Archiv der Kategorie: gesunde Zwerge

Gut eingebunden

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Wer Kinder hat, kennt die Heftchen, die man beim Arzt bekommt… in der Schwangerschaft mit dem Mutterpass angefangen, geht es dann nach der Geburt mit den U-Heften weiter. Diese Hefte sind alle in eine Plastikhülle eingebunden.

Die Umschläge sind da aber nicht von Beginn an dran, sondern werden je nach Sponsor mit dem entsprechenden Druck erst vom Arzt um das Heftchen gemacht.

Ich hatte bisher noch nie ein Problem damit, einfach kurz zu erwähen, dass ich eben diesen Umschlag nicht möchte. Meist wurde er direkt wieder zurück in die Kiste zu den übrigen Plastikumschlägen gepackt.

Was dann sich dann weitaus schwieriger gestaltet, ist es, auch in Zukunft diese Umschläge nicht einfach ungefragt zu bekommen.

Hier habe ich festgestellt, dass es nur solange ein Problem ist, solange kein anderer Umschlag um das Heft gebunden wird.

Die U-Hefte der Zwerge haben schon von Anfang an Hüllen aus Stoff… Es gibt tolle Hüllen in vielen verschiedenen Variationen. Wir haben uns für eine Art „Briefumschlag“ entschieden, in den nicht nur die U-Heftchen, sondern auch die Impfpässe, Rezepte usw. gut hineinpassen. Der wird mit einem Klettverschluss geschlossen, und alles bleibt sicher darin.

So muss ich nur den entsprechenden Umschlag mit zum Arzt nehmen und habe immer alle benötigten Unterlagen direkt parat.

Der Mutterpass unseres jetzigen Kugelzwerges sollte natürlich auch ohne Plastikhülle auskommen, allerdings wollte und konnte ich mich bisher noch nicht auf einen Stoff für den Umschlag festlegen, ohne das Zwerglein zu kennen… Also musste eine Zwischenlösung her, denn letztlich wird der Mutterpass ja auch nur für 9 Monate gebraucht.

Mit der Zwergin zusammen habe ich aus einem bunten Tonpapier einen Umschlag gefaltet. Diesen hat die Zwergin dann noch mit Washitape verziert und am Schluss wurde er beschriftet, so dass auch beim Arzt schnell das Heft dem entsprechenden Namen zugeordnet werden konnte.

Seit dieser Umschlag meinen Mutterpass ziert, habe ich bereits viel positive Rückmeldung, wie schön er aussieht und was für eine gute Alternative zu den Plastikumschlägen es ist, und keine Arzthelferin hat seitdem versucht, uns einen Plastikumschlag darum zu machen.

 

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Gesichert IV

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Es wird so lagsam doch endlich wieder besseres Wetter und die Zwerge halten sich viel draußen auf. Bis letztes Jahr hatte ich ein Schaumgummi-U, das ich zur Sicherheit gegen zufallende Türen und eingeklemmte Finger über die Terassentür klemmen konnte. Nachdem nun aber alle Weichmacher heraus waren und das Schaumgummiding zerbröselt ist, musste was Neues her.

Nach diversen Versuchen wie über die Tür geworfene Handtücher kam ich endlich auf das Naheliegende: Der innere Türgriff und der äußere Knauf mussten irgendwie verbunden werden. Da der Rolladen recht eng an der Tür entlang geht und deshalb außen keine normalen Knaufe oder Griffe angebracht werden können, da diese zu tief wären, haben wir einfach einen kleinen Knopf angeschraubt. Dieser ist allerdings zu klein, um ein Handtuch oder ähnliches wie um den Türgriff herumlegen zu können…

Schließlich fiel mir ein dickes, recht stabiles Juteseil in die Hände. Dieses Seil habe ich nun innen um den Türgriff gebunden, wo es auch bleiben kann und nicht jedes Mal erst gesucht werden muss. Bei Bedarf wickle ich nun eine lange Schlaufe einfach außen um den Knopf. Durch das dicke und robuste Seil kann die Tür bei leichtem Luftzug oder im Spiel nicht mehr komplett zufallen und kleine Zwergenfinger sind vor dem Einquetschen geschützt. Auch muss ich keine Angst mehr haben, dass der Zwerg im Spiel die Tür schließt und den Griff verstellt, während er innen ist und ich draußen…

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Mit diesem Beitrag nehme ich bei unserer monatlichen Blogparade {EiNab} teil.

