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Müllsammel- Fazit

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Der Februar ist vorbei, und mit ihm ein Monat Müll sammeln. Auch in der vierten Woche hat sich wieder einiges angehäuft.

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Ich versuche gerade, den Essensvorrat ebenfalls plastikfrei zu bekommen und kaufe auch dafür so gut es geht nichts mehr, das in Plastik verpackt ist. Die alten Vorräte werden Stück für Stück ausgetauscht. Aus diesen Vorräten im Keller haben wir wieder Dinge aufgebraucht, die dort schon lange liegen und nie gegessen wurden- eine Packung Instantnudeln, an die ich mich nicht einmal erinnern kann, sie gekauft zu haben, eine Packung Suppennudeln und eine Dose Frühstücksfleisch.

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Frisch gekauft habe ich diese Woche einen Camembert und ein Stück Hefe.

Auch diese Woche waren Freunde zu Besuch und es wurden einige Getränke geöffnet.

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Ebenfalls mit Freunden haben sich die Zwerge diverse Süßigkeiten geteilt. Eine Tüte Chips und eine Tüte Knabberzeug wurden komplett vernichtet, die Gummibärchen und die Marshmallows lagen schon länger angebraucht im Schrank und nun wurden die Reste vertilgt.

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Wir haben ein Fläschchen Wein geöffnet, das leider wieder eine Kappe aus Alu hatte.

Mein Rasierhobel ist komplett aus Edelstahl, leider sind aber die Klingen in Plastik verpackt… immer 10 Stück sind in einem Kistchen aus Plastik, das zusätzlich in eine Folie eingeschweißt ist.

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Und dann war natürlich Fasching. Am Dienstag waren wir auf einem Faschingsumzug, und ich möchte den Zwergen nicht den Spaß am Süßigkeiten- Fangen nehmen… also haben wir natürlich mitgefangen und einiges sofort gegessen…

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Leider nicht in meiner Kiste gelandet sind diese Woche 4 Strohhalme, die die Zwerge im Lokal bekommen haben und eine Plastikgabel, die es ebenfalls im Lokal gab, und die Plastikfolie, in die die Paprika eingepackt war, die Freunde zum Kochen zu uns mitgebracht haben- aufgrund meines Sammelns haben sie sich nicht davon abhalten lassen, ihren Müll wieder mit zu nehmen.

Nachdem der Monat nun vorbei ist, habe ich allen gesammelten Müll genommen und zusammen gewogen, um zu sehen, was nun insgesamt zusammen kam.

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Ich bin tatsächlich positiv überrascht, sah es doch Woche für Woche nach recht viel aus… Knapp 500g sind zwar trotz allem noch optimierbar, aber ich finde, eine ordentliche Leistung.

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Zum Abschluss der Woche hatte ich noch ein extrem positives Erlebnis im Supermarkt ums Eck…

Nachdem ich dort schon einige Diskussionen hinter mich gebracht habe, wurde mir dieses Mal mein Käse absolut problemlos und ohne Zögern in meine mitgebrachten Dosen gelegt. Zuerst sollten diese nochmals in eine Tüte mit Preisschild, aber nach einem kurzen Hinweis von mir klebte auch der Preiszettel ohne weiteres Nachfragen auf einer meiner Dosen.

Dieser Einkauf hat mir wieder gezeigt, dass es wert ist, nicht locker zu lassen und ich vmtl. nicht die Einzige bin, die ihre Produkte ohne Verpackung fordert, denn letztlich gehe ich dort nicht oft genug einkaufen, um diesen Erfolg auf mein Konto zu buchen!

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3.Woche, müllfreie Neuigkeiten

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Die dritte Woche meines Müllsammelmonats ist vorbei, und auch diese Woche ist wieder einiges an Verpackung angefallen.

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Wir hatten vor einigen Tagen Freunde zu Besuch. Aus diesem Abend resultieren die Kronkorken und Flaschenhülsen der Weinflaschen.

Die Zwergin hat zum Schulbeginn eine Packung Schokolinsen bekommen. Die Verpackung selbst besteht zwar aus Karton, der Deckel jedoch war aus Plastik. Diese Woche nun hat sie die letzten aufgegessen.

Beim Mischen meines Deos ist mir diese Woche ein ätherisches Öl aus gegangen. Die Flasche selbst bestand aus Glas, allerdings hatte das Fläschchen einen Ausgießer und einen Deckel aus Plastik. Ebenfalls diese Woche ausgegangen ist ein Körperöl, dessen Deckel auch aus Plastik war.

