommen. Wir haben vor ein paar Wochen eine Reihe Fliesen für die Küche bestellt. Da wir wirklich nur eine Reihe benötigten, waren das eben auch nur 20 Stück, die nun geliefert wurden- in 4 kleinen Pappkartons, auf einer flächenmäßig ca. 6x so großen Wegwerfpalette, komplett umwickelt mit einer dicken Schicht Plastikfolie!

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Wirklich erschreckend, wenn man bedenkt, dass für ein paar Steinfliesen ein Vielfaches an Müll entstanden ist!

Solange Waren so verpackt werden und die Industrie Verpackungsmüll in diesen Massen produziert, können meine Bemühen nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein!

Es muss sich dringend im Großen etwas ändern, damit auch unsere Kinder in Zukunft noch eine Lebensgrundlage haben!

Einen tollen Beitrag schrieb letztes Jahr übrigens Maria über graues Plastik, Plastik also, das wir nicht sehen, weil es zu Transport, Lagerung und Herstellung verwendet wird, aber auch beim letztendlich plastikfreien Produkt, das wir in den Händen halten meist irgendwie da ist…

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/07/28/grauer-plastikmull-die-unsichtbare-gefahr/

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Linkparty von Maria teil:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/06/14/plastic-free-july-2015-ich-bin-dabei-linkparty/

Plastikfree July III

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Der Juli ist schon wieder fast um, und es ist wirklich schwer, unseren Plasstikkonsum noch mehr zu reduzieren. Wir sind viel unterwegs, da ein Termin nach dem nächsten ansteht, und es bleibt wenig Zeit für Neues oder viel Vorbereitung.

Aber gerade unterwegs häuft sich gerne Plastik an. Hier ist Vorbereitung das wichtigste. Und mit wenig Zeit eben auch das schwierigste.

Ich habe unterwegs also immer eine Trinkflasche dabei und versuche, soweit wie möglich, Brotzeit von zu Hause mitzunehmen. Mit einem Karabiner können die Trinkflaschen ganz einfach an Rucksack oder der Hose befestigt werden, so dass sie schnell griffbereit sind. Bei Wanderungen auch sehr praktisch, da ich noch häufig den Zwerg im Tuch auf dem Rücken trage und trotzdem jederzeit an das Getränk komme.

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Da es hier momentan wahnsinnig heiß ist, möchten die Zwerge natürlich am liebsten jede freie Minute zum Baden. Auch zum See, zu diversen Sommerfesten oder an den Spielplatz wandern also Getränkeflaschen, Schüsseln mit Obst, Gemüsesticks oder Salat mit.

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Das Packen braucht etwas mehr Planung und der Korb und der Fahrradanhänger sind voller, aber mittlerweile haben wir Routine darin und jedes Mal geht das Packen zügiger.

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Ohne unsere Hybridwindeln gehe ich auch nicht mehr aus dem Haus, denn die verursachen wesentlich weniger Wäsche als unsere anderen Stoffwindeln, und da wir momentan kaum zu Hause sind, ist weniger Schmutzwäsche wirklich einiges wert.

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Eine tolle Entdeckung habe ich dann aber diese Woche doch noch gemacht: eine Mühle, die auf dem Weg zur Zwergenoma liegt, d.h. also, wir kommen dort regelmäßig vorbei. In dieser Mühle und dem dazugehörigen Laden bekomme ich Mehl und Getreide für Frühstücksflocken in meine mitgebrachten Gefäße abgefüllt. In Zukunft gibt es diese Dinge also verpackungsfrei!

Plastic free july I

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Die erste Woche ist vorbei.

Und wieder einmal hat sich gezeigt, dass Stress der Feind von plastikfrei ist. In der Arbeit ist gerade viel los und es bleibt wenig Zeit für große Vorbereitungen, die Zwergin war mit Fieber und einem Mageninfekt krank und die Hitze tat ihr übriges, um mich des öfteren zur schnelleren Plastiklösung greifen zu lassen. Nach der Arbeit wollte ich schnell nach Hause zur Zwergin und nicht noch bei 30 Grad durch die halbe Stadt radeln…

Gleich am ersten Tag bin ich auch direkt in die Biergartenfalle getappt: noch total stolz auf das Abbestellen der Strohhalme musste ich dann gleich zusehen, wie ein Ketchuptütchen nach dem anderen über die Pommes der Zwerge geleert wurde. Ohne Ketchup geht einfach nicht! Nachdem ich mich aber letztes Jahr in einem Biergarten so über deren Lösung des Ketchups im Glas gefreut habe, durfte zur folgenden Biergarteneinladung gleich mein eigenes Glas mit Ketchup mit.

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Beim jährlichen Sommerfest des Fanclubs vom Zwergenpapa haben wir auch wieder erfolgreich das Wegwerfgeschirr verhindert. Jeder hat sein eigenes Geschirr mitgebracht und für die, die es vergessen hatten, haben wir zusätzliches Geschirr zur Verfügung gestellt.

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Der Garten gibt auch gerade wieder einiges her, und so konnte ich teilweise gar nicht schnell genug ernten, so flott waren die Schüsseln wieder leer gefuttert!

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Alles in allem aber eine Woche, in der es ziemlich drunter und drüber ging- und wir noch weit entfernt waren von plastikfrei!

Also auf in die zweite Woche! Das können wir doch besser!

Diesen Beitrag verlinke ich bei Marias Blogparty zum plastic free july:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/06/14/plastic-free-july-2015-ich-bin-dabei-linkparty/