 

Stilleinlagen

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Bereits bevor ich begann, Plastik zu verweigern, habe ich versucht, Alternativen zu Wegwerfprodukten zu finden. Viele Wegwerfprodukte sind zwar praktisch, aber verursachen eben auch extrem viel Müll.

Nachdem die Zwergin auf die Welt kam, habe ich von einer Freundin ihre restlichen Einwegstilleinlagen bekommen. Ich habe genau ein Paar verwendet, um dann den restlichen Pack auch wieder weiter zu geben. Die Einlagen klebten durch die dünne Kunststoffschicht im Inneren auf der Haut und fühlten sich alles andere als angenehm an. Sie waren ziemlich schnell vollgesaugt, und wenn ich diese Einlagen verwendet hätte, hätte ich wohl einige Paar am Tag gebraucht und so unheimlich viel Müll produziert.

Also habe ich nach wiederverwendbaren Alternativen gesucht, und einige wirklich tolle Einlagen gefunden. Es gibt die unterschiedlichsten Einlagen aus verschiedenen Materialien wie Baumwolle oder Wolle- Seide. Je nach Bedarf können unterschiedliche Stärken gewählt werden, die gut saugen und viel Flüssigkeit aufnehmen oder kaum zu sehen sind und nur zur Sicherheit dienen. Gerade bei gereizter Haut empfehlen sich Einlagen aus Wolle oder Wolle-Seide.

Die benutzten Einlagen sind schnell mit der Hand am Waschbecken ausgewaschen und trocknen über Nacht, so dass am nächsten Tag wieder alle Einlagen trocken sind.

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Und für alle, die nun sagen, diese Einlagen schauen langweilig aus, habe ich heute etwas ganz tolles: Stilleinlagen von der Windelmanufaktur.

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Stephanie von der Windelmanufaktur hat mir diese beiden wunderschönen Paar Stilleinlagen für euch zur Verfügung gestellt.

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Wenn ihr eines dieser beiden Paare haben möchtet, dann kommentiert hier einfach bis kommenden Samstag, den 27. Februar. Ich werde dann im Laufe des Sonntags die beiden Gewinner auslosen.

Und weil wiederverwendbare Stilleinlagen sehr nachhaltig sind, nehme ich mit diesem Beitrag bei unserer Blogparade {EiNab} teil.

 

So… Dank einem fiesen Grippevirus, der zuerst mich und dann den Zwerg erwischt hat, leider einen Tag später als angekündigt, aber hier kommen nun die beiden Gewinnerinnen! Die Zwergin hat sich die größte Mühe gegeben, fair zu ziehen, und da beide Gewinnerinnen keinen Wunsch geäußert haben, hat sie entschieden, dass der erste gezogene Name die Elefanten bekommen soll und der Zweite die tollen senfgelben Einlagen.

Hier nun aber endlich die beiden Gewinnerinnen:

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Bitte meldet euch kurz per Mail bei mir unter

gruenezwerge@gmail.com

mit eurer Adresse, damit die Einlagen schnell zu euch kommen.

 

Verschnupft

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Ich versuche bereits seit langem, Wegwerfprodukte soweit wie möglich zu vermeiden. Gerade im Bereich der Körperpflege gibt es viele Wegwerfprodukte, ohne die es meist auch geht. In der Erkältungszeit waren früher die Mülleimer regelmäßig randvoll mit Taschentüchern. Im Frühling, wenn die Pollen unterwegs sind, waren die Eimer dann ein zweites Mal voll. Im Schrank meiner Mama habe ich dann vor ein paar Jahren die Stofftaschentücher entdeckt, die ich selbst als Kind benutzt habe. Nach und nach kamen noch weitere Taschentücher vom Flohmarkt hinzu, so dass wir nun auch in Starkschnupfzeiten genug Vorrat haben. In der Waschmaschine bei 60 Grad werden die Tüchlein wieder wunderbar sauber.