Und dann haben wir das Wohnzimmer umgeräumt und dabei einige Dübel aus der Wand gezogen, die nicht mehr benutzbar waren.

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Eine Plastiktüte stammt noch aus der Woche Urlaub an Weihnachten… die Zwerge wollten dort unbedingt genau diese holländischen Cornflakes. Die letzte Portion wurde diese Woche gegessen. Die Verpackung der Bananenchips liegt ebenfalls schon seit letzten Sommer im Schrank… Von einem Ausflug mit Oma haben die beiden eine halbe Packung mitgebracht, die sie nun endgültig gegessen haben.

Der Zwergenonkel hat einen Bauernhof, auf dem einige Kühe leben. Zum Eigenbedarf wird einmal im Jahr eine dieser Kühe geschlachtet, und wir nehmen jedes Mal auch etwas vom Fleisch. Da das Fleisch direkt portioniert und eingeschweißt wird, entsteht auch hier Plastikmüll.

Und dann wollten die Zwerge und der Zwergenpapa unbedingt Pistazien essen und unverpackt habe ich keine bekommen…

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Eine Schokokekspackung hat diese Woche auch nicht überstanden… Ich hatte die Packung in der Arbeit im Schreibtisch liegen und habe immer wieder mal einen Keks gegessen.

Die Zahnpaste der Zwerge war diese Woche alle, und da die Zwerge nicht auf  meine selbstgemachte Zahncreme umsteigen wollen, wird es auch diese Verpackung leider auch in Zukunft geben.

Das Plastikteil stammt von unserem Staubsauger und ist vor ein paar Tagen abgebrochen.

Und dann gab es leider auch diese Woche wieder neues Plastik…

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In der Gemüsekiste gibt es immer wieder leckere Käseaktionen mit neuen, besonderen Käsesorten… diese Woche haben wir an der Aktion teil genommen, da sich die Auswahl sehr interessant anhörte. Leider sind die Käse aber in mit einer dünnen Plastikfolie beschichtetes Papier gewickelt.

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Und 3 Tüten sind angefallen beim Verarbeiten des Hunde- und Katzenfutters. Ich hole mir regelmäsig das Aballfleisch beim Metzger ums Eck, portioniere das und friere es in alten Tüten ein.

Ansonsten gab es diese Woche wenig neue Entdeckungen…

Ich war im Unverpacktladen einkaufen und habe unsere Vorräte wieder aufgestockt, die so langsam auch immer mehr plastikfrei werden, je mehr wir die alten Vorräte aufbrauchen…

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Und dann habe ich mit Sylvia von Gruener wird’s nimmer einen Workshop zum Herstellen von plastikfreien  Putzmitteln veranstaltet, bei dem ich selbst auch wieder viele Anregungen bekam, wir neue Erfahrungen und Ideen ausgetauscht haben und selbstverständlich mit den Teilnehmern unsere Putzmittel selbst hergestellt haben.

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Elastisches…

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Haargummis… etwas, ohne das ich mit meinen langen Haaren kaum durch den Tag komme…

Immer habe ich irgendwo einen um das Handgelenk, in der Tasche oder eben in den Haaren…

Leider bestehen die alle ja aus Kunststoff und sind meist weder verpackungsfrei zu bekommen, noch halten sie sonderlich lange.

Eine wunderbare Möglichkeit, Haargummis selbst zu machen, sind kaputte Strumpfhosen.

Diese Woche war es leider wieder so weit und eine Strumpfhose, die ich schon sehr lang besessen habe, musste einer abstehenden Ecke am Kopierer ihren Tribut zollen.

Da in Strumpfhosen meist genug Elasthan ist, um sie elastisch genug auch für verantwortungsvollere Aufgaben zu halten, bieten sie sich wunderbar an, um aus ihnen Haargummis zu machen.

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Die kaputte Stelle kam weg, anschließend wurde die Strumpfhose in handbreite Stücke geschnitten.

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Jedes dieser Stücke ergibt einen wunderbaren Haargummi, der einiges aushält, gedehnt werden kann, aber auch fest die Haare zusammen hält.

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Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer grünen Blogparade {EiNab} teil.

 

2. Woche, ganz schön haarig…

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Die zweite Woche ist vorbei, und wir haben natürlich fleißig weiter gesammelt.

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Auch diese Woche haben sich ein paar Sachen angesammelt, obwohl wenn wir wirklich versucht haben, keinen Müll zu verursachen.

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Aber der Reihe nach…

Der Zwerg hat sich eine Packung Salzstangen geschnappt, die seit längerem im Schrank liegt.