Unterwegs haben wir kleine Taschentuchtaschen, in die ich die gefalteten Taschentücher stecke, so dass so ein Täschchen genausoviel Platz braucht wie eine herkömmliche Taschentuckpackung.

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Stofftaschentuchtaschen

Und für besonders starken Schnupfen, wenn das Tuch nach dem Schneuzen wirklich entsorgt werden will, gibt es eine Tücherbox aus Recyclingpapier, die tatsächlich komplett plastikfrei kommt. Auch diese Tücher können passend in eine Taschentuchtasche gefaltet werden.

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Stofftaschentuchtaschen

So sind also immer für alle Fälle in Handtaschen, Handschuhfächern, Rucksäcken und Kindergartentaschen kleine Taschentuchpäckchen dabei.

Mit diesem Beitrag nehme ich bei der Blogparade Praktisch. Plastikfrei. Leben zum Thema Körperpflege und {EiNab} im Januar teil.

Kleine Wehwehchen

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Nachdem die Sommerpause nun doch dank Schuljahresanfangsstress und Krankheit etwas länger ausfiel, melde ich mich nun aber endlich zurück. Gar nicht so einfach, den Einstieg nach so langer Zeit wieder zu finden…

Eine Vorlage bot mir gestern allerdings die Arzthelferin, die mir einen Zugang in meine Armvene legte. Nachdem ich das Ding in meinem Arm etwas skeptisch betrachtete, versuchte sie mich mit den Worten zu beruhigen: „Keine Sorge, alles ist super, das ist nur Plastik, das da drin steckt…“

Schön! Machte es auch nicht besser! Dafür begann ich mich aber umzusehen und die Massen an Plastik um mich herum zu betrachten! Spätestens wenn medizinische Hilfe notwendig ist, scheint man dem Plastik einfach nicht mehr ausweichen zu können!

Das Plastikkonstrukt durfte nach einer knappen Stunde wieder aus meinen Venen, allerdings wird die Stelle darum herum, auf der das durchsichtige Plastikpflaster klebte, das die Nadel festhielt, noch einige Tage mit einer juckenden und roten Stelle deutlich zu sehen sein. Denn ich reagiere tatsächlich reativ schnell auf Klebstoff und/ oder Material herkömmlicher Pflaster.

Auch der Müll, der bei jedem Pflaster entsteht, ist beachtlich. Meist sind sie einzeln in eine Plastikfolie eingepackt, um sauber und steril zu bleiben. Auf den Klebeflächen kleben Schutzflügel, die ebenfalls oft aus Plastik oder beschichtetem Material bestehen, und das Pflaster selbst ist meist aus Plastik, oft, zur besseren Wundheilung, mit einer Aluauflage im Inneren versehen.

Zu Hause, bei kleinen und schnell heilenden Wehwehchen haben wir aus diesem Grund kaum Pflaster. Auf Stellen, die mit Salbe oder Creme behandelt werden, machen sich die Zwerge gerne einen „Salbenverband“, kleine Baumwolltüchlein, die schnell ausgekocht werden können, und wie ein Verband um die entsprehende Stelle gwickelt und festgeknotet werden. Auch rauhe Haut oder Rötungen behandeln die Zwerge gerne mit ihren heißgeliebten Tüchern.

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Wenn dann aber wirklich mal ein Pflaster gebraucht wird, habe ich eine Marke gefunden, die die Pflaster aus Baumwolle herstellt. Und weil so ein Pflaster ja oft mehr die Psyche streichelt als die Verletzung heilt, ist es besonders schön, dass es tatsächlich auch welche mit Kindermotiv gibt! Müll entsteht hier zwar trotzdem, aber mit der Wunde kommt kein Plastik in Berührung, und sogar den Kleber vertrage ich sehr gut.

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Dass es sich lohnt, auch bei kleinen Wehwehchen genau aufzupassen, hat sich auch wieder beim Routine- Kinderarztbesuch gezeigt. Da der Zwerg immer wieder Probleme mit den Bronchien hat, inhalieren wir, sobald er Anzeichen einer Erkältung zeigt. Dazu bekomme ich vom Arzt regelmäßig Salzlösung verschrieben. Die gibt es in verschiedenen Größen in der Glasflasche, mit Gummipfropfdeckel und einer Spritze, um die Lösung herauszubekommen, ohne den Inhalt zu verschmutzen.

Oder, wenns schnell gehen muss und ich nicht genau aufpasse, wie diesmal passiert, gibts die leider in vielen kleinen Plastikfläschchen, jede Dosis einzeln verpackt. Zwar muss ich die nicht gebrauchte Flüssigkeit so nach durchgestandener Krankheit nicht wegwerfen, da der Rest ja auch weiterhin steril verpackt ist, allerdings ist der Müll der dabei entsteht, wirklich enorm bei mindestens 3x täglich inhalieren, ganz zu schweigen von diversen Weichmachern, die mit Sicherheit im Plastik stecken…

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Im Notfall gibts leider keine Alternative, aber im Alltag lohnt es sich also wie immer, sich auf die Suche zu machen und die Augen offen zu halten.

Und weil es ja auch im September wieder unsere grüne Blogparade gibt, hüpfe ich hiermit also schnell zu Maria:

https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/09/10/einab-einfach-nachhaltig-besser-leben-6/

Gut gekühlt

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Der Zwerg hat in den letzten Wochen einiges abbekommen. Innerhalb kürzester Zeit haben ihn zwei Bienen und eine Wespe gestochen.

Damit die Schwellungen nicht zu schlimm wurden, haben wir immer gleich gut gekühlt. Und da mir letzten Sommer am Kind ein Gelkühlkissen ausgelaufen ist, war ich dieses Jahr auf der Suche nach einer plastikfreien und ungiftigen Alternative.

Bereits im Frühjahr habe ich Kühlkissen selbst genäht, nun konnten sie also zeigen, ob sie funktionieren.

Aus einem alten Leintuch habe ich Beutel genäht und diese mit Amaranth- Körnchen gefüllt. Diese Körnchen sind sehr klein und passen sich so perfekt dem Körper an, ohne zu drücken. Im Netz wurde Amaranth immer wieder gepriesen als besonders wärme- oder kältespeichernd. Damit die Körnchen nicht einfach komplett hin und herrutschen, habe ich das Kissen mehrmals abgenäht und dann die einzelnen Kammern mit den Körnern gefüllt. Da das Kissen nur schlecht waschbar ist, gab es auch eine neue Hülle aus Stoff dafür. Die Körner werden nicht so kalt wie z.B. Gelkissen, weshalb meine alten, gehäkelten Hüllen nicht so gut funktioniert haben, da sie zu viel Kälte abfingen.

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Das Körnerkissen lag genauso wie bisher seine Gel-Pendants im Gefrierfach. Bei Bedarf konnte ich es einfach herausholen und auf die zu kühlende Stelle legen. In der Praxis zeigte sich nun aber, dass die Körner zwar kühlen, aber sehr schnell wieder warm werden und so nur kurzfristig Linderung verschaffen.

Auf eine weitere Alternative bin ich imNetz gestoßen: ein Edelstahl- Kühlakku, gefüllt mit destiliertem Wasser.

http://www.kivanta.de/Onyx-Kuehlakku-aus-Edelstahl

Zuerst war ich ewtas überrascht, da er nur halb so groß ist wie ein herkömmliches Gelkissen, im Notfall zeigte sich aber, dass die Größe vollkommen ausreicht. Hier waren meine gehäkelten Hüllen sehr hilfreich, denn im Gefrierfach wird der Akku wirklich sehr kalt! Das Metallstück passt sich zwar im Gegensatz zum Körnerkissen nicht an den Körper an, hält dafür aber sehr lange kalt.