Wir haben diese Woche 4 Bier getrunken und die Deckel landeten selbstverständlich in meiner Sammelkiste.

Beim Putzmittel- machen habe ich eine Flasche Essigessenz verbraucht, deren Plastikdeckel natürlich mitgezählt wird.

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Auch über diverse andere Reste haben sich die Zwerge hergemacht… Die Reste einer Packung Marzipan- Schoko- Früchte, die noch übrig waren von einem Geschenk des Zwergenpapas zu seinem Geburtstag und eine halbe Packung Gummibärchen, die von der Silvesterparty liegen blieben, mussten diese Woche dran glauben.

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Auch der Wauz war diese Woche nicht ganz unbeteiligt. So hat er sich eine Packung veganer Kekse geschnappt, die ich am nächsten Morgen für eine Kollegin mit in die Arbeit nehmen wollte… Übrig blieb leider nur die Plastikfolie… Zwei weitere Folien waren noch dem Einkauf von letzter Woche geschuldet, als wir ohne Behältnisse einkaufen waren… die Folien von zwei Stücken Hartkäse sowie eines Stückes Wurst kommen leider auch auf meinen Haufen.

In das letzte kleine Tütchen war unser Paprikagewürz verpackt, das ich letzten Herbst aus Mangel an verpackungsfreien Gewürzen in Plastik gekauft habe. Da wir nun aber einen verpackungsfreien Laden in der Stadt haben, wird das nächste Paprikapulver hoffentlich ohne Tütchen zu uns kommen.

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Die große Dose Ziegenkäse steht ebenfalls schon eine gefühlte Ewigkeit im Kühlschrank… Da die Großpackungen weniger Müll verursachen, haben wir das letzte Mal eine große Dose gekauft… nun war der Käse aufgegessen und sowohl Dose wie auch Plastikdeckel landen in meiner Sammelkiste.

Und weil Dinge immer dann passieren, wenn man sie nicht gebrauchen kann, ist ausgerechnet diese Woche mein seit langem gehütetes Gesichtspuder endgültig aufgebraucht worden… Die Verpackung besteht aus einem Plastikdöschen und einem Alunapf.

Auch der Schaumfestiger, den ich wirklich sehr sparsam benutzte, ist nun endgültig leer.

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Da ich im jedes Jahr gegen Ende des Winters Probleme bekomme mit der trockenen Luft und dringend meine Haare im Zaum halten muss, damit sie nicht zu elektrisiert sind, benutze ich hin und wieder Schaumfestiger. Die meiste Zeit im Jahr komme ich jedoch wunderbar ohne klar, weshalb die Flasche nun schon einige Zeit überdauert hat. Diese Woche nun war sie aber endgültig leer, und da noch kein Ende der trockenen Zeit in Sicht ist, in der meine Haare mir ohne Hilfsmittel nicht zu Berge stehen, musste Nachschub her.

Dass ich keine neue Flasche kaufe, war klar, Schaumfestiger gibt es nur in Alu mit Plastik oder eben in reiner Plastikverpackung. Ich habe mich auf die Suche nach alternativen Möglichkeiten gemacht und eine wunderbare Möglichkeit gefunden, meinen Schaumfestiger zu ersetzen: Bier.

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Bier scheint nass in die Haare geknetet, tatsächlich eine gute Alternative zu herkömmlichen Stylingprodukten zu sein.

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Ich habe es nur als Hilfe, um meine aufgeladenen Haare zu bändigen verwendet, bin jedoch begeistert.

Etwas Bier in eine kleine Sprühflasche gefüllt und auf die Haare gesprüht, wirkt Wunder! Zwar ist es etwas gewöhnungsbedürftig, sich frühmorgens die Haare mit Bierduft einzusprühen, jedoch verfliegt der Geruch innerhalb kürzester Zeit, und auch für andere ist er nicht mehr wahrnehmbar.

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Bier als Haarfestiger funktioniert bei meinen Haaren wunderbar, sie fliegen auch bei trockener Luft nicht, und ich habe tatsächlich das Gefühl, das Bier gibt ihnen zusätzlich mehr Volumen.

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In Zukunft werde ich also, statt mir diverse Produkte für die Haare zu kaufen, einfach hin und wieder etwas Bier abfüllen, wenn der Zwergenpapa sich sowieso eines aufmacht.

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer grünen Blogparade {EiNab} teil.

 

 

 

 

Müllsammeln die Erste und käsige Erkenntnis

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Die erste Woche meines Februar- Müllsammelprojektes ist vorbei und ich möchte euch gerne teilhaben lassen an meinem gesammelten Elend.