Wirklich überzeugt aber hat mich der Akku durch seine Alltagstauglichkeit. Da er so klein ist, passt er wunderbar auch in eine Brotzeitdose oder eine Kühlbox. Auch im Kühlschrank unseres Busses nimmt er keinen Platz weg. Und der Edelstahl kühlt wirklich sehr schnell ab, so dass es auch reicht, ihn am Baggersee einfach ins Wasser zu legen, um so im Notfall etwas Kühles griffbereit zu haben.

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Und die beste Soforthilfe habe ich als Tip nach dem ersten Stich bekommen, und der Reaktion des Zwerges nach scheint es auch wirklich zu helfen: Natronpaste! Da ich ja Natron mitlerweile für sehr viel verwende, habe ich es natürlich auch immer griffbereit in der Küche stehen. Nachdem der Bienenstich am Fuß des Zwerges exrem anschwoll und auch sehr wehtat, bekam ich den Tip, aus Natron und Wasser eine Paste zu rühren und diese als Wickel auf den Stich zu streichen. Das Natron soll das Gift heraus ziehen und die Schwellung nehmen… ich weiß nicht ob es funktioniert, ich kann selbst keinerlei Erfahrungswerte beisteuern, aber da der Zwerg innerhalb zweier Stunden einen fast abgeschwollenen Fuß hatte und auch die weiteren Male kurze Zeit nach Auftragen der Paste das Weinen aufhörte, hat Natron nun auch seinen Weg in die Wickeltasche und die Notfallapotheke gefunden 😉

 

Teezeit

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Ich trinke immer dann, wenn ich das Gefühl habe, ich könnte krank werden , gerne Holunderblütentee. Die Blüten sind allein oder gemischt mit anderen Kräutern sehr lecker, und auch in den Früchtetee passen sie gut.

Da momentan überall der Holunder blüht, war es an der Zeit, meinen Vorrat wieder aufzufüllen.

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Die kleinen Blüten müssen schnell getrocknet werden. Dazu werden sie am besten an einem schattigen Platz ausgelegt oder die Dolden werden an den Stielen aufgehängt.

Wenn die Blüten trocken sind, werden sie einfach von den Stielen geschüttelt und in einem Schraubglas dunkel aufbewahrt.

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Mit diesem Beitrag mache ich bei EiNab, der grünen Blogparade im Juni mit:

http://foolfashion.blogspot.co.at/2015/06/einab-im-juni.html

Ringelblumen

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Bereits vor einiger Zeit habe ich die ersten Ringelblumen geerntet und verarbeitet. Da ich dieses Jahr aber wirklich viele hatte und die Blumen bis in den späten Herbst blühen, habe ich noch eine zweite Runde eingelegt und Nachschub für unseren Ringelblumensalbenvorrat hergestellt.
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Ich benütze Ringelblumensalbe sehr gerne für raue Haut, Hände und Lippen. Sie hilft auf kleinen Wunden und tut gut auf wunden Windelpopos.
Da ich immer wieder gelesen habe, dass evtl. auftretende Allergien gegen Ringelblumen nur durch den Blütenkelch ausgelöst werden, verarbeite ich grundsätzlich nur die Blütenblätter, prinzipiel kann aber die ganze Blüte verwendet werden.
Für ein Glas Ringelblumensalbe braucht man ca. zwei Handvoll Ringelblumenblütenblätter. Diese kommen in einen Topf und werden dann mit Olivenöl übergossen, bis alle Blütenblätter bedeckt sind.
Das Öl wird langsam erhitzt, sollte aber nicht kochen. Die Blüten und das Öl 30 Minuten bei leichter Hitze ziehen lassen. Nach 30 Minuten werden die Blütenblätter durch ein Sieb abgegossen. Im Öl werden jetzt Bienenwachsplättchen langsam geschmolzen. Faustregel hierfür ist in etwas ein Esslöffel Bienenwachs auf eine Tasse Öl.
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Zusätzlich kann auch etwas Kokosöl mit verarbeitet werden, das macht die Salbe geschmeidiger und streichfähiger. Je mehr Bienenwachs eingearbeitet wird, umso fester wird die Salbe. Zum Schluss wird die flüssige Salbe in kleine Gläser oder Tiegel gegossen, verschlossen und muss noch abkühlen… fertig.
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Zusätzlich zur Salbe habe ich Ringelblumentinktur hergestellt. Dazu werden ebenfalls ca zwei Handvoll Blütenblätter in eine Weithalsflasche gegeben und mit Doppelkorn übergossen. Der Alkohol muss nun 3-4 Wochen an einem hellen und warmen Platz stehen. Dabei nimmt die Flüssigkeit eine goldgelbe Färbung an. Nach der Zeit werden ebenfalls die Blütenblätter abgesiebt und die Tinktur wird in dunkle Flaschen umgefüllt. Ringelblumentinktur eignet sich ebenfalls gut für die äußerliche Behandlung von Hautbeschwerden und kleinen Verletzungen.
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Die übrigen Blütenblätter habe ich zum Trocknen ausgelegt für Tee und Badezusätze.
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Noch ein Stich…