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Es hat sich doch mehr angesammelt, als ich erwartet hatte.

Einiges wäre vermeidbar gewesen, anderes ist akzeptabel, und eine Sache hat mich letztlich schon zu einer wunderbaren Änderung gebracht und mir ein Wochenprojekt und viel Spaß beschert…

Aber der Reihe nach…

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Wir haben die Gemüsekiste, da wir dort unser Obst und Gemüse regional, bio und verpackungsfrei bekommen. Leider verirrt sich hin und wieder doch etwas Plastik in die Kiste… So auch diese Woche. Der Rucola-Salat war in einer Plastikschale verpackt und in eine zusätzliche Plastikfolie verschweißt.

Wir haben zwei Flaschen Wein geöffnet, und leider ist bei den meisten Weinflaschen der Korken mit einer Plastikkappe umhüllt. Ich habe mittlerweile einige sehr gute Weine gefunden, deren Korken nicht mit einer Folie verschlossen ist, so dass ich in Zukunft bewusst beim Kauf von Wein auch darauf achten werde. Die Weine, die wir noch im Keller haben, werden aber natürlich trotzdem genossen, weshalb auch in Zukunft wohl noch einige Kappen im Müll landen müssen.

Die kleine Schokoriegel- Verpackung hat die Zwergin aus der Schule mitgebracht. Dort wurde Geburtstag eines Mitschülers gefeiert, und alle Kinder haben einen Schokoriegel erhalten… Die Zwergin hat ihn in ihre Brotzeitdose gepackt und zu Hause mit ihrem Bruder geteilt- und das will ich den beiden natürlich nicht zugunsten der Plastikvermeidung verbieten.

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Der Toast durfte vor ein paar Wochen Samstag Mittag mit zu uns kommen, da sein MHD eben am Samstag ablief und ansonsten im Müll gelandet wäre. Die letzten eingefrorenen Scheiben haben die Zwerge am Wochenende zum Frühstück verputzt.

Die Spaghetti liegen auch bereits sehr lange in unserem Vorratsschrank. Ich habe im Lauf des letzten Jahres sehr viel aussortiert, und das meiste davon getauscht gegen Lebensmittel. Meine Bedingung war immer, Bio und soweit wie möglich plastikfrei, aber ich habe meinen Tauschpartnern immer frei gelassen, was und wieviel sie letztlich geben wollen für das eine oder andere Teil. Meist kamen dann Nudeln, und die waren zwar immer bio, aber selten plastikfrei. Eines dieser, gegen nicht mehr gebrauchte Dinge eingetauschte Nudelpäckchen musste nun diese Woche zum Abendessen herhalten.

Die Plastikfolien neben der Nudelverpackung sind reiner Faulheit und Bequemlichkeit geschuldet. Der Zwergenpapa ist direkt nach der Arbeit zum Metzger gefahren und hat Wurst und Käse gekauft. Leider haben wir beide morgens nicht daran gedacht, ihm leere Behälter dafür mitzugeben.

Erste Erkenntnis für diese Woche also einmal wieder: Wir müssen noch mehr planen und bereits am Morgen wissen, wo wir nach der Arbeit vorbei fahren. Das beinhaltet noch mehr Planung, Vorausdenken und eben das Einpacken diverser Behältnisse im Vorhinein, sollte der Weg uns an bestimmten Läden vorbei führen…

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Bei der Wurstdose war ebenfalls das MHD überschritten, und die Dose wäre so oder so im Müll gelandet. Für den Notfall hab ich immer ein Päckchen Butter eingefroren. Butter kann ja sehr einfach und sehr lecker und komplett verpackungsfrei selbst hergestellt werden. Diese Woche war allerdings einiges los, so dass ich einfach keine Lust und keine Zeit hatte, und deshalb die eingefrorene Butter genommen habe.

Der Frischkäse stammt aus einer Foodsharing- Kiste. Ich liebe Frischkäse, aber dank der Plastikverpackung wandert der nur in unseren Kühlschrank, wenn ich eben Nahrungsmittel dadurch rette.

Das erste, was diese Woche in meiner Kiste landete, war diese Frischkäseverpackung. Und die hat mich so geärgert, dass ich am nächsten Tag gleich mal recherchieren musste, wie man Frischkäse selbst herstellt…

Es gibt viele verschiedene Anleitungen im Netz, manche klingen zwar sehr lecker, aber auch unheimlich zeitaufwändig. Und genau deshalb habe ich die einfachste ausprobiert, die ich finden konnte…

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Es braucht nichts außer fettarmen Joghurt, den es ja im Pfandglas problemlos zu kaufen gibt. Der Joghurt wird in ein Baumwolltuch geschüttet und über Nacht im Kühlschrank in einem hohen Gefäß zum Abtropfen aufgehängt.

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Am nächsten Morgen ist die Molke abgetropft, und der Käse kann direkt gegessen werden. Ich finde ihn bereits so unheimlich lecker und finde, dass die gekauften Käse geschmacklich kaum mithalten können.

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Wer nun aber geschmacklich noch variieren möchte, kann nun nach Herzenslust ausprobieren. Ich habe Schnittlauch kleingeschnitten und darunter gemischt, aber auch bereits Paprika und Kräuter der Provence ausprobiert…

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Frischkäse wird es nun bei uns sicherlich endlich wieder häufiger geben, wenn auch weiterhin der

Fertigkäse mitkommen darf, wenn er ansonsten nur noch die Aussicht auf den Müll hätte….

Mit diesem Beitrag nehme ich an unserer grünen Blogparade {EiNab} teil.

Keine Probleme?

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Hast du denn sonst keine Probleme? Du hast halt sonst nichts zu tun!…

Aussagen, die ich oft zu hören bekomme.

In den letzten Monaten haben mich diese Aussagen oft sehr runter gezogen. Ich hatte immer wieder das Gefühl, das, was ich da mache, bringt sowieso nichts.

Aber ich habe auch immer wieder Menschen getroffen, die mir gezeigt haben, dass es eben doch etwas bringt!

So wie z.B. Christina, eine Erzieherin aus der Nähe von München. Sie hat letztes Jahr mein Interview im Greenpeacemagazin gelesen und daraufhin beschlossen, selbst etwas zu ändern, etwas zu tun. Während eines tollen Projektes in ihrem Kindergarten entstanden beeindruckende Collagen, und letzten November organisierte sie einen Vortrag, zu dem ich als Referentin eingeladen wurde, um über meinen plastikfreien Alltag zu berichten.

Treffen wie das mit Christina haben mir gezeigt, es ist es wert, weiter zu machen, auch und gerade wegen Kommentaren wie oben genannten.
Immer wieder werde ich darauf angesprochen, dass plastikfrei und müllreduziert ja nur geht, wenn man Zeit hat…
Auch Aussagen wie “ Du bist ja daheim!“ oder „Ich arbeite, dazu habe ich keine Zeit“ höre ich immer wieder.
Als ich vor 7 Jahren mit der Zwergin schwanger war, habe ich angefangen, wo möglich, Giftstoffe aus unserem Leben zu verbannen. Schritt für Schritt hat sich unser Leben verändert. Ich habe begonnen, die Babyausstattung second hand zu kaufen, da dann die schädlichen Stoffe bereits herausgewaschen wurden. Stoffwindeln wollte ich schon immer verwenden, das war schon lange klar. Da ich aber auch hier irgendwo anfangen musste, habe ich auch die gebraucht gekauft, und nach und nach die die für uns nicht funktionierten wieder weitergegeben, bis ich unser jetziges funktionierendes System gefunden habe.
Feuchttücher- klar, die fielen auch wegen der enthaltenen Inhaltsstoffe weg! Und auf der Suche nach Alternativen kam ich immer mehr auf den Geschmack von wieder verwendbaren Hygieneartikeln und bald versuchte ich auch andere Wegwerfartikel mit langlebigen Produkten zu ersetzen.
Nachdem ich meinem Baby “ zumutete“ , gebrauchte Kleidung zu tragen, war es nun auch für mich selbstverständlich! Und je mehr ich versuchte, Einwegprodukte, Verpackung und Neukauf zu vermeiden, umso mehr rückte auch Plastik in meinen Fokus.
Ich begann wieder in Teilzeit zu arbeiten. Während ich hin und her rotierte zwischen Kind, Beruf und Haushalt, war ich nun fast täglich beim Einkaufen auf der Suche nach plastikfreien Produkten. Klar, das kostete Zeit, aber ich habe immer nur einzelne Dinge ersetzt und so Stück für Stück kleine Änderungen in unseren Alltag integriert. Immer mehr habe ich dabei auch Dinge selbst gemacht. Dann hat sich der Zwerg angemeldet, und da viele Dinge bereits zur Routine geworden sind, hatte ich wieder etwas Zeit, um Neues auszuprobieren und Dinge selbst herzustellen. Während dieser Schwangerschaft und der Zeit danach wurde es mir immer wichtiger, Dinge nicht mehr zu kaufen sondern nach DIY oder Second hand Alternativen zu suchen.
Ich habe begonnen, diesen Blog zu schreiben, um Gleichgesinnte zu finden, Ideen zu teilen und vielleicht sogar den einen oder anderen zu inspirieren, selbst zu beginnen, etwas zu ändern.