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Sommerzeit- Insektenzeit. Massenweise Mücken am Baggersee, Bienen in der Wiese, Bremsen, Wespen beinahe überall, und nachts garantiert auch noch ne Mücke im Schlafzimmer… momentan ist so einiges an Stechgetier unterwegs, und deren Stiche jucken nicht wenig!
Schnelle und einfache Hilfe verspricht Spitzwegerich. Die Blätter werden kurz gekaut und dann direkt auf den Stich gelegt.
Auch eine aufgeschnittene Zwiebel hilft gut gegen den Juckreiz.
Für unterwegs gibt es diverse Mittelchen, die man gut in die Tasche stecken kann, allerdings sind die alle in Plastiktuben, und oft ist da so einiges drin, mit dem ich nicht einverstanden bin.
Eine plastikfreie Alternative ist Schwedenbitter. Den mache ich mit Schwedenkräutern aus der Apotheke selbst.
Die Kräuter kommen zusammen mit einer Flasche Korn in eine Weithalsflasche oder ein großes Einmachglas. Dann müssen die Kräuter im Korn mindestens 4 Wochen ziehen und dabei immer wieder geschüttelt werden. Der Ansatz selbst sollte dunkel und nicht zu warm stehen.
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Nach einigen Tagen färbt sich die Flüssigkeit dunkel. Nach 4- 8 Wochen, wenn die Flüssigkeit dunkelbraun ist, wird sie abgegossen und die Kräuter werden herausgefiltert. Der Schwedenbitter kann nun in Fläschchen gefüllt werden und ist bis zu einem Jahr haltbar. Ich fülle ihn in kleine Sprühflaschen, die es auch in der Apotheke gibt. So habe ich immer, wenn ein Stich zu jucken beginnt, ein Fläschchen dabei und kann den Schwedenbitter immer sofort einsetzen. Das Jucken lässt umgehend nach, nur auf bereits aufgekratzte Stiche sollte das ganze wegen dem Alkohol nicht unbedingt kommen, das brennt. Auch für die Zwerge benutze ich die Tinktur gerne, und mit einem kleinen. Sprühfläschchen kann sich die Zwergin im Kindergarten sogar selbst versorgen, wenn mal wieder ein Stich zu jucken beginnt.
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Windeln unterwegs