All das habe ich immer wieder geschafft! Und das ist es wert, weiter zu machen!
Durch den Blog angeregt und motiviert habe ich immer wieder Neues ausprobiert, den Austausch im Netz empfinde ich nach wie vor als sehr motivierend und anregend!
Nun zurück zur Ausgangsfrage.

Ja, ich habe genug andere Probleme! Und ja, ich habe viel anderes zu tun!
Auch ich habe oft zu wenig Zeit!
Mein Alltag ist ein hin und her zwischen Beruf, Kindern, Haustieren und Haushalt, und oft bin ich so müde, dass ich mit den Zwergen gemeinsam einschlafe.

Im Alltag entstehen regelmäßig Probleme, um deren Bewältigung ich mich kümmern muss. Aber nichts davon wiegt so schwer, dass ich es als Ausrede benutzen könnte, um nicht weiter zu versuchen, Plastik zu verweigern, Müll zu vermeiden und unseren Konsum kritisch zu hinterfragen.
Plastikfreies Leben hat nichts mit besonders viel Freizeit oder besonders wenig Problemen zu tun!
Mir ist dieses Leben aber wichtig, und so schaffe ich mir Zeit dafür, plastikfreie Alternativen zu finden und auszuprobieren- Zeit, die andere vielleicht anders nutzen, mit anderen Hobbys füllen!

Im Alltag ist dieses Leben sicherlich mit Aufwand verbunden.

Aufwand, der allerdings immer nur so lange zusätzliche Zeit fordert, bis sich die neuen Verhaltensweisen im Alltag eingespielt haben.

Etwas zu verändern oder eben nicht, hängt nicht davon ab, wieviel Zeit oder Probleme ich habe. Ich muss wollen!

Es hängt davon ab, wie bequem ich es mir machen will in meinen eingelaufenen Ritualen, oder ob ich gewillt bin, etwas Neues zu probieren und zu versuchen, dieses Neue wieder zu Alltag werden zu lassen.
Bei diesem Vortrag kam als Argument immer wieder, „keine Zeit“ oder „zu teuer“. Ich habe bewusst versucht, so viele Tipps wie möglich weiter zu geben, die wenig Zeit veranschlagen und / oder kaum etwas kosten.

Plastikfreies und müllreduziertes Leben ist auch mit Familie, mit Haushalt und Job machbar, sofern ich eben etwas ändern will.

Und so werde ich auch weiterhin die Zeit haben, mit den Zwergen im Wald Kräuter zu sammeln, Gemüse zu pflanzen, Badesalz und Cremes herzustellen oder Spielzeugwünsche zu basteln.

Wer meinen Blog verfolgt, dem ist sicherlich nicht entgangen, dass hier in den letzten Monaten wenig los war…

Dafür war im Alltag umso mehr los… Ich habe immer wieder gekämpft mit mir, inwiefern es überhaupt sinnvoll ist, so zu leben wie wir es tun… Ich habe mir viele Gedanken gemacht, über Aussagen wie“ Das bringt doch nichts!“, „Du hast halt keine Probleme!“ und ähnliche…

Und letztlich bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es sehr wohl etwas bringt. Dass ich weiter machen möchte und muss…

Und dass ich wieder aufhören muss, mich in meinen ausgelaufenen Pfaden auszuruhen…
Und alles, was ihr hier seht, alles wovon ihr hier lest, ist das Ergebnis eines langjährigen Prozesses, einer Entwicklung, die nun bereits seit mehr als 7 Jahre dauert.

Die letzten Monate hat diese Entwicklung aber sehr stagniert. Nun bin ich also zu dem Entschluss gekommen, es geht weiter! Ich bin noch lange nicht am Ende angekommen!

Klar wird es momentan vielleicht wieder etwas ungemütlicher werden, wenn ich versuche, neue Verhaltensmuster zu etablieren, aber sobald sich diese wieder in den Alltag integriert haben, werden auch diese Neuerungen wieder kein Problem mehr sein.

Und um mir erst einmal wieder klar zu werden, wo wir denn überhaupt stehen, habe ich ein Gespräch zum Anlass genommen, im Februar Inventur zu machen.

Silvia von Gruenerwirdsnimmer und ich wollen gemeinsam ab 1.2. unseren Verpackungsmüll sammeln. Letztlich soll dieser als Anschauungsmaterial für eine Ausstellung dienen, die Studenten planen.

Ich nehme dieses Vorhaben nun aber als Anlass, wieder genau hinzusehen, wo ich noch etwas besser machen kann. Und ich nehme es als Anlass, meine Plastik- und Müll- Lethargie zu überwinden und neue Verhaltensweisen einzutrainieren.

Und selbstverständlich werde ich hier wieder regelmäßig berichten!

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Schulanfang

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Nächste Woche beginnt für die Zwergin die Schule. Endlich! Neben einigen anderen Dingen ist ihr natürlich Ihre Schultüte sehr wichtig. Als wir vor ein paar Monaten anfingen, darüber zu sprechen, wie ihre Schultüte wohl aussehen sollte, kam sie mit meiner alten Schultüte von Oma zurück. Die hatte mein altes Ding doch tatsächlich aufgehoben…

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Ziemlich schnell waren wir beide uns einig, dass sie meine Schultüte nehmen möchte, nachdem ich sie etwas gepimpt hätte…

Die Tüte selbst ist mit rot gepunktetem Stoff bezogen, der bleiben durfte. Die roten Bordüren, das Bild und den Stoff oben zum Verschließen, der leider nicht mehr schön war, habe ich abgemacht.

Da die Zwergin sich ein Einhorn auf der Tüte gewünscht hat, habe ich einen Stoffaufnäher besorgt, der nun mittig die Tüte ziert.

Im Stoff-Fundus fand ich einen alten roten Stoffrest, der recht gut zum gepunkteten der Tüte passte. Daraus habe ich einen Überzug für die recht ramponierte Spitze genäht und auch an den oberen Rand dürfte dieser Stoff. Der Rest dient nun dem Einhorn als Unterlage.

 

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Die weiße Rüschenborte stammt vom Flohmarkt und hat schon recht lange auf einen passenden Einsatz gewartet.

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Zum Verschließen gab es früher eine Kordel mit Pappherzen daran. Die durften bleiben, allerdings habe ich die „Schleife“ noch aufgehübscht durch eine weitere Kordel mit gehäkelten Herzen daran und einigen farbigen Holzperlen mit Zwergins Namen. Die rote Borte, die früher auf der Tüte klebte, dient nun als Verschluss, aus einem Stückchen des alten Stoffes habe ich Knöpfe gemacht, mit deren Hilfe das ganze zugeknotet und schnell geöffnet werden kann.

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Nun ist meine alte Schultüte also bereit für die nächste Runde und darf nächste Woche, 30 Jahre später ein zweites Mal mit in die Schule. Die Zwergin zumindest ist glücklich über ihre Schultüte und kann ihren ersten Schultag kaum erwarten.

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Und weil ich das Bild auf meiner alten Tüte wirklich toll fand und es nicht entsorgen wollte, habe ich es kurzerhand auf eine Eckspannmappe geklebt. So wurde aus einer bereits vorhandenen einfachen Mappe eine individuelle und mädchenhafte Hausaufgabenmappe.

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Ich bin diesen Monat Gastgeberin unserer Blogparade „EiNab- Einfach nachhaltig besser leben“ und freue mich deshalb über eure Beiträge, die ihr hier auf unserem Blog verlinken könnt.

Heftumschläge plastikfrei

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Während wir hier gerade Pfingstferien haben, geht es in einigen anderen Bundesländern bereits auf die Sommerferien zu. Und nach den Sommerferien beginnt wieder ein neues Schuljahr mit neuen Heften und neuen Umschlägen…

Da ich Lehrerin bin, beschäftigt mich das Thema Schule ohne Plastik sowieso ständig, dieses Jahr aber umso mehr, als auch die Zwergin bald ein Schulkind sein wird.

Heftumschläge sind dabei immer ein ganz wichtiges Thema: die gibt es nämlich kaum ohne Plastik.

Lehrer sind sehr wählerisch, da die Umschläge stabil und natürlich gerade für Schulanfänger farblich unterscheidbar sein sollen und ausreichend Wiedererkennungswert besitzen müssen, so dass nicht 25 Kinder nachfragen, welches Heft gemeint ist, sondern sofort allen klar ist: das ist das große blaue Heft.

Sylvia Manhart von minouki hat nun den Plastikumschlägen den Kampf angesagt.

Gemeinsam mit ihrem Mann stellt sie Umschläge aus stabilem 250g starkem Recyclingpapier her. Die Umschläge werden regional in einer Druckerei mit wasserbasierten Ökofarben gedruckt und noch von ihr mit lösungsmittelfreiem Kleber zu hause geklebt.