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Vor einiger Zeit waren wir mit Freunden und deren Kindern auf einer Hütte. Da wir normalerweise immer Stoffwindeln nutzen, war ich echt geschockt, als ich den Windelberg sah, den 4 Wickelbabys im Laufe einer Woche so verursacht haben.
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Auf dem Foto ist übrigens nur der Berg zu sehen, der in den ersten 3 Tagen anfiel!
Nach dieser Erfahrung war klar, dass wir auch in unseren zukünftigen Urlauben weitgehend auf Wegwerfwindeln verzichten möchten! Normalerweise nehme ich überall unsere Stoffis mit, aber gerade beim Campen sind wir oft tagelang ohne fließend Wasser und dann sind Stoffwindeln wirklich sehr unangenehm!
Auf der Suche nach Outdoortauglichen Windeln bin ich auf die Windelmanufakturwindeln von Stephanie Oppitz gestoßen. http://www.windelmanufaktur.de/
Stephanie hat lange getestet und Windeln entworfen, die als Hybridwindeln zu Hause mit Stoffeinlagen verwendet werden, unterwegs können jedoch Wegwerfeinlagen eingelegt werden. Ein genial durchdachtes System! Auf diese Weise wird zwar trotzdem Müll verursacht, aber wesentlich weniger als bei einer kompletten Wegwerfwindel. Unsere benutzten Einwegeinlagen sind große Wochenbettvorlagen, die wenig Plastikumhüllung und keinen Superabsorber-Saugkern haben. Hinterlässt also nicht nur weniger Müll, sondern auch ein wesentlich besseres Gefühl an Babys Popo!
Wir hatten nun also zwei Windelmanufakturwindeln dabei, drei Innenwindeln und mehrere Packs mit Einwegvorlagen, Zusätzlich hatten wir noch Wegwerfwindeln für den Notfall, haben aber kaum welche gebraucht. Die Manufakturwindel besteht aus drei Komponenten, der Außenwindel,die im besten Fall gar nicht gewechselt werden muss, der Innenwindel, die auch mal schnell ausgewaschen und getrocknet werden kann und einer Einlage.
Da wir fast 5 Wochen größtenteils ohne fließendes Wasser unterwegs waren, war es wichtig, eine Windel zu haben, die nicht jedes mal komplett gewaschen werden musste. Die Außenwindel haben wir häufig einfach nur in die Sonne gehängt zum Auslüften- was meistens auch reichte.
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Die Innenwindel wurde nach jedem Gebrauch gewechselt und kurz mit der Hand gewaschen. Da wir 3 Innenwindeln hatten, konnte immer eine trocknen und jede Außenwindel war trotzdem komplett! Einziges Problem hierbei war, dass wir ziemlich weit in den Norden gefahren sind und dort über zwei Wochen Regen und Temperaturen unter 15 Grad hatten… nasse Wäsche trocknete also schlecht, so dass wir hin und wieder doch auf Wegwerfwindeln ausweichen mussten! Das nächste Mal ist also noch eine dritte Manufakturwindel fällig!
Alles in allem haben wir aber wesentlich weniger Müll verursacht durch die Manufakturwindeln, und ich habe eine tolle Alternativ Windel zu meinen gängigen Systemen gefunden!
Eine Riesenfreude hat mit Stephanie noch mit ihrer Biowindel gemacht! Zusätzlich zu ihren gängigen Modellen aus Fleece hat sie auch Windeln aus Biobaumwolle mit Bio- Baumwollfleece. Das Baumwollfleece ist unheimlich weich und kuschelig, so dass ich Babys Po Po da wirklich gerne rein stecke!
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Ich habe mich für die beiden Modelle Löwenherz und Walfreiheit entschieden! Zwei wie ich finde an Babys Po Po wunderschöne Windeln, die für mich auch noch sentimentalen Wert haben. Während eines Praktikums in Afrika habe ich meinen ersten Kontakt zu Stoffis gehabt- damals habe ich die Dinger mit der Hand waschen müssen, allerdings war diese Erfahrung auch der Grund, bei der Zwergin ohne Diskussion zu Stoffis zu greifen. Löwenherz erinnert mich also an die Anfänge meiner Müll und plastikfreien Karriere vor mehr als 10 Jahren!
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http://www.windelmanufaktur.de/windelmanufaktur/neues-naturstoffdesign-launch-der-loewenherz/
Walfreiheit- wunderschöne Windel, die perfekt zu unseren Urlaubserinnerungen passt, als wir Pottwalen beim Entspannen an der Wasseroberfläche zugesehen haben – und an die Wahl Freiheit, die jeder haben sollte.. Stephanies Hintergedanke dabei ist der GEBURTSORT, denn nach wie vor ist die Situation der Hebammen in Deutschland nicht geklärt!
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http://www.windelmanufaktur.de/windelmanufaktur/stoffwindeln/walfreiheit-fuer-alle-neues-naturstoffdesign-ist-online/
Wunderschöner Windelpopo, tolle Gedanken…
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