Momentan sind die Umschläge in DinA4 in 4 verschiedenen Farben zu bekommen.

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Die Farben sind klar und eindeutig zuzuordnen, aber mit dezenten Mustern schön gestaltet. Das Papier ist dick genug, dass das Heft auch bei starker Benutzung geschützt ist und bei normalem, achtsamen Umgang ein Schuljahr problemlos überstehen sollte.

Die Zwergin ist begeistert von den Heftumschlägen und würde sie am liebsten sofort um alle Malbücher binden. Gerade die Muster treffen voll ihren Geschmack.

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Sylvia hat nun ihr Projekt in der Crowdfunding- Plattform „Startnext“ eingestellt, um Geld zu sammeln für eine Blaue- Engel- Zertifizierung und weitere Farben und Größen.

Ein wirklich unterstützenswertes Projekt, und ich hoffe, dass es bald viele weitere Farben und Umschläge in DinA5 geben wird!

Und wer jetzt wie die Zwergin gerne selbst einmal die tollen Umschläge testen will, der hat die Chance, hier so ein schönes Set zu gewinnen. Dazu müsst ihr einfach nur bis Freitag, den 3. Juni bis Mitternacht unter diesem Beitrag kommentieren und mir erzählen, was ihr versucht, um den Schulranzen plastikfrei zu halten. Unter allen Kommentaren verlose ich dann am Samstag ein Set dieser tollen Umschläge. Der Gewinner wird von mir in den Kommentaren erwähnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Mit diesem Beitrag mache ich bei unserer Blogparade {EiNab} mit.

Gesichert IV

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Es wird so lagsam doch endlich wieder besseres Wetter und die Zwerge halten sich viel draußen auf. Bis letztes Jahr hatte ich ein Schaumgummi-U, das ich zur Sicherheit gegen zufallende Türen und eingeklemmte Finger über die Terassentür klemmen konnte. Nachdem nun aber alle Weichmacher heraus waren und das Schaumgummiding zerbröselt ist, musste was Neues her.

Nach diversen Versuchen wie über die Tür geworfene Handtücher kam ich endlich auf das Naheliegende: Der innere Türgriff und der äußere Knauf mussten irgendwie verbunden werden. Da der Rolladen recht eng an der Tür entlang geht und deshalb außen keine normalen Knaufe oder Griffe angebracht werden können, da diese zu tief wären, haben wir einfach einen kleinen Knopf angeschraubt. Dieser ist allerdings zu klein, um ein Handtuch oder ähnliches wie um den Türgriff herumlegen zu können…

Schließlich fiel mir ein dickes, recht stabiles Juteseil in die Hände. Dieses Seil habe ich nun innen um den Türgriff gebunden, wo es auch bleiben kann und nicht jedes Mal erst gesucht werden muss. Bei Bedarf wickle ich nun eine lange Schlaufe einfach außen um den Knopf. Durch das dicke und robuste Seil kann die Tür bei leichtem Luftzug oder im Spiel nicht mehr komplett zufallen und kleine Zwergenfinger sind vor dem Einquetschen geschützt. Auch muss ich keine Angst mehr haben, dass der Zwerg im Spiel die Tür schließt und den Griff verstellt, während er innen ist und ich draußen…

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Mit diesem Beitrag nehme ich bei unserer monatlichen Blogparade {EiNab} teil.

 

Ei mal anders

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Bisher hatten wir zu Ostern immer Plastikeier im Baum vor dem Haus hängen. Im Zuge meiner Ausmistchallenge habe ich die Tüte bunter Eier aber gegen eine Tüte Gummibärchen für die Zwerge eingetauscht, so dass der Baum nun wieder frei war und genug Platz für plastikfreie Ostereier.

Auf Filzreste habe ich die Reste bunter Geschenkbänder aufgenäht.

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Anschließend habe ich Eier aus dem Filz geschnitten und immer zwei Seiten direkt aufeinander genäht. Zwischen die beiden Eihälften habe ich ein kurzes Band als Aufhängung eingelegt und festgenäht.

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Die Eier sind wirklich schnell und einfach zu machen und flattern nun draußen lustig im Wind. Nach einem Regenschauer trocknen sie recht schnell und können so auch wunderbar ohne Regenschutz aufgehängt werden.

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Frohe Ostern!

Mit diesem Beitrag hüpfe ich zu unserer Blogparade Praktisch.Plastikfrei.Leben zum Thema Ostern und natürlich zu unserer grünen Blogparade {EiNab}.